Rückblick: August 2014

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Urlaubsreif

Diesen Monat ging mein Ersatz in meinem ersten IT-Projekt zu Ende. Das war eine extrem spannende, aber auch extrem anstrengende Zeit, die mir viel abverlangt hat. Um ehrlich zu sein, hatte ich es mir nicht so hart vorgestellt. Ich habe kein Problem damit 8h am Tag zu arbeiten – das habe ich schon früher gemacht. Aber Dienstreisen sind noch ein anderes Kaliber. Fachlich hatte ich zwar das Gefühl gut klarzukommen, aber beispielsweise der Stress war ein kleiner Kulturschock für mich. Dadurch bleibt sehr viel liegen und ich hatte oft das Gefühl, dass ich mich irgendwann für ein Hobby hätte entscheiden müssen, um noch nachzukommen. Auf der anderen Seite steht im krassen Gegensatz dazu die Unabhängigkeit. Nochmal einen Zacken schöner, als wenn man Student ist, weil man nun bekanntlich Geld verdient. Auch das Miteinander mit Kollegen die Informatik als gemeinsamen Nenner haben, finde ich ziemlich toll. Die vielen Eindrücke muss ich aber nach wie vor verarbeiten und was bleibt ist, dass ich ziemlich urlaubsreif bin. Das passt. Weil: ich habe Urlaub. 🙂 Und es ist echt nötig, dass ich die Systeme mal herunterfahre.

Weltgeschehen

Neben den Bildern aus Gaza und der Ukraine geht ein neues Gespenst um: es ist höchst ansteckend und heißt Ebola. Mich erschreckt immer wieder der Gedanke, dass es Krankheiten gibt, gegen die die Medizin plötzlich so machtlos wirkt. Apropos Krankheiten: zwar gibt es die Ice-Bucket-Challenge schon seit Juli, im August bin ich aber richtig darauf aufmerksam geworden und mag die Aktion. Viele unterstellen den Promis, dass sie das nur machen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und dass es ein frommer Wunsch ist, dass sie auch alle was spenden. Aber zumindest haben sie Reichweite und machen aufmerksam. In vielerlei Hinsicht: ich wusste vorher nicht, dass es ALS gibt. Ihr? Etwas sinnloser finde ich es, wenn Ottonormalverbraucher die Challenge machen, denn bei denen ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie was spenden (können). Und die Reichweite … . Und es gibt so geniale Ice-Bucket-Challenge-Videos wie beispielsweise von Patrick Stewart und Benedict Cumberbatch. Eine Meldung, die wir alle nicht haben kommen sehen und die fast jeden erschüttert hat, war wohl die vom Tod von Robin Williams. Das geht mir auch heute noch nah, wenn ich daran denke. Er ist mit sovielen Kindheitserinnerungen verbunden und ich nehme mir gerade vor einige Rewatches zu machen. Aber er war nicht der einzige, der im August von uns gegangen ist. Auch Lauren Bacall und Sir Richard Attenborough – was war das nur für ein Monat?

Filme, Bücher, Serien, IT und alles andere was Spaß macht

Film-technisch ging diesen Monat nicht ganz so viel, ebenso bei Manga und Büchern. Dafür habe ich mich gern und viel Serien gewidmet und dabei eher neue Staffeln angefangen als welche beendet. Masters of Sex und Dates habe ich ja schon mehrmals gelobt. Bei erstem geht’s um den Arzt und Forscher William Masters, der im Amerika der 50er nicht auf viel Gegenliebe stößt, als er beschließt die Sexualität zu erforschen. Und dabei der Gesellschaft (und sich selbst) den Spiegel vorhält. Allerdings frage ich mich doch, ob sein Privatleben nicht eher frei interpretiert ist!? Wer weiß. Jedenfalls finde ich es interessant. Dates gefällt mir fast noch besser. Jede Folge handelt von dem ersten Date zweier Menschen, die sich über eine Dating-Plattform kennengelernt haben. Und diese ersten Dates gehen sehr unterschiedlich aus. Und dann war es soweit … gerade erst vor ein paar Tagen … ich habe Jahre darauf gewartet: das Serienfinale von How I Met Your Mother. Und ich war von manchen Sachen mittelschwer geschockt und habe den Zeitraffer als etwas unangenehm empfunden, in dem mehrere Jahre schnell hintereinander untergebrochen werden. Nachdem ich den einen oder anderen Schock aber überwunden habe, fand ich das Ende doch irgendwie passend. Es war ein bisschen so wie das Leben spielt: Wege gehen auseinander und es kommt meistens anders als du denkst. Ich bin also ganz zufrieden mit dem Ende. Da schwingt aber viel Wehmut mit … .

Allerdings muss ich sagen, dass ich diesen Monat das Fernsehen sowieso lieb hatte. Zum Einen lief vor etwa über einer Woche eine Stephen King Doku auf VOX, gefolgt von Misery, das war einen Rewatch mehr als wert. Und ich schaue ja, wenn ich kann, sehr gerne Das perfekte Dinner und als ich nach einem richtigen bescheidenen Montag vor dem Fernseher Platz nahm, lief tatsächlich das erste perfekte Dinner aus Magdeburg! Nein, fand ich das genial. Spitzen-Timing XD In vielerlei Hinsicht, denn ich hab den Dreh gesehen. In einer Interview-Szene in einer Gaststätte saß ich im Hintergrund und habe mit meinem Vater zu Mittag gegessen. Wir waren aber nicht im Bild … bloß gut. XD Und Filme? Viele Filme waren es nicht im August, aber gute. So beispielsweise Das Leben ist schön und Sympathy for Mr. Vengeance. Tatsächlich spielt in Situationen, in denen ich viel mit mir zu kämpfen habe, Musik immer eine große Rolle – so auch diesen Monat. Da lief The National rauf und runter, besonders das Album „High Violet“. Große Liebe. Kostprobe?

Und sonst so?

Wurde im August die Entscheidung gefällt, dass der Blog auf eine selbstgehostete Lösung umziehen wird. http://miss-booleana.de gibt es bereits, aber dort ist noch nicht viel los. Das mache ich so nach und nach. Ihr könnt übrigens (fast) „live“ dabei sein. Stichwort: Umzugstagebuch. Einige wissen schon davon … demnächst lasse ich euch hier nochmal mehr darüber wissen. Außerdem gab es im August hier das erste Mal eine Verlosung – das fand ich extrem spannend. Ich hoffe ihr auch XD. Danke, dass ihr die Aktion so gut angenommen hat, vielleicht öffnet das Tür und Tor für weitere Aktionen. 😀 Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass die „Japanisch“-Kategorie im Blog so gut angekommen ist. <3

Achso … eine Sache noch. (Für die, die bis ganz zum Schluss gelesen haben 😉 ) Ich habe weiter oben davon geredet die Systeme mal herunterzufahren. Und das nehme ich in der nächsten Woche sehr ernst – ich nehme mir weitestgehend frei vom Internet. Beiträge kommen, weil ich die meistens sowieso plane 😉 bitte scheut euch nicht zu kommentieren, es wird nur diesmal ein paar Tage dauern bis ich antworte. 😀 In dem Sinne: habt eine gute Woche!

Wie ist eigentlich eure Meinung über die Ice-Bucket-Challenge? Und was hat euren Monat August am stärksten geprägt? Wie fandet ihr das HIMYM-Finale? Und welche Musik hört ihr automatisch, wenn ihr eine nachdenkliche Phase habt? Und habt ihr euch schon Mal eine Internet-Auszeit verordnet?