Miss Booleana

Filmbesprechung „Family of Strangers“ & „A Girl Missing“ (Nippon Connection 2021)

Posted by in 2019, Drama, Film, Frankreich, Japan, Literaturverfilmung, Review, Spielfilm

Der Stapel an Besprechungen zur diesjährigen Nippon Connection schrumpft langsam, aber ein paar sind noch übrig. Gemeinsamer Nenner der heute besprochenen Filme ist, dass sie zum Festivalthema 2021 passen: „Family Matters“. Das doppeldeutige Motto wurde zum Festival wunderbar durch verschiedenste Filme präsentiert. Die beiden heute gehören zu der Sorte Film, die sehr dramatisch ist und die Protagonist*innen wie Zuschauende vor moralische Zwickmühlen stellt, die einem fast den Magen umdrehen. Besprechungen sind spoilerfrei. Family of Strangers Regisseur Hideyuki Hirayama hat mit Family of Strangers einen Roman von Hosei Hahakigi adaptiert, in…read more

Filmbesprechung „The Witches Of The Orient“ & „Me and the Cult Leader“ (Nippon Connection 2021)

Posted by in 2020, 2021, basiert auf wahren Begebenheiten, Dokumentation, Film, Frankreich, Japan, Review, Roadmovie

Es ist bereits das dritte Mal, dass ich dem japanischen Filmfest „Nippon Connection“ beiwohnen durfte. Und davon das zweite Mal online. Jedes Mal bin ich vom Programm und der Themenvielfalt begeistert. Meist zieht es mich ja doch eher zur Fiction, statt zu Dokumentarfilmen, aber die „Nippon Docs“ waren auch dieses Jahr wieder vielfältig. So auch die Filme, die ich heute besprechen möchte. Zwei Stichworte: Volleyball, Sekte. Nicht im Zusammenhang miteinander 😉 Besprechungen sind spoilerfrei, soweit das sinnvoll ist. The Witches Of The Orient Uh oh – ein französischer Film im…read more

Filmbesprechung „Identifying Features“ & „Quo Vadis, Aida?“ (LICHTER 2021)

Posted by in 2020, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Drama, Film, Frankreich, Kriegsfilm, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Review, Rumänien, Spanien, Spielfilm

Normalerweise findet das Lichter Filmfest in Frankfurt statt. Pandemiebedingt dieses Jahr aber deutschlandweit, online und on-demand, weswegen ich dankbarerweise auch dabei sein konnte. Zwei Filme habe ich mir aufgehoben (das Beste zum Schluss?): die beiden, die mir sehr nahe gingen. Eine weitere Gemeinsamkeit der Filme ist, dass beide von Regisseurinnen gedreht wurden und verhältnismäßig starker Tobak sind. Die Besprechungen sind selbstverständlich spoilerfrei. Identifying Features Man soll andere Besprechungen nicht zitieren und vor Allem soll man sich eine eigene Meinung bilden. Aber die Beschreibung des Guardian passt einfach zu gut: social-realist…read more

Filmbesprechung „Proxima – Die Astronautin“ & „Trübe Wolken“ (LICHTER 2021)

Posted by in 2020, 2021, Arthouse & Indie, Coming-of-Age, Deutschland, Drama, Film, Frankreich, Genreübergreifend, Krimi und Noir, Review, Spielfilm

Ende April/Anfang Mai fand das Lichter Filmfest online und on-demand statt. Normalerweise ist Frankfurt bei mir nicht so um die Ecke – online sieht das aber anders aus. Die Pandemie hat es uns genommen und gegeben. Es war eine sehr schöne Gelegenheit um einige großartige Filme zu schauen. Gemeinsamer Nenner der heute besprochenen ist dass sie (zumindest anteilig) deutsche Produktionen sind. Die Besprechungen sind spoilerfrei. Proxima – Die Astronautin Französin Sarah (Eva Green) wird als Astronautin für die Proxima-Mission und den Aufenthalt auf der ISS ausgewählt. Das stellt sie als…read more

Filmbesprechung „The Man Who Sold His Skin“ (LICHTER 2021)

Posted by in 2020, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Belgien, Deutschland, Film, Frankreich, Genreübergreifend, Review, Schweden, Tunesien

Ende April bis Anfang Mai fand das Lichter Filmfest in bzw aus Frankfurt online und on-demand statt. So war es für mich das erste Mal bei LICHTER und das Programm hat mich echt beeindruckt. Besonders gespannt war ich neben Mogul Mowgli auf „The Man Who Sold His Skin“, der auch nur zwei Wochen zuvor für einen Oscar als bester internationaler Film nominiert war, der dann aber nach Dänemark ging. Die Besprechung sind spoilerfrei. Nachdem auf seinen Rücken ein Kunstwerk eines namhaften Künstlers tätowiert wurde, schauen alle hin. Wäre Sami (Yahya…read more

7ème art: LGBTQ+ Filme

Posted by in 2010, 2013, 2014, 2017, 2018, 2019, 7ème art, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Chile, Coming-of-Age, Coming-of-Age, Deutschland, Drama, Feelgood-Movie, Film, Frankreich, Genreübergreifend, Komödie, Liebesfilm, Literaturverfilmung, Milieustudie, Review, Spanien, Spielfilm, UK, USA

Es war längst überfällig, dass ich zum Thema Repräsentation von LGBTQ+ in Filmen eine 7ème art mache. Warum? Weil ich viele Filme in der Richtung gesehen habe. Als ich zur Schule ging, wurde „schwul“ und „lesbisch“ wie ein Schimpfwort benutzt und jede*r hat versucht Mobbing in der Richtung aus dem Weg zu gehen und den Verdacht nicht aufkommen zu lassen. Ich fand das schon immer falsch. Aber auch damals: unser Abijahrgang hat einen Schulausflug ins Kino gemacht, um Brokeback Mountain zu schauen. Dinge ändern sich. Und Filme können dabei helfen…read more

7ème art: Filme von Kathryn Bigelow

Posted by in 1987, 1990, 1991, 1995, 2000, 2012, 2017, 7ème art, Actionfilm, basiert auf wahren Begebenheiten, Drama, Film, Frankreich, Gangsterfilm, Historic Fiction, Horror und Mystery, Kriegsfilm, Literaturverfilmung, Milieustudie, Psychothriller, Review, Roadmovie, Spielfilm, Thriller, USA, Western

Anlässlich des Frauentages nächste Woche nahm ich mir vor mal wieder die Filmografie einer Frau zu betrachten, gerne einer Regisseurin. Und wer jetzt schon tief einatmet: ja natürlich! Es braucht dazu keinesfalls den Frauentag als Anlass. Aber schaden kann es ja auch nicht. 😉 Als ich mal in meiner Bubble rumfragte, fielen meinen filmbewanderten Freunden (und mir) einige Regisseurinnen ein. Here’s the catch: die meisten haben keine sieben Filme in ihrer Filmografie (und die setze ich hier als Regel voraus, oh my!) Offenbar gibt es sie immer noch – die…read more

Noirvember 2020 – Filmbesprechung zu „Fahrstuhl zum Schafott“ & Fazit

Posted by in 1958, Film, Frankreich, Krimi und Noir, Literaturverfilmung, Roadmovie, Schwarzweißfilm, Serienlandschaft, Spielfilm

Das war es nun! Gestern habe ich meinen letzten Noirvember-Film geschaut und damit auch die letzte Challenge für dieses Jahr abgehakt. Perfide Mordpläne, Ermittler mit Hut, schummrige Gassen, atemlose Verfolgungsjagden, menschliche Abgründe. Und wie war es jetzt rückblickend? Fahrstuhl zum Schafott Film noir oder Nouvelle Vague? Oder vielleicht sogar beides? Mit Fahrstuhl zum Schafott gab Louis Malle sein Regiedebut (mit alleiniger Regiearbeit). Maurice Ronet spielt darin den Ingenieur Julien Tavernier, der mit der Frau seines Chefs eine Affäre hat. Florence (Jeanne Moreau) und er planen ihren Mann aus dem Weg…read more

7ème art: Black Lives Matter

Posted by in 2014, 2017, 2018, 2019, 7ème art, Arthouse & Indie, basiert auf wahren Begebenheiten, Belgien, Dokumentation, Drama, Film, Frankreich, Komödie, Liebesfilm, Milieustudie, Review, Schweiz, Science-Fiction, Spielfilm, USA

#BlackLivesMatter ist eine Bewegung, die es nicht erst seit dem erschütterndem Tod von George Floyd gibt. Seit 2013 spricht sich #BlackLivesMatter gegen die unsichtbaren Barrieren aus, die schwarzen Mitbürgern sogar das Leben kosten kann. Von Racial Profiling über Polizeigewalt und Diskriminierung. Täusche ich mich, oder gibt es insbesondere seitdem sich die Medien trauen über Polizeigewalt zu berichten und seit des Aufkommens der #BlackLivesMatter-Bewegung deutlich mehr wachrüttelnde Filme auf der großen Leinwand? Auch ich bin durch #BlackLivesMatter wach geworden – der Preis ist hoch, das Thema kann kaum aktueller und dringlicher…read more

7ème art: Filme von Jane Campion

Posted by in 1982, 1990, 1996, 1999, 2003, 2006, 2009, 7ème art, Arthouse & Indie, Australien, basiert auf wahren Begebenheiten, Biografie, Drama, Film, Frankreich, Historienfilm, Krimi und Noir, Kurzfilm, Liebesfilm, Literaturverfilmung, Neuseeland, Review, Spielfilm, UK, USA

Obwohl Das Piano kurze Zeit später einer meiner Lieblingsfilme werden sollte, war meine erste Begegnung mit Jane Campion ihre Serie Top of the Lake. Darin spricht sie schonungslos Themen wie verweigertes Selbstbestimmungsrecht, Missbrauch, Prostitution und Einwanderung an – und das mit zahlreichen weiblichen Hauptrollen und verschiedenen Rollenbildern. Dabei machte sie schmerzlich klar, dass diese Themen teilweise nur hinter einem dünnen Schleier aus angeblicher Kultiviertheit verborgen sind. Aber eben immer noch da. Ich bewunderte sie unendlich für so rigorose, fast schonungslos brutale Stoffe, die trotzdem voller zarter Momente sind. Immer wenn…read more