Liebster Award XVII – über Quietscheentchen und Ryan Reynolds

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Ich habe mit mir selber die Wette abgeschlossen, alle TAGs beantwortet zu haben (die ich machen möchte) bis das Jahr vorüber ist. Na dann … ein bisschen was zutun habe ich noch. taranKino hat mich mit dem Liebster Award getaggt – vielen Dank! 😀 Hier gehts übrigens zu den Fragen und Antworten von taranKino.

1. Hast du Lieblingsblogs, auf denen du dich immer wieder gerne herumtreibst?

Ja, aber selbstverständlich. 🙂 Aber, wenn ich nur daran denke, hier nur zwei oder drei Blogs zu nennen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen wegen all der ganzen anderen tollen Blogs da draußen, die ich gern lese. Deswegen löse ich das mal ganz diplomatisch und verweise auf Blogophilie. Das ist eine Artikelreihe in der ich immer zum Anfang des Monats die Links zu tollen Blogartikeln des letzten Monats sammle. Share the love und so. Und wer sich da durchscrollt, bekommt ganz gut einen Eindruck, was ich toll finde.

2. Hast du was mit Games am Hut?

Joar, kann man sagen. Ich zocke eigentlich sehr gern, habe das Hobby aber quasi vollkommen gegen das Film- und Seriensuchten getauscht. Ab und zu zocke ich mal. Aufs Jahr verteilt spiele ich aber vielleicht nur 2-3 Spiele aus. Am PC oder am Nintendo 3DS. Früher habe ich mehr gezockt. Tatsächlich kriegen mich am ehesten noch Handygames, weil man sie eben automatisch immer mit sich rumträgt. Aber die fesseln mich nicht so wie es einst Assassins Creed II und Brotherhood getan hat beispielsweise. Außerdem bin ich Nostalgiker und lasse gern mal das Kind raus. Kann schon mal passieren, dass ich Pokémon spiele. 🙂 Während meiner Studienzeit hatte ich sogar noch mehr mit Games am Hut. Da habe ich gerne Objekte und Welten modelliert und mich viel mit 3D-Computergrafik beschäftigt. Extrem zeitaufwendiges Hobby, habe ich aber schon sehr lange nicht mehr gemacht. Aber lasse euch mal einen Eindruck da wie das so aussah, was ich gemacht habe. (Wer erkennt das Raumschiff? 🙂 )

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3. Fernsehen, ein langsam veraltetes Modell oder bist du manchmal doch ganz froh, wenn die Flimmerkiste nach Feierabend läuft?

Geht es denn jetzt um den Fernseher als technisches Gerät an sich oder um das TV-Programm? Spielt aber auch keine große Rolle, denn die Antwort ist einfach: ich schaue gern fern und ich verschließe mich auch nicht total vor dem Fernsehprogramm. Wenn da was gutes läuft, dann nehme ich das gern mit. Und durchaus auch gerne auf. Einen DVD-Player gibts auch, wie sich das in einem Filmfan-Haushalt eben gehört 😉 Außerdem hat es sich für mich noch nicht angeboten umzusatteln und stattdessen alles über den PC zu schauen, mit einem Beamer an die Wand zu werfen etc. Das passt gar nicht so recht zu meiner Wohnung. Also ist ein Fernseher ideal. Deswegen schaue ich natürlich auch Netflix und andere Streaminganbieter über den Fernseher. Also: für mich kein veraltetes Modell. Im Gegenteil. Seitdem Netflix und Amazon da sind, schaue ich da noch öfter.

4. Kannst du dich mit Digital Copys anfreunden, oder brauchst du weiterhin ein haptisches Medium?

Ich kann mich mit Digital Copys anfreunden, weil DVDs ne Menge Platz wegnehmen. Aber ich habe auch eine Sammlernatur und habe die DVDs zu Filmen, die ich großartig fand auch sehr gern im Regal. Außerdem mache ich schon Mal ganz gerne einen Spontankauf, wenn ich an DVDs im Handel vorbeigehe. Irgendwie muss ich das aber noch in den Griff kriegen DVDs zu verkaufen, die für mich ein flopp waren. Davor drücke ich mich leider und das Regal wird immer voller … .

5. Hast du einen „besonderen“ Sammelwahn?

Quietscheentchen. 🙂 Aber hey … wer könnte z.B. denen widerstehen. Man beachte v.A. die „Blutbad“-Ente und die Gothic Duck …. . Inzwischen dürfen aber eigentlich fast nur noch im Urlaub Entchen mitkommen. Außerdem muss ich aus dem Urlaub immer ein Schnapsglas mit einem Urlaubsmotiv o.Ä. mitbringen. Ja, ich weiß, das ist beides etwas spleenig, aber was solls. 🙂 Keine von den beiden Sammlungen ist in meiner Wohnung aufdringlich überpräsent, also denke ich, das ich auf der Peinlichkeitsskala noch keinen Ehrenplatz hab‘.

6. Erinnerst du dich an den ersten prägenden Moment mit Film und Kino?

Uff. Der erste? Keine Ahnung. Ich erinnere mich an Plague Dogs und dass ich total baff war wie Zeichentrick sein kann. Außerdem an Märchen wie Die unendliche Geschichte und auch an Trickfilme wie Vuk Der kleine Fuchs oder Peterchens Mondfahrt. Die waren alle prägend, weil ich immer erstaunt war, was für tolle Geschichten da erzählt werden. Und die Liebe zur erzählten Geschichte ist seitdem geblieben, in Film, Serie, Comics, Büchern … .

7. Method Acting: Super Sache oder doch zu viel des Guten?

Schwer zu beurteilen – ich bin kein Schauspieler. Aber ich habe mich schon Mal ein wenig mit Method Acting beschäftigt – was das überhaupt ist, etc. Und viele scheinen das nur mit besonders krassen Herangehensweisen gleichzusetzen. In erster Linie ist Method Acting ein starkes Auseinandersetzen und Hineinversetzen in eine Rolle. Ich weiß nicht, ob man mit Method Acting nur krasses Abmagern verbinden muss oder den Kopf gegen eine Wand zu schlagen, um den Schmerz der Rolle zu fühlen. Oder ob man sich selbst inszenieren muss … I’m looking at you, Joaquin Phoenix. Das ist meines Erachtens nach kein Method Acting mehr, sondern irgendein regenbogenpresse-taugliches Extrem. Wenn es also soweit geht, finde ich das übertrieben und unnötig, wohingegen das strasbergsche Ur-Method-Acting möglicherweise sinnvoll ist.

8. Du darfst 5 Werke vorstellen, die die Faszination deines Lieblingsmediums erklären sollen; was wählst du?

Da kann ich doch gar nicht anders als Manga (jp. Comics) vorzustellen. 🙂 Und hier schließt sich der Kreis, was die Liebe zu großartigen Geschichten betrifft, denn die Bandbreite von Manga ist unheimlich vielfältig. CLAMPs Manga Clover erzählt in zarten und poetischen Bildern von Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die sie zu Gefangenen ihrer eigenen Fertigkeiten machen. Das ganze spielt in einer fantastischen steampunkig-angehauchten, melancholischen, militarisierten Welt mit einem einzigartigen, reduzierten Stil. Wahrscheinlich mein Lieblingsmanga, obwohl er leider nie beendet wurde. In Pluto geht es ebenso um die Zukunft, undzwar eine in der Roboter/Androiden und Menschen koexistieren und Roboter Rechte haben. Das schmeckt aber nicht allen. Und eigentlich unkaputtbare, berühmte Roboter sowie berühmte Wissenschaftler stehen auf der Abschussliste eines irrsinnig starken Killers. Naoki Urasawas in 8 Bänden abgeschlossener Manga ist eine alte Geschichte über Diskriminierung und Krieg in einem neuen Gewand. Und spielt sogar in Deutschland.

Von Naoki Urasawa stammt auch der Verschwörungsthriller 20th Century Boys, indem eine Gruppe ehemaliger Schulfreunde als Erwachsene erkennen, das einer von ihnen ein Sektenführer geworden ist, der gefährlich viel Einfluss hat. Aber wer aus der alten Clique ist es? Urasawas in mehr als 20 Bänden abgeschlossenes Mammutwerk zieht unheimlich weite Kreise, begleitet die Charaktere durch viele Jahrzehnte und schafft gerade deswegen eine enge Bindung. Zarter geht es hingegen in Please save my earth zu. Saki Hiwataris Manga erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die alle dieselben Träume haben. Darin blickten sie in einem früheren Leben als Wissenschaftler von einer Mondbasis auf die Erde. Aber nicht alle von ihnen haben Gutes im Sinn oder denken gern an ihr früheres Leben zurück. Der Manga ist anfangs sehr sehr ungelenk gezeichnet, entwickelt sich aber enorm. Am meisten haben mich die Flashbacks der einzelnen Charaktere gefesselt: von welchem Planeten sie in ihrem früheren Leben stammten. Die dortigen Zivilisationen, Religionen und die Natur. Und zu guter letzt noch ein Manga, den wahrscheinlich jeder kennt oder bald kennenlernt, wenn es eine amerikanische Verfilmung gibt. Death Note aus der Feder des Erfolgsduos Ohba/Obata ist ein ziemlich detektivischer Fantasy-Thriller, indem ein Schüler ein Totenbuch/Death Note findet. Derjenige dessen Namen er einträgt, stirbt. Der Schüler macht sich das Buch zunutze … angeblich zu einem höheren Zweck. Sehr sehr spannend und intelligenter gemacht als man anfangs denkt, wenn erstmal Totengötter auftreten.

9. Welchen Film hast du in deinem Leben bisher am häufigsten gesehen und kannst vielleicht jede Zeile mitsprechen?

Wahrscheinlich Das letzte Einhorn, Die Feuerzangenbowle oder diverse Weihnachtsfilme, v.A. Tatsächlich … Liebe und Das Wunder von Manhattan (1994). 🙂 ich rewatche nicht wirklich oft, aber die Filme stehen fast jedes Jahr auf dem Programm.

10. Was sind die peinlichsten „Guilty Pleasure“ Filme in deiner Sammlung?

Kommt drauf an, was man peinlich findet 😉 Viele würden beim Blick auf Anime- oder Disney-DVDs sagen, dass das peinlich ist. Wenn ich durch mein Regal gehe, dann würde ich den Sex and the City – Film wohl am ehesten als Guilty Pleasure bezeichnen. Obwohl der erste noch gut ist, der zweite dagegen … . Und Selbst ist die Braut. Für eine Romcom ist es mit Sicherheit nicht die romantischste, aber ich finde den irgendwie ziemlich witzig. Vielleicht liegts auch an Ryan Reynolds und Kevin. Wer weiß das schon so genau.

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11. Wie stehst du zur Technisierung der Kindheit, vor allem im Vergleich zu deiner eigenen?

Mmh … Technisierung und meine Kindheit? Ich war spät dran. Meinen ersten PC habe ich mit 14 bekommen/zum Großteil selbst erspart. Handys hatten ihren Boom, als ich etwa 15 war und ich bekam damals auch eins. Heute bin ich trotzdem Softwareentwicklerin, auch wenn ich nicht seitdem ich 6 bin, programmieren gelernt habe. Die größere Gefahr sehe ich ehrlich gesagt eher im Internet. Man muss damit verantwortungsvoll umgehen können, denn es springen einem schnell mal pornografische Inhalte entgegen. Genauso wie sich Trolle, Cyber-Mobber und andere verachtenswerte Kreaturen in der Anonymität des WWW verdammt wohl fühlen. Sollte ich also Kinder haben, dann würden sie vermutlich sogar ganz ähnlich aufwachsen wie ich, trotzdem ich tagtäglich am Computer arbeite. Heißt ich würde ihnen das alles nicht von frühen Kindesbeinen an hinterherwerfen.

Ich schummle wieder ein bisschen und tagge niemanden, weil der Liebster Award mir lange Zeit etwas zu überpräsent war. Nicht böse sein 😉 Fragen habe ich trotzdem. Wie seht ihr das eigentlich mit Kindern und der Technisierung? Habt ihr Kinder und wie siehts da aus mit der ‚Technikfrüherziehung‘? Seht ihr das Internet an sich auch kritischer als die Geräte/Technik? Und was ist der peinlichste Film in eurer Sammlung? Und … eure Meinung zu Manga?