Miss Booleana

ausgelesen: André Aciman „Call Me by Your Name“

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Alle, die ihn gesehen haben lieben den Film Call Me by Your Name. (Oder?) Ich auch. Aber am Anfang sprang die Chemie zwischen Elio und Oliver nicht so ganz auf mich über. Was in den Köpfen der beiden vorging, erschloss sich mir nicht. Da war diese Ahnung „vielleicht erzählt das Buch das anders“. („Besser?“) Deswegen ist das nun einer der seltene Fälle, dass ich nach dem Schauen des Films eben doch seine Literaturvorlage lese. Und weil mir Call Me by Your Name mit Italien als primärem Handlungsort als perfekte Urlaubslektüre…read more

ausgelesen: Margaret Atwood „The Testaments“ (engl. Ausgabe)

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Die Hardcover-Ausgabe von The Testaments ist ein martialischer Türstopper. Großformatig, massiv, schwer. Wortwörtlich biblischen Ausmaßes? Sage und schreibe 34 Jahre nachdem Margaret Atwoods The Handmaids Tale erschien, wurde die Handlung 2019 in The Testaments fortgesetzt. Irgendwann innerhalb dieser Zeitspanne wurde ich geboren, wuchs auf und las The Handmaid’s Tale – wie soviele Menschen vor und nach mir. Schaute die Filmadaption von Volker Schlöndorff und auch die Serie mit Elisabeth Moss in der Hauptrolle. Alle drei bisherigen Staffeln. Das beweist wohl, dass The Handmaid’s Tale nichts an Aktualität und Wucht verloren…read more

ausgelesen: Kurt Vonnegut „Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug“

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Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug ist ein wilder Ritt. Ein Buch, das ich nach dem Lesen erst mal liegen lassen musste, bevor ich eine Meinung hatte. Es ist eins meiner 20 Bücher für 2020. Mein erstes Buch von Kurt Vonnegut, einem Mann, den ich schon vorher sehr weise fand. Und so eine Ahnung hatte, dass es einen Grund gibt warum er auf so wenigen Fotos lächelt. Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug ist eine unglaublich pointierte, wortgewandte, aber schwer zu greifende Satire auf den Irrsinn, der Krieg heißt.

ausgelesen: Niklas Natt och Dag „1793“

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Nachdem ich vor einer Weile ja eher eine Krimi-Pleite erlebte, musste da etwas anderes her. In einem meiner Lieblings-Literatur-Podcasts, Die Literaturagenten von radioEins, wurden soviel Vorschusslorbeeren an die Krimireihe des Schweden Niklas Natt och Dag verteilt, das ich das schwer ignorieren konnte. Vor Allem als er dort in einem Interview zu Wort kam und all die sehr farbig ausgeschmückten Fakten um seine Person etwas gerade rückte. Sein Name bedeutet nämlich Nacht und Tag und er ist Nachfahre schwedischen Adels, der bis auf das 15. Jahrhunderte zurückverfolgt werden kann. Tatsächlich gab…read more

ausgelesen: Jules Verne „20.000 Meilen unter Meer“ Band 2 #aufDerNautilus

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Ende Mai brachen einige eifrige Leser, Blogger, Tweeter auf um unter dem Hashtag #aufDerNautilus über Jules Vernes Klassiker „20.000 Meilen unter dem Meer“ zu sprechen – und den natürlich zu lesen. Der Leserunde schlossen sich Jana von Wissenstagebuch, Matthias alias @_quoth_, „Nadelnerd“ Ariane und Christin alias Kaisu an. Dieses Zwischenfazit zur Leserunde tarnt sich nicht grundlos als Besprechung des zweiten Bandes, denn „20.000 Meilen unter Meer“ erschien (bei einigen Verlagen) in zwei Bänden. Dabei schaue ich gleichzeitig auf die gemeinsame Reise unserer Runde zurück. Der Beitrag kommt ohne Spoiler zum…read more

ausgelesen: Michael Ende „Momo“

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Teile der Handlung sind bekannt, vielleicht sogar der Schauplatz oder die Namen der Figuren? Das hat man ab und zu. Tatsächlich habe ich nie Michael Endes Momo gelesen, aber mal so ca drei Achtel der Verfilmung gesehen. Erst nachdem ich vorletztes Jahr das erste Mal Die unendliche Geschichte las, wollte ich diese andere Wissenslücke schließen. Michael Endes Buch handelt von der titelgebenden kleinen Momo, die einfach eines Tages in der Stadt auftaucht. Woher sie kommt, weiß keiner. Sie scheint keine Eltern zu haben und gibt sich mit ihrem einfachen Leben…read more

ausgelesen: Jules Verne „20.000 Meilen unter Meer“ Band 1 #aufDerNautilus

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Ende Mai brachen einige eifrige Leser, Blogger, Tweeter auf um unter dem Hashtag #aufDerNautilus über Jules Vernes Klassiker „20.000 Meilen unter dem Meer“ zu sprechen – und den natürlich zu lesen. Der Leserunde schlossen sich Jana von Wissenstagebuch, Matthias alias @_quoth_, „Nadelnerd“ Ariane und Christin alias Kaisu an. Dieses Zwischenfazit zur Leserunde tarnt sich nicht grundlos als Besprechung des ersten Bandes, denn „20.000 Meilen unter Meer“ erschien (bei einigen Verlagen) in zwei Bänden. Dabei schaue ich gleichzeitig auf die gemeinsame Reise unserer Runde zurück.

ausgelesen: Jane Austen „Stolz und Vorurteil“

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Ein Glück, dass ich mich an fast nichts mehr aus der Verfilmung mit Keira Knightley aus dem Jahr 2005 erinnern kann. Am Ende war ich sehr angefixt und ein bisschen verzaubert. Und das Ende vergaß ich auch nicht. Nur alles bis dahin. Jahre später sah ich irgendwo im Regal einer Buchhandlung meines Vertrauens die blumige, edel aussehende Ausgabe von Stolz und Vorurteil aus dem dtv Verlag und gab meiner ganzen Oberflächlichkeit (also quasi wortwörtlich Stolz und Vorurteil) nach und kaufte das Buch. Einfach nur weil es so schön ist. Inzwischen…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Wenn der Wind singt / Pinball 1973“ & Yōko Ogawa „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“

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Den gestrigen #ThrowbackThursday nehme ich mal als Anlass um zwei Buchbesprechungen in die Welt hinauszuschicken, die ich sehr lange vor mir hergeschoben habe. Die Bücher, die ich hier bespreche, hatte ich nämlich vor einem Jahr in Japan im Gepäck. Die Idee liegt auf der Hand: „in Japan Bücher japanischer Autoren lesen“. Die Aktion habe ich mir von Sabine abgeschaut, die auf Reisen öfter Bücher von Autoren des entsprechenden Landes liest, was ich sehr cool finde und rotzfrech nachgemacht habe. 😉 Beide Bücher habe ich in Japan tatsächlich hauptsächlich während langen…read more

ausgelesen: Olga Tokarczuk „Gesang der Fledermäuse“ #OlgaLesen

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2019 bekam die polnische Schriftstellern Olga Tokarczuk rückwirkend den Literaturnobelpreis 2018. Ihr Name war mir nicht geläufig und das wollte ich, wie scheinbar einige, ändern. Die Aktion #OlgaLesen wurde u.a. von Karla Paul ausgerufen. Aus einer Mischung aus Solidarität für weibliche Autorinnen und Neugier griff ich nun zu einem Buch, das mir bei der #OlgaRecherche sehr positiv auffiel. Gesang der Fledermäuse handelt von einer zurückgezogen lebenden, älteren Polin; die Astrologie praktiziert und sich sehr mit der Natur verbunden fühlt. Als in ihrer Umgebung ein Jäger stirbt, ist sie überzeugt: die…read more