Miss Booleana

ausgelesen: Michael Ende „Momo“

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Teile der Handlung sind bekannt, vielleicht sogar der Schauplatz oder die Namen der Figuren? Das hat man ab und zu. Tatsächlich habe ich nie Michael Endes Momo gelesen, aber mal so ca drei Achtel der Verfilmung gesehen. Erst nachdem ich vorletztes Jahr das erste Mal Die unendliche Geschichte las, wollte ich diese andere Wissenslücke schließen. Michael Endes Buch handelt von der titelgebenden kleinen Momo, die einfach eines Tages in der Stadt auftaucht. Woher sie kommt, weiß keiner. Sie scheint keine Eltern zu haben und gibt sich mit ihrem einfachen Leben…read more

ausgelesen: Jane Austen „Stolz und Vorurteil“

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Ein Glück, dass ich mich an fast nichts mehr aus der Verfilmung mit Keira Knightley aus dem Jahr 2005 erinnern kann. Am Ende war ich sehr angefixt und ein bisschen verzaubert. Und das Ende vergaß ich auch nicht. Nur alles bis dahin. Jahre später sah ich irgendwo im Regal einer Buchhandlung meines Vertrauens die blumige, edel aussehende Ausgabe von Stolz und Vorurteil aus dem dtv Verlag und gab meiner ganzen Oberflächlichkeit (also quasi wortwörtlich Stolz und Vorurteil) nach und kaufte das Buch. Einfach nur weil es so schön ist. Inzwischen…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Wenn der Wind singt / Pinball 1973“ & Yōko Ogawa „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“

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Den gestrigen #ThrowbackThursday nehme ich mal als Anlass um zwei Buchbesprechungen in die Welt hinauszuschicken, die ich sehr lange vor mir hergeschoben habe. Die Bücher, die ich hier bespreche, hatte ich nämlich vor einem Jahr in Japan im Gepäck. Die Idee liegt auf der Hand: „in Japan Bücher japanischer Autoren lesen“. Die Aktion habe ich mir von Sabine abgeschaut, die auf Reisen öfter Bücher von Autoren des entsprechenden Landes liest, was ich sehr cool finde und rotzfrech nachgemacht habe. 😉 Beide Bücher habe ich in Japan tatsächlich hauptsächlich während langen…read more

ausgelesen: Olga Tokarczuk „Gesang der Fledermäuse“ #OlgaLesen

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2019 bekam die polnische Schriftstellern Olga Tokarczuk rückwirkend den Literaturnobelpreis 2018. Ihr Name war mir nicht geläufig und das wollte ich, wie scheinbar einige, ändern. Die Aktion #OlgaLesen wurde u.a. von Karla Paul ausgerufen. Aus einer Mischung aus Solidarität für weibliche Autorinnen und Neugier griff ich nun zu einem Buch, das mir bei der #OlgaRecherche sehr positiv auffiel. Gesang der Fledermäuse handelt von einer zurückgezogen lebenden, älteren Polin; die Astrologie praktiziert und sich sehr mit der Natur verbunden fühlt. Als in ihrer Umgebung ein Jäger stirbt, ist sie überzeugt: die…read more

ausgelesen: George Saunders „Fuchs 8“

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„Libe Leserinen und Leser: Zuers möchte ich sagen, Entschuldigung für alle Wörter, di ich falsch schreibe. Weil ich bin ein Fuks!“ So beginnt die Geschichte des ungewöhnlichen Helden in George Saunders Kurzgeschichte. Ein Fuchs richtet sich in einem Brief an uns Menschen. Er hat ein Anliegen. Aber er fängt ganz am Anfang an. Also zuerst einmal: er hat Menschisch gelernt. Und zwar indem er abends einer Familie zugehört hat, die ihren Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorliest. Manchmal hat er auch seine Augen sehr stark angestrengt und hat die Buchstaben und Wörter gelernt….read more

ausgelesen: Stephen King „tot.“ (Der Dunkle Turm #3)

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Die Leute hatten Recht. Es reicht nicht den ersten Band der Dunkler-Turm-Reihe zu lesen, um einen Eindruck zu bekommen wie Rolands Welt ist und wie sich die Reihe anfühlt. Deswegen ist es ja eine Reihe. Wenn ihr mich fragt, darf man auch nicht den zweiten Teil als Referenz heranziehen. Man sollte noch den dritten lesen. Das ist tough, aber es lohnt sich. Leichte Spoiler zu Teil zwei lassen sich in dieser Besprechung nicht vermeiden. Trüben aber sicherlich aufgrund der bloßen Masse an Handlung nicht das Leseempfinden. Im dritten Teil erleben…read more

ausgelesen: Stephen King „Drei“ (Der Dunkle Turm #2)

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Reihen. Nicht mein Ding. Trotzdem habe ich immer wieder gehört, „wenn du ein Stephen-King-Fan bist (oder warst), dann musst du doch die Dunkler-Turm-Reihe lesen!“ Meine erste Begegnung damit war so-so. Es gibt vieles was mir daran nicht passte, aber genug um neugierig zu sein. Da ich jetzt wieder so einen Funken empfinde, wird es mal Zeit den zweiten Band zu besprechen, um den dritten endlich zu lesen. Der zweite hat irrsinnigerweise den Namen „Drei“ – ein Schelm, der sich das ausgedacht hat. Im englischen Original heißt der eigentlich The Dark…read more

ausgelesen: Hanya Yanagihara „Ein wenig Leben“

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Zur Zeit seiner Veröffentlichung im englischsprachigen Original 2015 bis zur Zeit der deutschen Erstauflage 2018 ging Hanya Yanagiharas Buch wie ein Gespenst in den Literaturgesprächen und der Blogosphäre um. Jeder schien es zu lesen, zu besprechen und es schien nur zwei vorrangige Meinungen und Gefühle zu geben: Abneigung oder Liebe. Für die einen schien es das beste Buch zu sein, das sie je gelesen haben; für die anderen prätentiös und formelhaft. Viele empfanden das Buch als eines, das sie auf der Suche nach einem Happy End für geschundene Seelen an…read more

ausgelesen: Henrik Siebold „Inspektor Takeda und die Toten von Altona“

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Als ich erst vor ca zwei Wochen für einen Kurzurlaub nach Hamburg fuhr, durfte ein Buch mit, dass in der Hansestadt spielt. Inspektor Takeda und die Toten von Altona tauchte zufällig in meiner Goodreads-Timeline auf. Der Schauplatz bediente meine „romantische“ Vorstellung ein Buch über eine Stadt zu lesen, während in durch die Straßen genau dieser wandele. Dann punktete der Klappentext noch mit der Hauptfigur des Saxophon spielenden japanischen Ermittlers. Für mich als (jetzt gerade, kein Scherz) Saxophon lernende Japanophile umso mehr Argumente. Krimi und Thriller waren v.A. in meiner Teenager-…read more

ausgelesen: Kazuo Ishiguro „An Artist of the Floating World“

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Wenn es darum geht ein Buch zusammenzufassen oder zu erzählen wie einem ein Buch gefallen hat, gibt es ja immer mal diesen nervösen Aufschrei einiger Leser: „Da ist irgendwie gar nichts passiert“. Kennt ihr das? Und folgt meist einem „Das Buch hat mir nicht gefallen, weil …“. Wir haben das beispielsweise im Buchclub ab und zu. Oder mir begegnet das im Gespräch mit Arbeitskollegen. Über die Aussage wundere ich mich jedes Mal sehr, da es quasi kaum ein Buch gibt, von dem ich behaupten würde, dass dort rein gar nichts…read more