Miss Booleana

Serien-Besprechung: „Schitt’s Creek“ Season 5

Posted by in Review, Serienlandschaft

Als in Staffel 1 die überspannte, ehemals reiche Familie Rose im Ort „Schitts Creek“ aufschlägt und von vorn anfangen muss, nachdem sie all ihr Hab und Gut verloren haben, hat mich der Humor noch nicht so richtig gekriegt. Die Satire auf das „Reality-TV über reiche Leute“ wirkte zu sehr so als ob man eigentlich die Bevölkerung von „Schitt’s Creek“ persifliert statt der reichen und allürenbehafteten Roses. Mit der langsamen Erwärmung der Familie für ihre neuen Freunde und ihr Zuhause-wider-Willen gefällt der Ton ab Staffel 2 deutlich besser. Spätestens ab Staffel…read more

ausgelesen: Steven Hall „Maxwells Dämon“

Posted by in ausgelesen, Review

Wollt ihr mal was ganz seltsames hören? Es ist wie ich in unserem Buchclub gemerkt habe sehr schwierig zu erklären wie abgefahren Steven Halls Maxwells Dämon ist ohne dabei zu spoilern. Man kann natürlich darüber reden, aber vielleicht nicht rüberbringen, was so cool daran ist. Aber weder das eine noch das andere gelingt dem Klappentext der deutschen Ausgabe, der einfach mal voller Ungenauigkeiten ist. Sicherlich bemüht in dem Unterfangen den Inhalt irgendwie verständlich und cool anzuteasern, ohne zu spoilern. Was rausgekommen ist, ist nicht grundsätzlich falsch, aber sagen wir mal…read more

Fantastischer Film: Die Familie Claus

Posted by in 2020, Belgien, Coming-of-Age, Fantastische Filme, Film, Review, Spielfilm

Kurz vor Weihnachten zieht Mutter Suzanne (Bracha van Doesburgh) mit ihren Kindern um. Neuer Job, neue Stadt, näher am Opa (Jan Decleir). Während ihre kleine Tochter fragt, wann sie den Weihnachtsbaum aufstellen, sie dekorieren und wann der Weihnachtsmann kommt, ist für ihren älteren Bruder Jules (Mo Bakker) Weihnachten kein Thema mehr. Seit des Todes ihres Vaters wird Weihnachten eh nie wieder so sein wie früher, sagt er. Für Suzanne doppelt schwer, weil vollkommen gegensätzliche Meinungen und mittendrin sie, die doch eigentlich auch trauert. Während sie ihre ersten Tage in der…read more

ausgelesen: Margaret Atwood „Der blinde Mörder“

Posted by in ausgelesen, Review

In Filmen gelten meist die jungen und schönen als schick und Protagonist*innen-Material. Eine alte, gebrechliche Frau trifft man gar nicht so wirklich oft als Erzählerin an. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sogar eher noch ein alter Mann solches Protagonistenmaterial ist. Vielleicht ist das aber auch ein Bias, weil ich hoffentlich mal eine sehr alte Frau sein darf und mir Relevanz für diese wie auch alle anderen älteren Damen wünsche. In Margaret Atwoods Der blinde Mörder ist unsere Erzählerin die betagte Iris. Während sie sich von Arzttermin zu Anwaltstermin zu…read more

Serien-Besprechung: „Schitt’s Creek“ Season 4

Posted by in Review, Serienlandschaft

In der Besprechung zur dritten Staffel habe ich es schon gesagt: ich bin am Haken. Es lohnt sich an der Serie dranzubleiben, auch wenn einem die erste Staffel noch nicht so wahnsinnig gefallen hat. Zumindest ich bin seit der dritten Staffel im Binge-Modus. Wie gehts weiter für die Roses und ihre Freunde und Kollegen in „Schitt’s Creek“? Besprechung ist weitestgehend spoilerfrei für die vierte Staffel, leider nicht für vorherige. Das kann man wohl einen Auftakt mit Paukenschlag nennen. Nachdem Johnny (Eugene Levy) mit Stevie (Emily Hampshire) zusammen das Hotel leitet,…read more

Serien-Besprechung: „Schitt’s Creek“ Season 3

Posted by in Review, Serienlandschaft

Die erste Staffel von „Schitt’s Creek“ fand ich gar nicht mal so witzig. Die Stereotype der ehemals verwöhnten und reichen Familie, die plötzlich in einem stinknormalen Umfeld mit weniger als Nichts klarkommen muss, hat natürlich ein schönes „fish out of water“-Feeling, aber manche Gags waren etwas verbraucht. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen wie die Serie später gegen ihr Ende in Staffel 6 mit sovielen Preisen überhäuft werden konnte, aber ich war auch neugierig genug, ob die Rosens die Kurve kriegen. In der zweiten Staffel sah ich das schon…read more

Serien-Besprechung: „Supernatural“ Season 3 (Rewatch)

Posted by in Review, Serienlandschaft

Was „Supernatural“ durchweg sehr gut beherrscht sind Cliffhanger. Auch Staffel 2 endete mit nicht nur einem großen Knall, sondern mit einer ich möchte sagen hoffnungslosen Lage. Und dann kam auch noch Pech dazu. Soviel darf ich schon mal verraten: Staffel 3 hat einige meiner absoluten Lieblingsszenen der ganzen Serie, etabliert deutlich Gag-Episoden und ist vom Ton her erwartungsgemäß düster. Die Besprechung ist spoilerfrei für die dritte Staffel, nicht aber vorherige.

Serien-Besprechung: „Flowers“ Season 1

Posted by in Review, Serienlandschaft

Bisher lief die Serie „Flowers“ ausschließlich beim britischen Sender Channel 4 und kann hierzulande nicht gestreamt werden. Glücklicherweise erschien die Serie auf Disc, sodass ich auch in den Genuss der schwarzen Komödie kam, die sich nicht nur, aber zu einem großen Teil, mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzt und wie die eigenwillige Familie „Flowers“ damit umgeht. Ich ging relativ unbedarft und mit wenig Vorwissen an die Serie. Was ich bekam war aber viel. Besprechung ist spoilerfrei.

Das gehörte Wort … Hörbuch-Besprechung zu „Meine Schwester, die Serienmörderin“ von Oyinkan Braithwaite

Posted by in Literatur, Review

Nachdem sich der Wirbel im Feuilleton und den Buchblogs gelegt hatte, griff auch ich zu Oyinkan Braithwaites Thriller „Meine Schwester, die Serienmörderin“ in Hörbuchform. Fast hätte die Unlust angesichts des Schwalls an Reviews und Besprechungen mich davon abgehalten zu dem Thriller zu greifen, aber letzten Endes siegte die Neugier auf einen Thriller einer nigerianisch-britischen Autorin, da ich mich doch inzwischen regelrecht schäme so wenig von afrikanischen Autor*innen gelesen zu haben oder Literatur, deren Schauplatz Afrika ist. Einen wirklichen Grund für die Wahl des Hörbuchs statt des Romans gab es nicht….read more

Filmbesprechung „his“ & „Under the Open Sky“ (Nippon Connection 2021)

Posted by in 2020, Drama, Film, Japan, Liebesfilm, Review, Spielfilm

Fokusthema der „Nippon Connection 2021“ (NC2021) war „Family Matters“ und widmete sich der Familie im japanischen Film. Und das auf vielfältige Art und Weise. „Klassische“, eingestaubte Rollenbilder werden hinterfragt und hinter die Kulisse der „Familienangelegenheiten“ geschaut. So auch in den zwei Filmen, die ich auf der NC2021 geschaut habe und heute spoilerfrei bespreche.