Miss Booleana

ausgelesen: Thea Dorn „Die Unglückseligen“

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Es scheint Schicksal zu sein, als sich in einem Supermarkt in den USA die Molekularbiologin Dr. Johanna Mawet und ein verstörter Mann im Hawaii-Hemd begegnen. Denn während Johanna Unsterblichkeit erforscht, ist er unsterblich. Oder sowas in der Art. Er fällt ihr besonders durch sein Verhalten auf. Sie fällt ihm auf, weil er meint in ihr den leibhaftigen Teufel zu erkennen. Ihre Wege kreuzen sich noch ein paar Mal bis er vorgibt Johann Wilhelm Ritter zu sein – ein deutscher Physiker, der vor über 200 Jahren gelebt hat. Anfangs glaubt Johanna…read more

ausgelesen: Brian K. Vaughan, Cliff Chiang, Matt Wilson „Paper Girls“

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Stony Stream, Cleveland; irgendwann in den 80er Jahren: die 12-jährigen Mädchen Erin, Mac(Kenzie), KJ und Tiffany sind Paper Girls und während sich andere Teenager von Trick’n’Treet erholen, stehen sie am Morgen nach Halloween früh auf und tragen aus. Da typischerweise nach Halloween immer noch ein paar überdrehte, kostümierte Spaßvögel unterwegs sind, beschließen sie ihre Routen zusammen abzufahren. Erin ist „die Neue“, während sich die anderen bereits kennen. Darunter die vorlaute, rauchende Mac; die in Games vernarrte Tiffany und KJ, die sich vielleicht(?) noch nicht bewusst ist, dass sie in Mac…read more

ausgelesen: Katherine Arden „Der Bär und die Nachtigall“

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Im Rus des 14. Jahrhunderts sitzt eine Schar Kinder um den Ofen versammelt bei ihrer Kinderfrau Dunja, die ihnen Märchen erzählt. Vom Winterkönig, vom Tod, von Prinzessinnen, Lehre und Tadel. Der Familie wird bald darauf ein weiteres Kind geboren, Wasilisa „Wasja“ Petrowna. Wasja hat die Gabe hat all diese Wesen zu sehen, die offenbar nicht nur eine Fabel sind. Katherine Ardens Der Bär und die Nachtigall beginnt damit noch vor der Geburt der Protagonistin und nimmt sich Zeit für Vorausdeutung von Wasjas Schicksal. Beginnend mit einer Tragödie: Ihre Mutter stirbt…read more

ausgelesen: Paul Auster „Im Land der letzten Dinge“

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Im März jährt sich unser neues Normal das erste Mal. Ab März 2020 begannen die Mundschutzpflicht, Lockdowns, Ladenschließungen, Home-Office-Regelungen und irgendwann auch das Home-Schooling. Das Brachliegen des kulturellen Lebens, das Einschränken der Kontakte, die Schulschließungen, das Wegfallen von Events. Was das nach sich zieht? Das Sterben von Geschäften und kulturellen Einrichtungen? Pleiten und Arbeitslosigkeit? Hoffentlich nicht. Die einen befällt die schnelle Gewöhnung an ein neues Normal, andere ermahnen sich jeden Tag zu Geduld bis wir zum vorherigen Zustand zurückkehren können. Wieder andere befinden sich im Zustand der Leugnung. Und auch…read more

ausgelesen: „David Copperfield“ von Charles Dickens #BarkisWill (Fazit)

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Ende letzten Jahres (klingt so als ob, ist aber noch nicht lange her!) lasen Matthias alias @_quoth_, Jana vom Blog Wissenstagebuch und ich gemeinsam Charles Dickens „David Copperfield“. Die Leserunde entstand dieses Mal eher spontan, wurde zuerst auf Goodreads und dann später auf Twitter gepflegt, wo alle Interessierten auch gerne jetzt noch unsere Gedanken unter dem Hashtag #BarkisWill nachverfolgen können. 🙂 Klingt witzig? In meinem Zwischenfazit kann man nachlesen, was es mit „Barkis“ und dem Hashtag auf sich hat. Das Zwischenfazit ist auch ein guter Anlaufpunkt für diejenigen, die nicht…read more

ausgelesen: Yōko Ogawa „Der Ringfinger“

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Ich weiß es nicht mehr, wo ich von Yōko Ogawas Der Ringfinger las. Sicherlich war es in der Blogbubble. Jedenfalls war fasziniert von der Prämisse des Romans. Leider war die Ausgabe vergriffen, ich bekam das Buch aber noch irgendwo gebraucht. Stilecht mit Kaffeefleck auf dem Schutzumschlag. (Ließ sich abwischen.) Der Roman hat nur knapp über hundert Seiten und ich meine er war an einem Tag weggelesen, zumal die Seiten auch sehr großzügig bedruckt sind. Der Ringfinger ist aus der Perspektive einer namenlosen Protagonistin geschrieben. Sie beginnt im Labor von Herrn…read more

ausgelesen: Michel Faber „Das Buch der seltsamen neuen Dinge“

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Weinst du, wenn du die Nachrichten hörst? Nicht immer? Nie? Ist es nicht beschämend, dass uns die Nachrichten nicht jeden Tag die Tränen in die Augen treiben? Sind wir abgestumpft? Oder ist der Selbstschutz nötig um zu funktionieren? Ist es vielleicht gar kein Zeichen von Kälte, sondern ein notwendiger Abstand? Michel Faber geht diesem Phänomen in seinem Roman Das Buch der seltsamen neuen Dinge auf den Grund. Darin wird der Pastor Peter Leigh auf den fernen Planet Oasis geschickt. Auf der Erde lässt er seine Frau Bea zurück. Zwar ist…read more

ausgelesen: Junji Itō, „Uzumaki – Spiral Into Horror“ Deluxe Edition

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Der Originaltitel von Junji Itōs Horrorklassiker ist うずまき „Uzumaki“, was soviel wie Spirale oder Spiralen bedeutet. Uzumaki erschien von 1998 bis 1999 in Japan und verschaffte Itō nicht nur in Japan, sondern vor Allem auch außerhalb Japans den Durchbruch. Markenzeichen Itōs oder viel mehr seiner Manga ist das Spiel mit menschlicher Angst und Obsession, die sich oftmals bis zum Body Horror und Überirdischen eskaliert. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass er der Horror-Mangaka der zeitgenössischen Mangaszene ist. Oftmals werden in seinen Werken normale Menschen mit einem äußeren Einfluss, einem…read more

ausgelesen: Sally Rooney „Gespräche mit Freunden“

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Sally Rooney ist überall. Ihre Bücher poppen in der Buchblogszene auf, wurden überbordend viel diskutiert. Kaum, dass Normal People als Serie adaptiert und viele Male gelobt wurde, erfolgt die Bekanntgabe der Serienadaption von Gespräche mit Freunden aka Conversations with Friends. Läuft bei Sally Rooney. Las ich mir den Buchklappentext ihrer Bücher durch, hatte ich immer den Eindruck, dass es um nichts und alles geht. Aber ich hätte nicht von dem Buch erwartet, dass „viel passiert“ – so wie Bücher eben oft gemessen werden (leider). So ähnlich wie in diesem Video…read more

ausgelesen: David Mitchell „Slade House“

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Bis hierhin war es ein langer Weg. Seitdem Slade House erschien, wollte ich es lesen. David Mitchell hat mich mit seinem Cloud Atlas schwer begeistert und auf seine Interpretation von Horror hatte ich richtig Lust. Dank der Buchblogosphäre habe ich mitbekommen, dass Slade House wohl lose auf Die Knochenuhren basiert. Zu dem Zeitpunkt hatte ich das Buch sogar schon im Regal – auch gekauft, weil mich der Name lockte. Aber seitdem stehen gelassen, weil es ein Fantasybuch ist und mir das selten wirklich liegt. Irgendwie rang ich mich aber letztes…read more