7 Buchvorsätze für 2017

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Yaaaaay die liebe Friedl hat wieder dazu aufgerufen die sieben Bücher für das Jahr 2017 zu küren und hat dabei an mich gedacht. Ich freue mich und habe doch sogar schon drauf gelauert 😉  In meinem Lese-Rückblick auf 2016 habe ich ja schon verraten, dass ich die Buchvorsätze für 2016 geschafft habe. Es ist witzig sich die Erwartungen und Eindrücke nun so ca ein Jahr später durchzulesen. So war 1984 ein voller Erfolg, eins der besten Bücher, die ich 2016 gelesen habe. ‚Alice‘ war anders als ich erwartet hatte, aber nicht weniger fantastisch. Solaris war ein Überraschungserfolg bei mir – ein extrem intelligentes und interessantes Buch. Gaimans Niemalsland konnte trotz der spannenden Prämisse nicht so überzeugen wie American Gods, weshalb ich dieses Jahr keinen Gaiman fest einplane. Murakamis Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt hätte mein erster Murakami sein sollen. Vielleicht ganz gut, dass er es nicht war!? Und heute weiß ich, dass es wirklich sehr empfehlenswert ist The Psychopath Test auf englisch zu lesen. Mehr auf englisch zu lesen hat mir deutlich weniger weh getan als ich befürchtet habe. Ich lerne inzwischen sehr gern englische Ausgaben. Aber blicken wir mal nach vorn und erhöhen von sechs auf sieben – sieben Buchvorsätze für 2017. Und ich bin selber gespannt, was ich mir Manga-technisch für 2017 vorgenommen habe. Ich weiß es erst, wenn ich am Ende des Artikels angekommen bin ^^“

Margaret Atwood „Alias Grace“

Bei Anette habe ich über das Buch gelesen und es klang faszinierend. Außerdem habe ich im vergangenen Jahr sehr oft sehr viel Gutes über Margaret Atwood gelesen. Kaum hatte ich mir vorgenommen Alias Grace auch zu lesen, da wurde bekannt, dass es als Serie umgesetzt werden soll. Ein guter Grund sich etwas zu beeilen! Das habe ich getan, ich lese das Buch jetzt im Moment und bin überwältigt. Das Gefühl ist ähnlich wie beim Lesen von Murakami oder Gabriel García Márquez – die Sprache fühlt sich so reich und intelligent an. Fast so als würde man ein Fünf-Gänge-Menü serviert bekommen, wo man eigentlich nur eine Suppe bestellt hatte. Ich weiß der Vergleich ist seltsam 😉 Übrigens wird Atwoods Roman The Handmaids Tale auch umgesetzt und es gibt schon einen Trailer für die Serie.

Shirley Jackson „The Lottery and Other Stories“

Ähnlich wie Margaret Atwood kreuzte auch Shirley Jackson in Blogartikeln öfter meinen Weg, u.a. bei Kathrin und ich wurde neugierig. Den letztendlichen Anstoß gab aber Goodreads wo ich The Lottery vorgeschlagen bekam und direkt angefixt wurde. Der Rest ist Geschichte undzwar eine ziemlich alte und faule. Ich sah beim Online stöbern diese Ausgabe, die mich mit dem hübschen Cover geködert hat. Und da ist es nun! Aber eigentlich interessiert mich erstmal nur The Lottery brennend, mal sehen wie die anderen Geschichten sind. (Englische Ausgabe)

Haruki Murakami „Kafka am Strand“

Ein Jahr ohne Murakami macht keinen Sinn, deswegen muss natürlich ein Murakami in die Liste. 🙂 Klar. Den Anstoß zu genau diesem Buch gaben aber die lieben Blogleser, die vermehrt unter meiner Rezension zu Hard-Boiled-Wonderland und Das Ende der Welt geschrieben haben, dass ihr Lieblingsbuch bzw. ihre Empfehlung Kafka am Strand sei. Aber echt fast jeder hat das geschrieben … . Von dem Buch hatte ich bisher nur wenig gehört, aber nachdem ich den Klappentext las, war es beschlossene Sache. Ich bin sehr gespannt, wieviele murakami-typische Motive hier wieder mit dabei sind. Nach ein paar Büchern merkt man, da kommt immer mal was wieder. Zum Beispiel der Tengo-Stereotyp. So nenne ich die murakami-typischen Männerfiguren, die eigentlich stinknormale Typen sind, die so in den Tag hineinleben und dann in irgendwas lebensgefährlich oder lebensveränderndes hineingezogen werden, weil Tengo aus 1Q84 der erste ist, den ich so in den Büchern kennengelernt habe. Und … der Murakami mag Katzen, kann das sein? 🙂

George Orwell „Animal Farm“

Nachdem ich letztes Jahr 1984 gelesen habe und mich das Buch sehr beeindruckt und auch ein wenig mitgenommen hat und ich mich auch viel über George Orwell belesen habe, war es beschlossene Sache, dass ich noch mehr von ihm lesen muss. Ein wahnsinnig interessanter Mensch mit einem Lebenswerk, das so faszinierend ist aber in keinem Verhältnis zu den Umständen steht unter denen er letztendlich lebte und starb. Animal Farm kenne ich als Zeichentrickfilm eigentlich schon, aber ich möchte es doch nochmal lesen und dann bekomme ich es auch noch geschenkt, na wenn das kein Wink mit dem Zaunspfahl ist.

Hiromi Kawakami „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“

Ursprünglich bin ich mal über den Manga von Jirō Taniguchi gestolpert und den auf die To-Read-Liste gesetzt. Dann habe ich aber bei Masuko13 über den Roman gelesen, auf dem der Manga offensichtlich beruht. Und aus einem Impuls heraus, den ich gar nicht so genau erklären kann, wollte ich den Roman zuerst lesen. Und schon ist er Lese-Vorsatz 🙂

Philip K. Dick „Das Orakel vom Berge“

Es gibt ja so eine Liste von Autoren, von denen ich endlich mal was lesen möchte. Und auf dieser Liste standen früher schon Haruki Murakami und Neil Gaiman und siehe da einige von denen sind heute meine Lieblingsautoren. Eigentlich habe ich nie viel Sci-Fi gelesen, aber nachdem ich soviele Filme kenne, die auf den Romanen des Herrn beruhen, wurde es doch endlich mal Zeit. Da mich außerdem The Man in the High Castle Staffel 1 eher enttäuscht hat … warum nicht die Buchvorlage lesen? Denn die Idee ist doch wahnsinnig interessant und irgendwie herausfordernd, aufrüttelnd.

John Irving „Garp und wie er die Welt sah“

Wo wir gerade bei „Autoren, von denen ich schon immer mal was lesen wollte“ waren … der gehört auch dazu. 🙂 Wobei ich nicht sagen kann, warum aber der Titel macht mich einfach am meisten neugierig und spricht mich am meisten an. Ich stelle fest, dass ich bei Büchern viel aus dem Bauch heraus entscheide. Was soll ich mehr sagen als … ich bin gespannt. 🙂

Und sonst so?

Jaaaa da sind wir wieder an der Stelle wo ich mir noch mehr Dinge vornehme. 🙂 In der Vergangenheit war das überhaupt mal auf auf Englisch zu lesen. Dann war es mehr auf Englisch zu lesen. Oder mehr Klassiker zu lesen. Die Fragen stellen sich nicht mehr, das ist inzwischen normal. Aber ich nehme mir ja auch seit Jahren vor immer mal eine angefangene Mangareihe zu Ende zu lesen und meine Wahl fällt dieses Jahr auf Gipfel der Götter von Jirō Taniguchi und auf den extrem langen Krimi Monster von Naoki Urasawa. Ich erhöhe also um eine Reihe, statt wie bisher nur eine festzulegen, die ich zu Ende lesen möchte. (2016 war es Death Note und das war guuut.) Na mal sehen, ob das klappt. XD Ich bin noch etwas skeptisch. Leider habe ich in den letzten Jahren seltener zu Manga gegriffen als noch während der Uni-Zeit. Aber genau das soll sich ja damit ändern. Bei Monster wird es allerdings echt knifflig, da der Manga meines Wissens irgendwann in Deutschland nicht mehr veröffentlicht wurde bzw. direkt gestoppt wurde. Oh man. Schauen wir mal was passiert. Jetzt ist der Vorsatz niedergeschrieben, jetzt gibt es kein Zurück 😉

Was sind eure Vorsätze für das Jahr 2017? Und nicht nur was das Lesen betrifft … macht ihr euch generell Vorsätze? Habt ihr auch eine Liste von Autoren, von denen ihr schon immer mal was lesen wolltet? Und wer steht drauf? 🙂