J-Mag – Liveshow über Manga, Anime und J-Lifestyle

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In den Untiefen des WWW gibt es nun erstmals eine (ernstzunehmende) Liveshow über Manga, Anime, Cosplay und J-Lifestyle an sich: am 13.02.13 startete J-Mag auf MyVideo mit seiner ersten Sendung. Im 14-Tage-Rhythmus können wir nun immer mittwochs um 18 Uhr eine neue Sendung auf MyVideo mitverfolgen. Da lacht das Otaku-Herz!

J-Mag steht scheinbar unter der Schirmherrschaft von MyVideo und wartet professionell mit Studio, Team und Moderatorin auf. Mikiko Ponczeck, deutsch-japanische Mangazeichnerin, führt uns durch die Sendung. Das Konzept sieht interaktive Gestaltung vor: so konnte man via Facebook Studiogast Reyhan Yıldırım Fragen stellen oder an einem Gewinnspiel teilnehmen. Mitmachen in Echtzeit ist das Motto! Weitere Bestandteile sind neben Interview und Gewinnspiel aktuelle Manga und Anime, aber auch Cosplay, sowie eine Rubrik die sich mit Trends und J-Lifestyle (Achtung Wortneuschöpfung) auseinandersetzt. So war am 13.02. MyBoshi im Fokus. Die Sendung soll immer ein Thema haben, das den Rahmen bestimmt: vor 2 Wochen war Märchen dran. Alles in allem eine runde Sache die wirklich Konzept hat.

Die Umsetzung seitens Technik und Team wirkte sehr professionell und wirklich engagiert. Die Facebookseite war schon im Vorfeld sehr gepflegt, Fragen werden beantwortet und Kritik angenommen. Es wurden einige witzige Trailer produziert und immer mal kurze Einblicke in die Vorbereitung der Sendung gegeben. Bevor ich meine Meinung zu der Umsetzung der ersten Sendung kund tue, muss ich hervorheben das die erste J-Mag Ausgabe wirklich gut war! Die Idee und das Konzept sind sehr schön. Schon alleine der Gedanke, dass es in Zukunft längerfristig eine so ernstzunehmende Sendung rund um Manga, Anime und Japan gibt macht mir Spaß.

Was ich mir für die Zukunft noch wünschen würde ist ein wenig mehr Tiefgang bei der „Berichterstattung“. Die Vorstellung der Anime war fast ein wenig überflüssig, weil kaum Informationen gestreut wurden. Bei Nervosität und Aufregung vergisst man das recht schnell aber ein paar der typischen W-Fragen sollte man schon beantworten. Wer? Was? Warum? Worum gehts? Meinetwegen auch wann? Oder wieviel? (Bei DVDs) Bei Manga-Neuheiten kann ich mich auch gar nicht beklagen – da hat die inhaltliche Vorstellung schon besser geklappt. Die Rhetorik war auch etwas redundant. Heißt: sehr viele Wiederholungen („Genau“) und ab und zu inhaltsleere Unterhaltungen, die noch näher an das eigentliche Thema rankönnten. Wer J-Mag guckt, der kann mit Begriffen wie Otaku, Shounen, Fanservice und Mangaka umgehen – mit denen darf man auch ruhig um sich schmeißen. Das ist ja das tolle: es ist eine Sendung NUR FÜR UNS MANGAFREAKS 🙂 Ich bin mir aber ganz sicher, dass das typische Erscheinungen einer ersten LIVE!!!!-Sendung sind und dafür war es wirklich sehr gut! Außerdem nimmt das Team sich auch selber auf die Schippe – die kleinen Spleens wurden nämlich bemerkt 😉

 

Mikiko und das Team kommen sehr sympathisch rüber und sind Auskenner und nicht irgendwelche Leute, die Manga und Cosplay gar nicht kennen. Das wäre fatal. Was bei mir noch einen Pluspunkt gibt: Mikiko ist für mich eins der positiven Beispiele unter den Mangazeichnern im deutschen Sprachraum. Würde dort eine der Zeichnerinnen sitzen, die ich nicht als solche akzeptieren kann, würde das 100%ig meinen Spaß an J-Mag trüben. (Ich weiß die Aussage klingt bösartig und kommt schwierig rüber.)

Das höchste der Gefühle, was einen Animefan erwartet waren in der Vergangenheit „Pausenprogramme“ wie Pokito TV. Und da war die Altersgruppe eher … sehr sehr jung. Ich bin ganz überzeugt, dass Mangafans und Cosplayer noch viel Spaß mit J-Mag haben werden und bin froh, dass sie die Liveshow ins Leben gerufen haben.

Zur Einstimmung hier noch ein Trailer:
http://www.myvideo.de/webstars/watch/8974918/J_Mag_Ringu_Trailer

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