Miss Booleana

ausgelesen: Doug Dorst, J. J. Abrams „S.“ (engl. Ausgabe)

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Hin und wieder begegnet einem ein unverfilmbares Buch. In einer Filmbesprechung wurde beispielsweise mal Umberto Ecos Der Name der Rose als „unverfilmbar“ bezeichnet. Da liegt auch schon der Fehler, oder? Total fasziniert von der Selbstsicherheit der Behauptung und wie die Geschichte uns eines besseren belehrte, kam ich zu einem Schluss. Unverfilmbar ist kein Label, das gibt es nur in Abstufungen. Sowas wie schon eher gut verfilmbar oder echt schwierig verfilmbar. Aber unverfilmbar? Mit heutigen Mitteln? Nee, das kriegt man schon alles irgendwie hin. Die Frage ist eben nur wie. Dabei…read more

ausgelesen: Neil Gaiman „Zerbrechliche Dinge: Geschichten & Wunder“

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Neil Gaiman ist für mich seit Jahren ein Begleiter, den ich nicht missen möchte. Auch wenn seine Geschichten sehr zuverlässig nur so in 50% der Fälle bei mir zünden. Manchmal schätze ich ihn für seine Literatur, manchmal seine Ideen. Manchmal mehr für die Verfilmungen seiner Stoffe wie jüngst Sandman. Manchmal will ich gar nicht aufhören zu lesen wie nach American Gods. Manchmal brauche ich ein kleines Päuschen wie nach Niemalsland. Und in einigen Fällen ist nicht er allein es, der begeistert wie bei Good Omens. Gaiman ist überall. Und das ist…read more

ausgelesen: Alice Oseman „Loveless“ #LovelessLesen

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Diese Leserunde war lange geplant, wurde kurzfristig gestartet, war unaufwändig und entspannt. 🙂 Und dann war’s auch ganz plötzlich schon wieder vorbei! Irgendwie verhedderten sich Sandra, Mirko und ich auf Twitter in Diskussionen über Alice Osemans Bücher, Heartstopper im Speziellen (Serie und Comic) und blieben hängen bei „Wir wollen mal gemeinsam was von Alice Oseman lesen“. Die Wahl fiel auf ihren Young-Adult-Roman Loveless. U.a. weil der standalone ist, also für den man keine Kenntnisse der Figuren anderer Oseman-Bücher braucht. Unter #LovelessLesen könnt ihr noch heute unseren Eindrücke auf Twitter nachlesen….read more

ausgelesen: Iris Wolff „So tun, als ob es regnet“

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In Sommermonaten mit sehnsüchtigem Warten auf den nächsten Abkühlung versprechenden Regen lässt sich kaum ein Wortspiel auf den Titel von Iris Wolffs Buch vermeiden. So auch nicht in unserem Buchclub, in dem das Werk vorgeschlagen wurde. Wir wollen es nicht verheimlichen: das Cover zog uns an, dann der Inhalt. Auch so kann’s gehen. So tun, als ob es regnet erzählt keine Familiengeschichte im klassischen Sinn, aber ist ein „Roman in vier Erzählungen“, die sich jeweils einer Generation einer Familie widmen. Dabei stehen v.A. ihre Identitäten, Wünsche und Traumata angesichts des…read more

ausgelesen: Jane Austen „Anne Elliot“

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Als ich neulich den Trailer zur jüngsten Jane-Austen-Verfilmung aus dem Hause Netflix sah, wurde mir bewusst, dass ich das Buch zwar schon gelesen, aber hier nie besprochen habe. Es erschien unter dem Titel Anne Elliot, ist aber vielen Austen-Fans sicherlich v.A. unter Überredung oder Persuasion bekannt. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, findet sich auf dem deutsche Markt gar der Titel Anne Elliot oder die Kraft der Überredung. 🙂 Alles klar, oder? Anne Elliot ist auch der Name der Protagonistin von Jane Austens Roman. Überredung ist mehr der große Fehler,…read more

ausgelesen: Jeanette Winterson „Die steinernen Götter“

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Der Buchbubble und Buchblogs sei Dank konnte ich im Laufe der Jahre viel wunderbare Literatur kennenlernen und mich dadurch (wie ich gern glauben möchte) als Leserin weiterentwickeln.  Was sich auch weiterentwickelt hat ist meine To-Read-Liste. V.A. die Anzahl der Bücher darin. 🙂 Manchmal dauert es ein bisschen, aber vergessen werden all die Bücher nicht. So las ich neulich Die steinernen Götter, das ich einst innerhalb Sabines Reihe #WomeninSciFi und dort durch die Besprechung Birgits kennenlernte. Ohne, dass ich das damals wusste, „checkt“ das Buch „viele meiner Boxen“ wie man so…read more

Wir lesen … „Krieg und Frieden“ von Lew Tolstoi #LesenUndFrieden – Fazit und Besprechung

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Warte … wie lange habe ich an dem Buch gesessen? Fast 3 Monate? Mit Unterbrechung zwar, um auch mal was anderes zu lesen, aber ja. Das Buch hat mich bzw. uns in der Leserunde bis jetzt ungefähr ein Vierteljahr beschäftigt. Jetzt wo ich auf die zwei Bände meiner Ausgabe blicke, bin ich froh, es geschafft zu haben und auch einigermaßen froh dran geblieben zu sein. Die nächste Schwierigkeit ist all die gesammelten Gedanken zu sortieren und in strukturierter Form die Frage zu beantworten, die sich jetzt aufdrängt. Wie war es…read more

ausgelesen: Philipp Dettmer „Immun“

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Aktuell sind andere Themen in das Bewusstsein gerutscht. Letztes Jahr aber war noch Corona das Thema Nummer 1, das unser Leben täglich beeinflusst hat. Vieles an der Debatte und den erhitzten Gemütern, überstürzten oder verspäteten Regelungen lag teilweise auch an Wissenschaftskommunikation. An mangelnder beispielsweise. Warum nicht mehr die Leute fragen, die es wissen? Und denen auch vertrauen? In mir wuchs der Wunsch mich weiterzubilden, zu verstehen, ein bisschen mitreden zu können und meine Abhängigkeit von vorgebeteten Fakten ein bisschen mehr angeeignetes Wissen entgegen zu setzen. Ein Buch über das Immunsystem…read more

ausgelesen: Calvin Kasulke „Several People Are Typing“

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Unsere Home-Office-Tage sind entweder gezählt oder es hat bedingt durch die Pandemie doch ein Umdenken zu flexiblerem Arbeiten stattgefunden. In welche Richtung es geht, werden wohl die nächsten Monate zeigen. Zumindest in den Berufen, in denen das überhaupt eine Option ist. Calvin Kasulke hat einen Roman geschrieben, der damit genau zur rechten Zeit kommt. In Several People Are Typing dürfen Leser:innen dem Slack-Chat einer Online-Marketing-Agentur beiwohnen. Und was wir dort schon auf der ersten Seite lesen ist entweder ein sehr witziger Gag oder einfach abgefahren. Geralt, einer der Angestellten, wurde…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Von Männern, die keine Frauen haben“

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Der Griff zu Murakamis Kurzgeschichtensammlung war eher spontan. Einerseits wollte ich im Januar Drive my Car im Kino schauen, zufällig eine Adaption zweier Kurzgeschichten aus dem Buch. Andererseits wollte ich passend zum Japanuary auch Literatur japanischer Autor*innen lesen. Da drängte es sich förmlich auf Von Männern, die keine Frauen haben zu lesen, auch wenn ich den Titel nicht besonders mag und sich mir sofort die Frage aufdrängt „Und was ist mit Männern, die keine Männer haben?“ Aber ich schätze, das ist dann ein anderes Buch. Und das merkt man. Geschlechtsidentität…read more