Miss Booleana

7ème art: Animationsfilme für Erwachsene

Posted by in 1954, 1973, 1982, 1986, 2006, 2007, 2008, 7ème art, Animationsfilm, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Deutschland, Dokumentation, Drama, Expressionistischer Film, Fantasy, Film, Frankreich, Genreübergreifend, Horror und Mystery, Israel, Japan, Kriegsfilm, Literaturverfilmung, Review, Schwarzweißfilm, Spielfilm, Thriller, Tragikomödie, UK

Oh man. Ich tue mich mit Schubladendenken schwer. „Animationsfilme für ein erwachsenes Publikum“ oder „für Erwachsene“ klingt zwangsläufig immer nach Erotikfilm, Porno oder Hentai. Gemeint sind aber Filme, die animiert sind und die komplexe und komplizierte Themen behandeln, die für Kinder noch zu hart, schwermütig und aufgrund mangelnder Lebenserfahrung nicht zu begreifen sind. Dabei verschwimmen die Grenzen aber natürlich extrem. Das ist das, was ich mit Schubladendenken meine und was ich insbesondere auf Animationsfilme bezogen gar nicht mag. Es gibt soviele wunderbare Animationsfilme, die ich noch als Erwachsene gern schaue…read more

Neulich im Kino … Filmbesprechung zu „Dunkirk“

Posted by in 2017, basiert auf wahren Begebenheiten, Film, Frankreich, Kriegsfilm, Niederlande, Review, Spielfilm, UK, USA

Christopher Nolan war einige Zeit ein Held der Cineasten. Er hat moderne Filme mit ordentlichem Handwerkszeug gemacht, die gerne etwas Köpfchen erfordern. Beispielsweise die nicht-lineare Erzählweise von Memento. Oder die visuellen Effekte von Inception. Aber im Laufe der Zeit wurde er auch ein bisschen das Hass-Objekt der Cineasten, da sich manche seiner Stilmittel häuften und stark kopiert wurden bis sie in der Filmszene krass überstrapaziert wurden. Beispielsweise das charakteristische Dröhnen, dass seither jeden dritten Trailer bevölkert oder der Hang zu Twists und Cliffhangern. Aber er kann ja irgendwie nichts dafür,…read more

7ème art: Filme von Guy Ritchie

Posted by in 1998, 2000, 2002, 2008, 2009, 2015, 2017, 7ème art, Actionfilm, Deutschland, Fantasy, Film, Filmreihe, Gangsterfilm, Genreübergreifend, Heist/Caper Movie, Historic Fiction, Historienfilm, Italien, Komödie, Krimi und Noir, Literaturverfilmung, Review, RomCom, Spielfilm, Thriller, UK, USA

Guy Ritchie ist einer meiner Lieblingsregiesseure. Die Filme, deren Drehbücher er selbst verfasst, sind meistens komplexe und irrwitzige Gangstergeschichten. Die, bei denen er nicht selbst Feder führte, sind v.A. in letzter Zeit große, aber gute Actionkracher. Er hat Sherlock Holmes Dr. John Watson zu Actionhelden gemacht, sich fast an Madonna und diversen Remakes die Zähne ausgebissen und er versteht sein Handwerk. Wenn seine Vision in die Schnitte (cross cuts, match cuts, …) und Kameraarbeit (centre frame, …) fließt, dann gibt es in alleine einem Film mehr zu sehen als manche…read more

Neulich im Kino … Filmbesprechung zu „Baby Driver“

Posted by in 2017, Film, Gangsterfilm, Genreübergreifend, Heist/Caper Movie, Review, Spielfilm, UK, USA

Es fühlt sich so an, als ob Edgar Wright lange weg gewesen wäre. 2013 kam mit The Worlds End seine Blood and Ice Cream Trilogie zum Ende und leider hat die mich nicht so sehr abgeholt wie Hot Fuzz oder Shaun of the Dead. Und viele Kinobesuchern sahen das ähnlich. Als Baby Driver angekündigt wurde, war ich gelinde gesagt überrascht. Der Film scheint nicht seinem comedy-lastigen üblichen Beuteschema zu entsprechen. Auch nach dem Sehen habe ich den Eindruck. Aber zumindest eine Vermutung muss ich revidieren. Er war nicht weg, er…read more

7ème art: Musical-Filme

Posted by in 1939, 1952, 1964, 1965, 1971, 2000, 2001, 7ème art, Arthouse & Indie, Australien, basiert auf wahren Begebenheiten, Dänemark, Deutschland, Drama, Film, Finnland, Frankreich, Genreübergreifend, Island, Musical, Niederlande, Norwegen, Review, Schweden, UK, USA

Oft heißt es selbst in Filmfan-Kreisen „Oh nein! Da wird gesungen, oder?“ Dass scheint tatsächlich das eine oder andere Mal ein Ausschlusskriterium zu sein. Von den einen gehasst, von den anderen geliebt. Dabei sieht man Musicalfilmen wie ‚Singin‘ in the Rain‘ diesen wunderbaren Glamour vergangener Zeiten an. Da wird getanzt und gesteppt, da waren Schauspieler Entertainer, die ohne Effektgewitter auskommen mussten. Filme wie ‚Dancer in the Dark‘ oder ‚Moulin Rouge!‘ beweisen außerdem, dass man die Stoffe ins Heute verlegen und mit den Liedern trotzdem berühren kann. Es muss nicht immer…read more

Fantastischer Film: Hot Fuzz

Posted by in 2007, Fantastische Filme, Film, Komödie, Review, Thriller, UK

Nicholas Angel (Simon Pegg) hat nicht nur einen bezaubernden Namen, sondern ist auch noch ein Vorzeige-Polizist. Mit der Anzahl seiner Abzeichen und Qualifikationen, sowie mit seiner Auflösungsquote stellt er seine Kollegen in den Schatten. Und weil die das nicht so toll finden, versetzen sie ihn kurzerhand in das beschauliche Örtchen Sandford, in dem die Zahl der Verbrechen frappierend gering ist. Dementsprechend sind die Beamten in Sandford eher ein verschlafener, gutgläubiger Haufen. Nick steht dabei Danny Butterman (Nick Frost), der Sohn des Inspektors, als Kollege zur Seite. Der steht zwar auf…read more

Neulich im Kino … Review zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“

Posted by in 2016, Drama, Film, Literaturverfilmung, Review, Spanien, Spielfilm, UK, USA

Patrick Ness‘ Jugendbuch ist total an mir vorbei gegangen. Erst als bereits der Trailer zum Film draußen war, wurde ich darauf aufmerksam, habe es aber nicht mehr geschafft es zu lesen. Dass ich nicht darauf aufmerksam wurde, ist seltsam, denn normalerweise klappt das meistens dank der Blogosphäre. 😉 Dass ich es trotzdem irgendwann der Sammlung hinzufügen werde, steht aber schon fest, denn die Illustrationen sehen wunderbar aus. Und wird der Film dem gerecht? Kritik ist spoilerfrei. Regiesseur Juan Antonio Bayona dürfte den meisten durch seine Filme Das Waisenhaus und The…read more

7ème art: Filme von Tim Burton

Posted by in 1989, 1990, 1994, 2003, 2005, 2012, 2016, 7ème art, Abenteuer, Animationsfilm, Arthouse & Indie, Australien, basiert auf wahren Begebenheiten, Belgien, Coming-of-Age, Film, Genreübergreifend, Horror und Mystery, Komödie, Literaturverfilmung, Märchen, Review, Schwarze Komödie, Schwarzweißfilm, Spielfilm, Stop-Motion, Superheldenfilm, Tragikomödie, UK, USA

Wenn man in den 90ern oder anfang der 2000er gefragt hat: Wer ist dein Lieblingsregiesseur? Hat man neben den üblichen Verdächtigen wie Steven Spielberg von sehr sehr vielen Menschen gehört: Tim Burton. Insbesondere meine Generation, damals Teenager, waren besessen von Tim Burton. Der Mann hat eine große Begeisterung für das Märchen voller zweifelhafter Antihelden, düster-morbide Stoffe und Außenseiter. Er widmet sich den gebeutelten und dem Grotesken und dafür wird er heiß geliebt, obwohl (und gerade weil) er in den Hollywoood-Glamour und -Rummel nicht so richtig reinpassen will. Sein Werdegang liest…read more

7ème art: Filme, die an einem Ort spielen

Posted by in 1957, 1997, 2003, 2010, 2012, 2013, 2015, 7ème art, Arthouse & Indie, Dänemark, Drama, Film, Finnland, Frankreich, Horror und Mystery, Kanada, Niederlande, Norwegen, Psychothriller, Review, Schwarzweißfilm, Schweden, Spanien, Spielfilm, Thriller, Tragikomödie, UK, USA

Es gibt beim Film Herausforderungen, die für sich sprechen. Dreht man beispielsweise einen Film an genau einem Handlungsort, dann sind die Ansprüche an alle anderen Aspekte umso größer. Man kann nur durch wenige Schauwerte überzeugen. Meistens sind Filme, die an einem Ort spielen daher welche mit einem besonders ausgefeilten Drehbuch. Kammerspiele sozusagen. Sie müssen manchmal mit wenig Ressourcen und Darstellern auskommen. Diese filmischen Experimente sind sich manchmal erstaunlich ähnlich, andere überraschen umso mehr durch die Restriktionen. In einem Haus, einem Auto, einem Würfel, ja sogar in einem Sarg spielen die…read more

7ème art: John Hurt

Posted by in 1978, 1979, 1980, 1984, 2004, 2005, 2013, 7ème art, Actionfilm, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Deutschland, Drama, Fantasy, Film, Frankreich, Horror und Mystery, Krimi und Noir, Literaturverfilmung, Review, Science-Fiction, Spielfilm, Südkorea, Superheldenfilm, Tschechien, UK, USA

Die Welt kennt John Hurt schon eine ganze Weile. Ich nicht. Als ich anfing ein richtiger Kino-Enthusiast zu werden, begegnete er mir in ‚Hellboy‘ und ‚Der verbotene Schlüssel‘. Es klingt naiv, aber was soll ich sagen – ich fand ihn toll. Dann kam ‚V wie Vendetta‘ und ‚Dame, König, As, Spion‘. Ich merkte schnell, dass er ein klassischer, großer Charakterdarsteller ist. Ich wusste ich würde ihn nie als den witzigen alten Mann von nebenan in einer schlechten Slapstick-Komödie sehen. Und dann fing er an für mich ein Qualitätsmerkmal zu werden….read more