Miss Booleana

Das gehörte Wort … Hörbuch-Besprechung zu „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ von Reni Eddo-Lodge

Posted by in Literatur, Review

Lange bin ich um das Buch herumgeschlichen. Lange mit dem Gefühl „Es ist nicht für mich geschrieben.“ Und auch lange mit dem Gefühl: „Oder doch?“ Ich bin weiß. Aber wenn wir uns dem Diskurs entziehen, dann helfen wir dem Diskurs nicht. Der Titel sagt mir ja schließlich nicht, dass das Buch nicht für mich geschrieben ist oder dass ich es nicht lesen darf. Und Verunsicherung sollte niemals gewinnen gegenüber Gerechtigkeit. Und ich habe definitiv eine ganze Menge zum Nachdenken aus dem Buch mitgenommen. Der Titel des Buches ist Reni Eddo-Lodges…read more

ausgelesen: Lars Franke „Spukgeschichten aus Sachsen“

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An den Spukgeschichten aus Sachsen blieb mein Auge hängen, weil ich eine Weile in Sachsen gewohnt habe und Spukgeschichten selten widerstehen kann. 🙂 Neulich war das Buch mit im Gepäck als ich mich anlässlich eines Wander-Urlaubs in der Sächsischen Schweiz in Sachsen rumtrieb. Gruseliges zwischen Neiße und weißer Elster ist der Untertitel – der manchmal mehr, manchmal weniger hält was er verspricht.

Fantastischer Film: Mother!

Posted by in 2017, Fantastische Filme, Film, Review, Spielfilm, Thriller, USA

Aronofskys kontroverser Film war einer, den ich mit Verblüffen geschaut habe, anfangs nicht so richtig gut fand und dann irgendwie genial. Dass er bei den Academy Awards 2018 übergangen wurde, erschien mir schwer glaubhaft. So ist das Drehbuch und auch die Machart eine einzige, krasse Metapher. Jennifer Lawrence ist hier als namenloser Hauptcharakter in der Do-it-Yourself Hölle. Ihr Mann (Javier Bardem), ein bekannter Dichter, ist in einer Schaffenskrise. Sie versucht ihm ein schönes Heim herzurichten und sein einst abgebranntes Haus zu restaurieren in der Hoffnung, dass ihm das Umfeld und…read more

ausgelesen: Simone de Beauvoir „Alle Menschen sind sterblich“

Posted by in ausgelesen, Review

Als Régine Fosca trifft, hält sie ihn für einen Sonderling. Aber gerade interessant genug, um ihn zu bemerken. Sie ist schön, arrogant, lebenslustig; eine Schauspielerin mit einem unstillbaren Durst nach Anerkennung. Er hingegen scheint sie kaum zu beachten. Und das macht sie wahnsinnig. Als sie endlich seine Aufmerksamkeit hat, drängt sie ihn, von sich zu erzählen. Was Fosca tut. Und das ist eine längere Geschichte, denn Fosca ist unsterblich. Er wurde im 13. Jahrhundert in der fiktiven italienischen Stadt Carmona geboren. Er sieht in Carmona Könige aufsteigen und fallen und…read more

Blogophilie September 2019

Posted by in Blogophilie, Internet

Merkt ihr? Ich werde besser! Die Blogophilie gibt es jetzt rund eine Woche früher. Vielleicht bald noch früher … denn ich habe ja versprochen, dass ich im kommentieren und Feed lesen steter sein will. Urlaube und Brückentage blieben nicht ungenutzt ^^‘ Der Berg war halt zu groß. Und bei guten Blogartikeln kann ich ja kaum nein sagen. Dementsprechend gibt es heute eine große Portion des „Bloggens der Anderen“. Einen kleinen Ausschnitt des Besten, das in seiner Menge natürlich überwältigend war 😉 For non-german-readers: ‚Blogophilie‘ is a collection of blogposts I…read more

ausgelesen: Minna Rytisalo „Lempi, das heißt Liebe“

Posted by in ausgelesen, Review

Eine finnische Autorin. Ich glaube, das ist eine Premiere für mich. Minna Rytisalo ist Finnisch-Lehrerin, betreibt nebenbei einen Literaturblog und hat 2016 mit Lempi ihr Debüt als Autorin gegeben. Von diversen Preisen gekrönt, erreichte ihr Buch 2018 Deutschland unter dem Titel Lempi, das heißt Liebe. Lempi ist der Name der titelgebenden (fiktiven) jungen Frau im finnischen Lappland zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Sie hilft zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Sisko dem Vater dabei einen Kaufmannsladen zu betreiben. Lempi und Sisko sind ein Herz und eine Seele. Spüren den Schmerz der anderen….read more

ausgelesen: Naoki Urasawa „Monster“ („Perfect Edition“, engl. Ausgabe)

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Jeder hat so Autoren, deren Geschichten und Erzählweisen mehr und öfter ins Schwarze treffen als die der anderen. So ist das bei mir und Naoki Urasawa. Nachdem ich sein 20th Century Boys (und 21st Centurys Boys) gelesen und geliebt und Pluto verschlungen habe, war es aber Zeit zurück zu den Ursprüngen zu gehen. Denn mein erster „Urasawa“ war Monster (モンスタ). Damals erschien der Manga in Deutschland bei Egmont Manga & Anime vollständig in 18 Bänden. Aber ich weiß nicht woran es lag, ich habe nicht weitergelesen. Heute denke ich, dass…read more

Russischer Herbst: Sachbuch-Besprechung zu „Russische Geschichte“ von Andreas Kappeler

Posted by in Gedanken, Literatur

Wie vor einer Weile angekündigt, möchte ich mich dieses Jahr mit russischer (und ukrainischer) Literatur auseinandersetzen. Die Ursache dafür ist u.a. der blinde Fleck auf meiner Literatur-Landkarte. Immer wieder begegnen mir Tolstoi und Dostojewski und doch hatte ich von all diesen wegweisenden Autoren bisher nichts gelesen. Oder noch krasser: gar keine russische Literatur gelesen. Das möchte ich nun ändern und hatte das Gefühl dazu auch mit Wissenslücken eines viel größeren Ausmaßes abrechnen zu müssen. Was weiß ich über Russland? Es ist nicht soviel wie ich es gern hätte. Da erschien…read more

Feministischer Frühling: Virginia Woolf „A Room of One’s Own“ and „Three Guineas“ – zwei verschiedene Tonarten über Feminismus

Posted by in ausgelesen, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Zu den Beiträgen der Reihe gehörten bisher eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frauenbewegung, eine erste Berührung mit Virginia Woolf bzw. ihrer Figur „Mrs Dalloway“ und ein Blick auf den Begriff Diversity und wie Frauenbewegung heute oftmals wahrgenommen wird. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten Essays von Virginia Woolf, darunter das sehr bekannte „A Room of One’s Own“, das mir die liebe Sabine in Form einer wunderbaren Buchausgabe zukommen ließ….read more

Serien-Besprechung: „Alias Grace“ – Vergleich zur Literaturvorlage

Posted by in Review, Serienlandschaft

Wie habe ich dieser Verfilmung entgegen gefiebert! Als ich im Frühjahr das Buch gelesen habe, wurde es schon etwas knapp. Die Verfilmung war bereits angekündigt und plötzlich geisterten Casting-Meldungen durch die Medien. Das ist immer der Punkt, an dem ich das Buch am liebsten schon gelesen hätte, um nicht beeinflusst zu werden. Um meine eigene Version der Geschehnisse vor dem inneren Auge ablaufen zu sehen und Charaktere so sehen zu können wie das Buch sie beschreibt. Nicht das Set-Foto. Aber es hat geklappt und ‚Alias Grace‘ ist für mich eines…read more