Miss Booleana

Neulich im Kino … Filmbesprechung zu „A Quiet Place“

Posted by in 2018, Endzeitfilm, Film, Horror und Mystery, Review, Spielfilm, USA

Seufz. Wieviele Filme habe ich durch krank sein und später Umzugskartons packen verpasst? Die letzten Wochen waren etwas stressig. Viele Indie-Filme, die ich unbedingt sehen wollte, sind mir durch die Lappen gegangen. Kennt ihr das, wenn man nach einer Weile mal wieder ins Kino geht? Wenn man schon danach lächzte? „A Quiet Place“ ist zwar keiner der wunderbaren Indie-Filme, die ich mir geben wollte, aber wenigstens ist mir der Horror-Thriller nicht durch die Lappen gegangen, der hat nämlich ein interessantes Konzept. Er spielt mit Stille. Review ist spoilerfrei. Der Film…read more

ausgelesen: Kyōko Okazaki „Helter Skelter“

Posted by in ausgelesen, Review

Kyōko Okazakis Manga Helter Skelter wurde neulich mal auf einer Liste ungewöhnlicher Comics und Manga gelistet und hat dadurch auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ungewöhnlich heißt in dem Fall, dass sich die Werke durch ihre Themen und/oder ihren Stil von Genrekollegen absetzen. Manga mit ernsten Themen sind eigentlich keine Seltenheit, aber Helter Skelter ist wohl die Abrechnung mit dem Model-Business schlechthin. Okazakis Manga handelt von Ririko, einem bekannten japanischen Model, hinter deren Namen in den Klatschzeitungen sowas steht wie „Alter unbekannt“. Sie schauspielert auch mal und singt. Aber sie…read more

Serien-Besprechung: „Violet Evergarden“, der Anime, das World-Building und die Typografie

Posted by in Review, Serienlandschaft

Bereits 2017 pfiffen die Spatzen von den Dächern, dass Kyoto Animation die gefeierte Light-Novel-Reihe von Akiko Takase namens „Violet Evergarden“ (ヴァイオレット・エヴァーガーデン) als Anime produzieren würde. Und Kyoto Animation steht seit einigen Jahren für Qualität. Nicht zuletzt, weil sie ihre Zeichner/Animatoren nicht per Frame bezahlen, sondern über ein vereinbartes Gehalt. So entsteht nicht der Drang der Quantität und das schlägt sich in der Arbeit nieder. Trotzdem hat mich das Studio bisher mit seinen Stoffen wenig tangiert. Es ist beispielsweise bekannt für „Free!“ und „K-On!“, denen allerdings niemand ihre dynamischen und hoch-qualitativen…read more

7ème art: Robin Williams II

Posted by in 1980, 1982, 1996, 1998, 2004, 2006, 2014, 7ème art, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Deutschland, Drama, Fantasy, Film, Kanada, Komödie, Literaturverfilmung, Musical, Review, Schwarze Komödie, Science-Fiction, Spielfilm, UK, USA

Als ich vor einer Weile ‚Garp und wie er die Welt sah‘ las, sah ich vor meinem inneren Auge immer Robin Williams als Garp. Das passiert mir schnell, wenn ich weiß, dass ein bestimmter Schauspieler eine Rolle in einer Literaturadaption spielt. Deswegen mache ich meist einen Bogen um solche Details, wenn ich noch vor habe ein bestimmtes Buch zu lesen. Aber in dem Fall war es mir egal. Robin Williams ist ein Kindheitsheld, mein DVD-Regal ist voll von seinen Filmen. Ich hab ‚Garp‘ mit einem lachenden und einem weinenden Auge…read more

ausgelesen: Bernhard Schlink „Olga“

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Olga Rinke wächst in Armut im deutschen Kaiserreich auf. Nach dem Tod ihrer Eltern wohnt sie bei ihrer Großmutter väterlicherseits, die Olgas Mutter nie schätzte, genauso wie deren Herkunft und den slawischen Namen „Olga“. Sie will, dass das Mädchen den Namen ablegt und von nun an einen guten deutschen Namen annimmt. Edeltraud, Hildegard oder Helga. Aber Olga weigert sich. Die Großmutter hält sie von da an für undankbar und schwierig. Olga hat aber einfach ein Verständnis für Treue, Loyalität, ihre Herkunft. Sie ist wissensdurstig und diszipliniert. Sie gibt nicht viel…read more

Serien-Besprechung: „Outlander“ S3 & „Sankt Maik“ S1

Posted by in Review, Serienlandschaft

Die Schere geht heute weit auseinander. Nicht, was die Bewertung betrifft, sondern wann ich die Serien geschaut habe. „Outlander“ Staffel 3 habe ich irgendwann zur Free-TV-Ausstrahlung letztes Jahr geschaut. Die deutsche Serie „Sankt Maik“ aber gerade letzte Woche erst zu Ende geschaut. Der gemeinsame Nenner der beiden Serien ist, dass sie schnell als Frauen-Serien abgestempelt werden, mit Sicherheit Guilty-Pleasure-Potential haben, aber ich so einige Vorurteile hatte bezüglich ihrer Qualität. Bei „Outlander“ bin ich dadurch gebrandmarkt, dass die zweite Staffel teilweise eine ziemliche Farce war. Bei „Sankt Maik“ war ich vorsichtig,…read more

Das gehörte Wort … „Der Fall Charles Dexter Ward“ von H.P. Lovecraft – Hörbuch-Besprechung

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Neun Monate H.P. Lovecraft neigten sich im Dezember 2017 dem Ende entgegen. Der letzte Streich war für mich der neunte Teil der ‚Bibliothek des Schreckens‘ aus dem Hause LPL records mit einer wohl sehr bekannten Geschichte Lovecrafts: ‚Der Fall Charles Dexter Ward‘. Und soviel darf vor der Besprechung gespoilert werden: es war der gelungene Abschluss einer düsteren Reise. Marinus Bicknell Willett ist der Name des Hausarztes der Familie Ward. Und wie so oft im lovecraftschem Horror ist der Erzähler nicht derjenige, den der Horror befällt. So musste Willett zuschauen wie…read more

Fantastischer Film: Mr Long

Posted by in 2017, Arthouse & Indie, China, Deutschland, Fantastische Filme, Film, Japan, Review, Spielfilm, Taiwan, Tragikomödie

Mr Long (Chen Chang) ist ein Auftragskiller. Schnell, effizient, unauffällig. Seine weapon of choice ist ein kurzes Messer. In Taiwan nimmt er den Auftrag an einen japanischen Gangster zu töten, der in der Szene gerade aufsteigt. Scheinbar ist der sich seines Aufstiegskampfes aber bewusst und kann Long abwehren und schwer verletzen. Long kann aber entkommen. Irgendwo in Japan findet ihn der kleine Jun (Run-yin Bai), bringt ihm Essen und Medizin und hängt sich an den wortkargen Fremden. Als der was für Jun und sich kocht, wird die ganze Nachbarschaft auf…read more

ausgelesen: Margaret Atwood „The Handmaid’s Tale“ (engl. Ausgabe)

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Als der Leser Offred kennenlernt, die Protagonistin von Margaret Atwoods The Handmaid’s Tale, weiß man nichts. Nicht mal ihren Namen. Es sei denn man hat Vorwissen über das Buch allgemein oder seine Adaptionen als Film und Serie. Offred wird einem Haushalt zugewiesen. Die Dienerschaft scheint sie nicht besonders zu schätzen. Die Dame des Haus, Serena-Joy, ebenso wenig. Den Commander sieht sie anfangs kaum. Offred ist eine Handmaid und darf sich ausschließlich mit ihrem roten Habit kleiden und einer Haube, die so ausgerichtet ist, dass es schwer ist ihr Gesicht zu…read more

Neulich im Kino … Filmbesprechung zu „Call Me by Your Name“

Posted by in 2017, Brasilien, Coming-of-Age, Film, Frankreich, Italien, Liebesfilm, Literaturverfilmung, Review, Spielfilm, USA

Die Atmosphäre in den Trailern zu „Call Me by Your Name“ hat bei mir irgendwie einen Nerv getroffen. Ein einfühlsam erzähltes Drama über eine schwierige erste Liebe, wenn nicht sogar eine unmögliche erste Liebe unter der Sonne Italiens. Das weckt Erinnerungen an glückliche oder unglückliche Liebe, die von Anfang an ein Ablaufdatum hat und dafür prädestiniert ist, bittersüße Erinnerungen zu hinterlassen. Wenn ich mich jetzt als Armie-Hammer-Fangirl oute, ist noch klarer, warum ich so enttäuscht war, dass der Film in deutschen Kinos verhältnismäßig spät anlief. Jetzt war es endlich soweit….read more