Miss Booleana

ausgelesen: Hanya Yanagihara „Das Volk der Bäume“

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Das dritte Türchen des „Booleantskalenders“ ist nicht unbedingt sehr weihnachtlich oder heimelig, das gebe ich zu. Dass ich es trotzdem bespreche liegt vorrangig daran, dass ich es gerade erst gelesen habe, die Erinnerungen noch frisch und das Diskussionspotential hoch ist. Es ist mal Zeit für eine Trigger- bzw Content Warnung. TW/CW für Pädophilie, Mysogynie, Tiermord – hier zwar „mild“. Im Buch? Auch. In sparsamen Dosen, aber dafür in heftigen, kurzen Passagen. Ursprünglich nahm ich mir Hanya Yanagiharas Das Volk der Bäume vor, weil es von einem Wissenschaftler handelt, der die…read more

Literarische-Fundstücke: Klassiker der Weltliteratur. Nicht tot zu kriegen.

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Im „Booleantskalender“ widme ich mich heute einem Thema, an dem sich sicherlich schon die einen oder anderen von uns die Zähne ausgebissen haben. Und wer weiß – vielleicht liegt ja an Weihnachten unter dem Baum für euch einer dieser angeblichen Literaturklassiker. Um die soll es heute gehen, genauer die Begriffe Weltliteratur, Literaturklassiker und die sogenannten „Bücher, die man gelesen haben sollte“. Ich wette alle Literaturfans, Bücherwürmer und Buchblogger sind früher oder später bereits an den Klippen solcher Klassiker zerschellt. Müssten die nicht eigentlich gefallen oder sich gewichtig anfühlen? Warum war’s…read more

ausgelesen: Doug Dorst, J. J. Abrams „S.“ (engl. Ausgabe)

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Hin und wieder begegnet einem ein unverfilmbares Buch. In einer Filmbesprechung wurde beispielsweise mal Umberto Ecos Der Name der Rose als „unverfilmbar“ bezeichnet. Da liegt auch schon der Fehler, oder? Total fasziniert von der Selbstsicherheit der Behauptung und wie die Geschichte uns eines besseren belehrte, kam ich zu einem Schluss. Unverfilmbar ist kein Label, das gibt es nur in Abstufungen. Sowas wie schon eher gut verfilmbar oder echt schwierig verfilmbar. Aber unverfilmbar? Mit heutigen Mitteln? Nee, das kriegt man schon alles irgendwie hin. Die Frage ist eben nur wie. Dabei…read more

ausgelesen: Neil Gaiman „Zerbrechliche Dinge: Geschichten & Wunder“

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Neil Gaiman ist für mich seit Jahren ein Begleiter, den ich nicht missen möchte. Auch wenn seine Geschichten sehr zuverlässig nur so in 50% der Fälle bei mir zünden. Manchmal schätze ich ihn für seine Literatur, manchmal seine Ideen. Manchmal mehr für die Verfilmungen seiner Stoffe wie jüngst Sandman. Manchmal will ich gar nicht aufhören zu lesen wie nach American Gods. Manchmal brauche ich ein kleines Päuschen wie nach Niemalsland. Und in einigen Fällen ist nicht er allein es, der begeistert wie bei Good Omens. Gaiman ist überall. Und das ist…read more

Spotlight: Unsichtbarkeit (H.G. Wells „Der Unsichtbare“, „Jagd auf einen Unsichtbaren“, „Der Unsichtbare“ 2020)

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War das nur der Wind? Oder hat sich da etwas bewegt? Warum fühle ich mich plötzlich so als ob ich nicht alleine im Raum wäre? Unsichtbarkeit ist ein Garant für Schauer. Angesichts des Gedankens Unsichtbarkeit wäre möglich, fühlen wir uns ausgeliefert, unsicher und vulnerabel. Solange wir sichtbar sind. Geheimnisse sind nicht mehr geheim. Und wir sehen wortwörtlich nicht, was auf uns zukommt. Unsichtbarkeit fasziniert und verängstigt nicht erst seit H.G. Wells, aber die Reise des oftmals adaptierten Motivs beginnt heute mit seinem Roman. Weil Unsichtbarkeit so vielfältig immer wieder in…read more

ausgelesen: Alice Oseman „Loveless“ #LovelessLesen

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Diese Leserunde war lange geplant, wurde kurzfristig gestartet, war unaufwändig und entspannt. 🙂 Und dann war’s auch ganz plötzlich schon wieder vorbei! Irgendwie verhedderten sich Sandra, Mirko und ich auf Twitter in Diskussionen über Alice Osemans Bücher, Heartstopper im Speziellen (Serie und Comic) und blieben hängen bei „Wir wollen mal gemeinsam was von Alice Oseman lesen“. Die Wahl fiel auf ihren Young-Adult-Roman Loveless. U.a. weil der standalone ist, also für den man keine Kenntnisse der Figuren anderer Oseman-Bücher braucht. Unter #LovelessLesen könnt ihr noch heute unseren Eindrücke auf Twitter nachlesen….read more

angelesen: „Chainsaw Man“ Bd. 1, „Time Paradox Ghostwriter“ Bd. 2 & „BL Forever vs. No More BL“ Bd. 1

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Wilde Mischung. Heute gibt es in „angelesen“ eine Reihe, die ich zu Ende gelesen habe, eine die ich angefangen habe und definitiv weiterlesen möchte und eine, die ich angefangen habe und mir unschlüssig bin, ob ich weitermache. Übrigens lag „Chainsaw Man“ monatelang auf meinem Sub bzw. meinem SuC (Stapel ungelesener Comics). Da musste erst der Anime in den Startlöchern stehen, damit ich endlich bemerke „oh da war ja was“. Und was nun? Manga lesen? Anime schauen? Da bin ich wieder bei der alten, leidigen Frage!

ausgelesen: Iris Wolff „So tun, als ob es regnet“

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In Sommermonaten mit sehnsüchtigem Warten auf den nächsten Abkühlung versprechenden Regen lässt sich kaum ein Wortspiel auf den Titel von Iris Wolffs Buch vermeiden. So auch nicht in unserem Buchclub, in dem das Werk vorgeschlagen wurde. Wir wollen es nicht verheimlichen: das Cover zog uns an, dann der Inhalt. Auch so kann’s gehen. So tun, als ob es regnet erzählt keine Familiengeschichte im klassischen Sinn, aber ist ein „Roman in vier Erzählungen“, die sich jeweils einer Generation einer Familie widmen. Dabei stehen v.A. ihre Identitäten, Wünsche und Traumata angesichts des…read more