Illustration: unerreichbar

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Ende September des letzten Jahres startete auf DeviantArt der „Draw Again Contest“. Ziel war es ein Bild auszuwählen, neu zu zeichnen und dadurch die eigene Verbesserung zu zeigen. Das kam wie gerufen! Ich habe ein 2009 ein Bild gezeichnet an dem noch heute mein Herz hängt. Aber leider bin ich nicht mehr so ganz zufrieden damit. Die Anatomie ist nicht astrein und so bekommt das Anschauen meiner Lieblingsillustration einen bitteren Beigeschmack. Na wenn das mal nicht die Gelegenheit war zu „remaken“…

Mein Bild unerreichbar zeigt Sonne und Mond. Sie versuchen sich zu erreichen, werden es aber nie schaffen – im wörtlichen Sinn.

2009

Himmel

2012

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Mir hat das jedenfalls eine Menge Spaß gemacht! Wie man dem Bild ansieht, hab ich genauso gearbeitet wie zuvor…. also zwei A4-Bilder zu einem A3-Bild (mehr oder weniger erfolgreich) zusammengefügt. Die Outlines habe ich mit Tusche und Zeichenfeder gezogen und sind mir im „Remake“ finde ich auch wesentlich besser gelungen… . Eine weitere Schwierigkeit war das Kopfüber-Zeichnen der Sonne, wobei das Bild trotzdem „drehbar“ sein sollte. 2009 ist mir das nicht so wirklich gelungen XD

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Tolles Gefühl, wenn man eine Entwicklung sieht. Das sollte jeder mal mitmachen – eine lustige Erfahrung. 🙂 Ich merke immer wieder, dass an jeder Illustration irgendwelche persönlichen Erinnerungen hingen. Die Skizze habe ich 2009 beispielsweise in einer Vorlesung angefertigt – hups. 😉

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vorher

Mir war es wichtig zwischen der Sonne und dem Mond einen Kalt-Warm-Kontrast zu erzeugen. Der Klassiker sozusagen, den man schon in der Schule frühzeitig beigebracht bekommt. Natürlich ginge das subtiler aber manchmal habe ich wirklich richtig Lust die Farben die ich habe auch zu benutzen.

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Die Sonne soll das Prädikat „warm“ bekommen und die Farben für die leuchtende Haarpracht sind: Y11, Y06, Y38, YR68, R05, R27 und zuletzt R59.

Bei den Haaren habe ich mich von außen nach innen gearbeitet, also angefangen bei der hellsten Farbe. Hier merkt man ganz gut wie wichtig es ist ein für Marker geeignetes Papier zu verwenden. Ab und zu höre ich von Leuten bei denen Pfützen auf dem Papier stehen bleiben – die vielen Schichten die man da vermalt kommen am besten auf Spezialpapier zur Geltung. Und so lassen sich die Verläufe auch am besten „vermalen“.

Ansonsten habe ich für den Armreif die Gelbtöne verwendet, sowie Y28 und Y38 – ein Metallic-Look-Tutorial wäre doch auch mal was…fällt mir gerade ein. :3

Das Kleid der Sonne habe ich mit R02, E04 für die Schatten und E57 für die Schnüre illustriert.

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Der Mond ist da etwas „weniger farbig“. Für seine Haare habe ich mich auf die Blautöne BG10, BG01, B45 und B39 konzentriert. Angefangen habe ich wieder außen mit hellsten Ton und habe mich mit dem jeweils dunkleren nach innen gearbeitet.

Die Kleidung und die Ketten sind komplett in 100, C-5 und B45 gehalten. Ein bischen BG49 versteckt sich noch in den Augen des Charakters.

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Thema Hautfarben – hier mag ich es ganz gerne zu variieren. Manchmal sieht man bei den traditionellen Illustratoren die immer gleiche Hautfarbe. So einen Standardton habe ich auch: E51 ist der, den ich am meisten als Grundfarbe benutze.

Ich denke aber, dass Variationen ganz wichtig sind und neben Nationalität auch Charakter der Person gut darstellen können. Gibt man jemandem einen sehr rosa-farbenen oder eher düster-kalten Look, kann das sehr nützlich sein. Entweder um den Charakter zu unterstreichen oder eben später zu überraschen.

Für die Sonne habe ich daher die „lebendigeren“ Töne YR61 und E02 verwendet – auch wenn sie eigentlich sehr unterschiedlich sind. Der Mond hingegen hat einen etwas dunkleren Hautton und soll nicht wie die Sonne „lieblich“ wirken. Daher habe ich seine Haut schattiert mit E33 und E35.

Man kann eine Vielzahl von Effekten erzielen, wenn man mal tiefer in die Farbkiste greift:

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Links im Bild sieht man einen etwas grauen Teint bei Helena im Gegenzug zum gebräunten Teint von Kai. Mein Hintergedanke dabei war, das die beiden Hauptcharaktere meines Manga schließlich Unsterbliche sind. Sie ist wesentlich älter als er – und das sollte sich irgendwie an ihrer Gestalt ablesen lassen. Sie sollte etwas verwittertes an sich haben wie ein altes Haus – daher die unlebendige Farbe.

Rechts im Bild sieht man den „Winter“ aus einer Reihe die ich mal gezeichnet habe. Der aufmerksame Leser hat es schon geahnt – die Reihe zeigt „Die Jahreszeiten“. Um den Winter wirklich kalt aussehen zu lassen, habe ich anstelle einer dunkleren Farbe zum Schattieren BG10 verwendet – einen hellen Mint-Ton. Um den Effekt zu unterstreichen, habe ich für jede Jahreszeit eine entsprechende Farbe für die Outlines benutzt. Frühling grün, Herbst rot und Winter eben beispielsweise blau.

Mit ganz kleinen Farbakzenten kann man dem Bild oder dem Charakter eine Grundstimmung auf den Leib schneidern und sich zunutze machen.