7ème art: Apokalypse – Endzeit-Filme

Posted by in 1964, 1997, 2002, 2009, 2010, 2011, 2013, 7ème art, Animationsfilm, Anime, Arthouse & Indie, Dänemark, Deutschland, Drama, Endzeitfilm, Fantasy, Film, Frankreich, Horror und Mystery, Japan, Komödie, Kriegsfilm, Psychothriller, Review, Roadmovie, Schwarze Komödie, Schwarzweißfilm, Schweden, Science-Fiction, Spielfilm, Thriller, UK, USA

In dem Monat in dem Halloween ansteht, widme ich meine Werkschau gern Themen des Genres Horror oder Mystery sowie in den vergangenen Jahren den Vampiren oder auch dem Body Horror Subgenre. Besonders die Body-Horror-Werkschau hat bei mir Eindruck hinterlassen, manche Bilder wollen einfach nicht aus meiner Erinnerung verschwinden. Aber es gibt auch andere, irdischere Themen, die mitunter nicht minder Schrecken verbreiten. Wie beispielsweise die Moral Disaster Movies beweisen. Oder auch das Thema der diesjährigen Werkschau im Halloween-Monat Oktober. Es geht um nichts geringeres als das Ende. Alle heute vorgestellten Filme spielen vor, inmitten oder nach der Apokalypse.

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben ist ein Werk, dass den Wahnsinn der Allmachtsfantasien bedeutender Männer auf pointierte und zutiefst schwarzhumorige Weise entlarvt. Kubricks Film hat was von Philosophie und Gesellschaftskritik. Der Film schildert wie der amerikanische General Jack D. Ripper (Sterling Hayden) einen Atomschlag gegen die Sowjetunion anordnet und den kalten Krieg zu einem heißen macht. Seine Begründung ist, dass die Russen das Trinkwasser versetzen und die amerikanische Bevölkerung nach und nach ihrer wertvollen Körpersäfte berauben will. Dass der Mann offensichtlich wahnsinnig geworden ist, ändert nichts an der Unausweichlichkeit der Lage. Es ist ein Witz, aber es scheint keine Möglichkeit zu geben den Atomschlag zu verhindern, der wiederum das doomsday device der Sowjets aktiviert, was zur Auslöschung der ganzen Erdbevölkerung führen könnte. Im War Room des Präsidenten Muffley (Peter Sellers) treffen sich viele wichtige Menschen aus Politik und Militär mit kunterbunten Dienstgraden, die versuchen einen Ausweg zu finden. Darunter auch der Wissenschaftler Dr. Strangelove (Peter Sellers … übrigens auch noch in einer dritten Rolle in dem Film zu sehen!) und der paranoide General Buck Turgidson (George C. Scott).

Zwar sage ich im vorhergehenden Absatz, dass der Film scheinbar im Kalten Krieg spielt, aber im Prinzip ist der Film allgemeingültig und zeitlos. Er prangert den Machtdurst der Menschen an, der zum Erbauen unausweichlich alles vernichtender Waffen führt. Obwohl von einzelnen geschaffen, gefährden sie das Leben vieler. Und in der Regel liegt die Kontrolle, der Zünder, leider bei denen, die damit nicht verantwortungsbewusst umgehen können. In ihrer Geltungssucht und ihren Trieben liegen die Auslöser für das krasse Verhalten der Männer, die ihre Macht als langen Arm ihres Egos ausspielen und sich aufführen wie Idioten. Es ist tief schwarzhumorig und bitter, dass es keine Möglichkeit gibt das Todeskommando mit den Sprengköpfen zurückzurufen. Eine zutiefst satirische und gewollt komische Wende folgt der nächsten und macht den Film mit dem krassen Szenario zu einer grandiosen Komödie mit einem bewusst bitteren Beigeschmack, insbesondere wenn man danach die Nachrichten einschaltet und dort etwas über Trump sieht, was nicht minder wahnsinnig wirkt. Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben ist ein großartiger und pointierter Film. Ich erinnere nur an den Satz „Gentlemen. You can’t fight in here. This is the War Room!“ während einer Prügelei im War Room oder die herrliche Ironie bei der Namensgebung (Jack Ripper, Muffley, …). Das einzige was ich bei dem Meisterwerk nicht ganz verstehe ist warum Dr. Strangelove den Titel ziert, scheint er doch keine sehr tragende Rolle zu spielen.

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (OT: Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb), UK, 1964, Stanley Kubrick, 93 min, (9/10)

Sternchen-9

Neon Genesis Evangelion – The End of Evangelion

Die Geschichte von The End of Evangelion dürfte für die meisten Zuschauer eher schwer greifbar sein, da der Film das Ende der TV-Anime-Serie Neon Genesis Evangelion darstellt. Wer die Serie also nicht kennt, den erwartet ein Mind-Fuck von einem Film, dessen Story zwangsläufig das Fundament fehlt. Wer aber den Manga oder Anime erkennt, den erwartet ein Apokalypsen-Szenario voll Weltschmerz, Mechas und zwischen den Zeilen Philosophie. Der Film setzt dabei so ziemlich genau dort ein, ab wann man die Serie nicht mehr nachvollziehen konnte. An dem Punkt wo das NERV Hauptquartier von Soldaten gestürmt wird, die die Piloten der EVAs töten, die EVA-Einheiten beschlagnahmen und den Third Impact verhindern wollen. Asuka, Shinji und die anderen geraten mitten in diesen Strudel der Verzweiflung und Gewalt als über ihnen das sichere Ende ausbricht.

Manche behaupten, dass The End of Evangelion der Versuch ist einem zuvor erdachten Weltschmerz-Szenario mit Mechas und bösen Monstern einen Sinn zu geben. Es ist kein Geheimnis, dass viele der religiösen Motive rund um Christentum und Kabbalah ausgewählt wurden, um für den asiatischen Markt exotische Namen zu kreieren. Wenn dem so ist, dann ist die schlussendliche Auflösung des Schicksals der Charaktere erstaunlich gut gelungen, bedrückend apokalyptisch ausgefallen, aber leider für Leute, die die Serie nicht kennen nicht nachvollziehbar. Neben der Top-Animation wartet der Film im übrigen auch mit einem Score auf, der in manchen Situationen so sehr die Erlösung von den Ketten der Menschen verherrlicht, dass es einem kalt wird (ich erinnere an den Song mit der Zeile „tumbling down“).

Neon Genesis Evangelion: The End of Evangelion (OT: 新世紀エヴァンゲリオン劇場版 Air/まごころを、君に / Shin Seiki Evangerion Gekijōban: Air/Magokoro o, Kimi ni), Japan, 1997, Hideaki Anno, 87 min, (9/10)

Sternchen-9

„The End of Evangelion (1997) Trailer HD 1080p“, via Starman Falls (Youtube)

28 Days Later

Was wäre diese Werkschau ohne eine Zombie-Apokalypse? Im Film ist die offizielle und gleich zu Beginn verratene Erklärung, dass ein hoch-ansteckender Virus aus einem Versuchslabor nach außen drang. Er macht Menschen zu willenlosen, rasenden Bestien, die nicht mehr ansprechbar sind. Man löst sich zwar von dem Gehirn-schnabulierendem Stereotyp des Zombies, aber so ganz kann man die Assoziation nicht verhindern, wenn man die willenlose und aggressive Meute sieht. Im Film wacht Jim, grandios gespielt von Cillian Murphy, aus dem Koma auf und findet London in einem surrealen Zustand vor: leer. Wo sind all die Menschen? Was ist hier passiert?

28 Tage gibt nicht die Zeit seines Komas an, sondern in die Zeit in der die Zivilisation aufgrund des Virus zusammengebrochen ist. Und das muss Jim auf die harte Tour lernen als er ohne dieses Wissen das erste Mal einem Infizierten begegnet. Es reicht ein Tropfen Blut um sich zu infizieren. Als er sich auf den Überlebenskampf einstellt und andere Nicht-Infizierte trifft, darunter Selena (Naomie Harris), Frank (Brendan Gleeson) und Hannah (Megan Burns). beginnt ein Road-Trip auf der Suche nach anderen Überlebenden und nach etwas rarem: Sicherheit. Kein Film beweist so gut wie 28 Days Later dass das enge Zusammenleben auf diesem Planeten Erde Raum für Zivilisations-Horror hat. Die Enge der Städte lässt zu, dass sich Krankheiten so rasend verbreiten und die Bilder leerer Städte lösen in uns Panik aus bei der Vorstellung was vorgefallen sein muss und wieviele Leben es gekostet hat. Aber der Film reißt auch das moralische Übel auf das Recht des Stärkeren aus. Die Menschen, die überleben und die Ressourcen und die Brutalität haben, sind wie Jim und seine Freunde merken müssen, so schlimm wie die willenlosen, blutrünstigen Infizierten. Wenn nicht sogar schlimmer, denn sie wissen was sie tun. Die einzige Kritik an dem Film basierend auf einem Drehbuch von Alex Garland kann nur sein, dass er zu lang ist und zu episodenhaft geraten. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

28 Days Later, UK, 2002, Danny Boyle, 113 min, (8/10)

Sternchen-8

The Road

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy und macht die Apocalypse erst zum Anfang der Geschichte und einem Nebendarsteller, wenn auch einem allgegenwärtigen. Man erfährt nur indirekt, was die Welt so zugrunde gerichtet hat. Von Erdbeben und plötzlich ausbrechenden Feuern ist die Rede. Der Zuschauer muss beobachten wie sich ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee) durch die postapokalyptische Landschaft kämpfen. Über Allem scheint ein dicker Asche-Film zu liegen. Die Häuser sind leer, verlassen, geplündert, teilweise Ruinen. Es sind kaum Menschen unterwegs, es gibt nur noch wenig Lebensmittel. Fauna und Flora sind weitestgehend verdörrt. Wenn Vater und Sohn doch noch Menschen treffen, dann müssen sie sich vor ihnen fürchten, denn die Menschheit ist zu großen Teilen verrohrt, teilweise bereits in Kannibalismus verfallen. Während die Beiden auf einer Straße einen langen Weg gen Süden zurücklegen, versucht der Vater seinem Kind ein bisschen Menschlichkeit beizubringen und dafür zu sorgen, dass Beide überleben.

The Road ist eine anfangs deutlich thrillerlastigere, fast als Horror anmutende Geschichte, die nach hinten raus in ein Drama mündet. Das Szenario der Apokalypse wirkt seltsam, schwer greifbar. Plötzlich ausbrechende Feuer? Einmal überrascht es Vater und Sohn als sie schlafen. Überraschend und tödlich startet es nicht weit weg von ihnen und brennt lichterloh. Aber was genau die Apokalypse auslöste ist nicht wichtig. Das Szenario ist schmerzhaft realistisch wegen der Verwahrlosung der Menschheit und fast ein Kammerspiel, wenn der Vater versucht in dieser unmenschlichen Umgebung seinem Kind Werte zu vermitteln und trotz der unmenschlichen Umstände zu einem guten Menschen zu erziehen. Das Feuer soll er beibehalten, so lehrt er es ihn und meint damit, das was im Menschen brennt. Gerechtigkeit, Moral und (Über)Lebenswille. Eine Botschaft, die auch nach dem Film noch lange nachhallt und oft genug am Beispiel des Vaters demonstriert wie schwierig es ist sich an seine eigenen Regeln zu halten.

The Road, USA, 2009, John Hillcoat, 112 min, (9/10)

Sternchen-9

„THE ROAD | Offizieller deutscher Trailer“, via Wild Bunch Germany (Youtube)

Legion

In Legion droht den Menschen ein biblisches Endzeitszenario. Gott hat angesichts der Kriege und des Schreckens beschlossen ihr Dasein zu beenden. Ausführendes Organ dieser Schlacht sollen Engel sein. Erzengel Michael (Paul Bettany) allerdings hat den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht verloren und steigt zur Erde herab, um ein Kind zu beschützen, dass laut Prophezeiungen der Erlöser der Menschen sein wird und der Schlüssel im Kampf gegen die himmlische Legion. Dabei handelt es sich um das ungeborene Baby der Kellnerin Charlie (Adrianne Palicki) im Diner mit dem klingenden Namen Paradise Falls mitten in der Wüste. Die Gäste des Diners merken schon bald, dass etwas nicht stimmt – kein Radio, kein Fernseher, kein Handy-Empfang und Michael kommt gerade zur rechten Zeit, denn das Diner wird von einem monströsen Killer nach dem anderen heimgesucht, um Charlie und somit auch ihr Kind zu töten.

Legion ist nicht unbedingt was für jeden. Für viele mag der Film heftig blasphemisch sein, schon alleine aufgrund des Gedankens, dass Gott befiehlt die Menschen auszulöschen. Dahingehend ist der Film bitterböse und hinterlässt für gläubige Christen einen bitteren Beigeschmack. Das nächste ist der Trash-Faktor des Films. Zwar sind die Anspielungen wie der Name des Diners oder Tabu-Bruch eine nette Omi oder einen Eismann als besessene Monster auf die Spielfläche zu schicken, ganz coole Züge, aber das Rumgeballer mit großen Waffen ist krass übertrieben. Die Sprüche mögen cool sein, aber bei den gewollt stereotypen Charakteren kann man das kaum ernst nehmen. Nicht einmal Paul Bettanys markige Sprüche, und das obwohl Paul Bettany Paul Bettany ist. Handlung und Charakterzeichnung machen aus der Grundidee ein kleines Trash-Fest. Der Genrekollege God’s Army – Die letzte Schlacht aus dem Jahr 1995 war etwas weniger gewollt und in your face und hatte einige clevere Ideen. Dort sind die Engel zwar auch soldatenhaft, haben aber eine interessante Charakterzeichnung. Sie treten incognito auf, sind durchaus verletzbar, haben interessante biologische Züge – so sind sie beispielsweise Hermaphroditen und stellen sich nicht so plump hin und ballern mit großen Wummen um sich. Immerhin darf Doug Jones auch hier wieder eine Rolle meisterhaft spielen – er ist der besessene Eismann, bei dem man dann doch ein bisschen Gänsehaut bekommt.

Legion, USA, 2010, Scott Charles Stewart, 100 min, (5/10)

Sternchen-5

Melancholia

Lars von Trier wurde so ziemlich genau nach Erscheinen von Melancholia zum enfant terrible des anspruchsvollen Kinos. Sein Film selber ist aufrüttelnd und unbequem, aber in wunderschöne Bilder gepackt, die ihn mindestens genauso umstritten machen. Passenderweise ist er voller Gegensätze. Justine (Kirsten Dunst) feiert auf dem Anwesen ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihres Schwagers John (Kiefer Sutherland) ihre Hochzeit als ein rauschendes Fest. Was eigentlich der glücklichste Tag in ihrem Leben sein sollte, treibt sie nicht zuletzt aufgrund der übellaunigen Gäste in eine tiefe Depression. Durch diese und eine Anzahl an Übersprungshandlungen verliert sie an einem Abend ihren Job, ihren Ehemann und ihren Verstand. Zuvor hatte sie die Vision einer Apokalypse – ihre private ist bereits eingetreten. Während der Hochzeit sieht sie einen hellen Stern am Himmel. Einige Zeit später wurde dieser als vagabundierender Planet identifiziert, der der Erde gefährlich nahe kommt. Claire holt Justine zu sich, die so depressiv ist, dass sie sich kaum um sich selbst kümmern kann. Als sich Claires Ängste bewahrheiten und der Planet, genannt Melancholia, gefährlich auf die Erde zubewegt, beginnt sich Justines Zustand zu verbessern. Was für eine bittere Ironie, dass es ihr zusehends besser geht, während sich das Ende allen Lebens bedrohlich nähert. Melancholia ist ein unter seinen Bildern, Metaphern und seiner glatten Haube schonungsloser und vor Allem hoffnungsloser Film über Depression und die Erlösung aus einem untragbaren Zustand, der fast an Ironie und Sarkasmus kratzt.

Melancholia, Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland, 2011, Lars von Trier, 135 min, (8/10)

Sternchen-8

„Melancholia (2011) – Official Trailer [HD]“, via triviatrailers (Youtube)

Das ist das Ende

Et violà – ein Film, der inmitten den Apokalypse spielt. Nur will das nicht jeder so recht glauben. Jay Baruchel reist zu seinem Kumpel Seth Rogen. Ihre Freundschaft ist nicht mehr dieselbe. „Sie haben sich etwas auseinander gelebt“. Baruchel glaubt, dass Rogen nur noch Projekte mit James Franco macht und den hält er für einen pathetischen Spinner. Aber wie es eben so kommt landen beide auf James Francos Anwesen zusammen mit anderen Stars und Sternchen wie Rihanna und Michael Cera bei einer großen Party mit vielen fragwürdigen Substanzen. Während Baruchel versucht guten Willen zu zeigen und Rogen versucht zu beweisen, dass seine neuen anderen Kumpels nicht alle Artshit-Möchtegerne sind, bricht wundersamerweise die Apocalypse los. Undzwar die von der biblischen Sorte. Wer wollte nicht schon immer sehen wie massenweise gehypte Jungdarsteller aus mehr oder weniger guten Streifen in den Höllenschlund hinabgezogen werden?

Der derbe Witz hat einen gewissen Reiz. Die Umsetzung schwankt zwischen peinlichen Pipi-Kacka-Witzen und Dauer-Gekiffe bis hin zu wirklichen witzigen und herrlich schrägen und übertriebenen Ideen. Wenn Emma Watson den Laden in Survival-Stimmung aufmischt und Jonah Hill sich durch seine engelsgleich gespielte Boshaftigkeit ein Tête-á-tête mit einem Dämon verdient und v.A. wenn Channing Tatum wieder auftaucht, dann sind die Lacher garantiert. Denn das große Plus ist, dass die Darsteller sich selber spielen und das mit viel Attitüde zum über sich selber lachen und Vorurteile auf die Spitze treiben. Aber leider rutscht der Film massenhaft ins niveaulose und vorhersehbare ab, so als ob man Kitt gesucht hätte, der die Lücken stopft. Schade!

Das ist das Ende (OT: This Is the End), USA, 2013, Seth Rogen/Evan Goldberg, 107 min, (5/10)

Sternchen-5

Hui … es gibt noch soviele andere Vertreter die sich des schwierigen Themas „das Ende aller Tage“ angenommen haben. Die Ideen wie es mal mit uns zu Ende geht sind vielfältig. Viele davon ziehen ein naheliegendes und zermürbendes Fazit: dass es zwangsläufig durch den Menschen ausgelöst wird, auf die eine oder andere Art. Krieg, Missbrauch von Wissenschaft und Forschung oder Umweltkatastrophen, die der Menschen über lange Zeit selber herbeigeführt hat. In manchen Szenarien spielt es gar keine Rolle – siehe ‚The Road‘. Da geht es v.A. darum wie die Menschen damit umgehen, was stellenweise einem Krimi gleicht und einer grausamen Parabel auf Menschlichkeit und was das überhaupt bedeutet. Ich hoffe es ist mir gelungen alle Facetten des Gedankenspiels zusammenzutragen, auch wenn es noch wahnsinnig viele Vertreter des Genres Endzeit-Film gibt, die man entdecken kann. Da gibt es welche die das Thema humorig angehen wie ‚This is the End‘ oder welche die das Ende gar als Erlösung begreifen, siehe ‚Melancholia‘. Filme, die vor der Apocalypse spielen (‚Dr. Seltsam, …‘), welche die währenddessen spielen (‚This is the End‘, ‚The End of Evangelion‘) und welche die danach einsetzen (’28 Days Later‘, ‚The Road‘). Welche könnt ihr empfehlen? Gibt es Filme die alles anders machen als die üblichen Vertreter?

„7ème art“ (Sprich: septième art) heißt „siebte Kunst“. Gemäß der Klassifikation der Künste handelt es sich hierbei um das Kino. In dieser Kategorie meines Blogs widme ich mich also Filmen – evtl. dehne ich den Begriff dabei etwas. Regulär stelle ich zwischen dem 1. und 5. jeden Monats jeweils 7 Filme in kurzen Reviews vor.