Miss Booleana

ausgelesen: Terry Pratchett & Neil Gaiman „Good Omens“ (engl. Ausgabe)

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Ist das zu fassen? Das ist mein erster Terry Pratchett. Aber nicht mein erster Neil Gaiman (American Gods, Niemalsland). Und ist es zu fassen: da habe ich mich mit dem Lesen, im Glauben, dass die Adaption als Miniserie Ende 2018 kommt, so beeilt und dann wird sie auf 2019 verschoben. Aber wer wird sich beschweren. Good Omens war ein herrlicher Ritt aus Humor und Wortwitz. Das Buch handelt von dem Ende. Unser aller Ende. Dem Ende aller Tage. Dem finalen Kampf zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse. Von nichts…read more

ausgelesen: Ray Bradbury „Fahrenheit 451“ (engl. Ausgabe)

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Ein bläulich schimmerndes Gesicht, Spuren von Ruß und Asche und der stechende Geruch von Kerosin. Es braucht nicht mal die Arbeitskleidung der Feuerwehr, um zu erkennen, was sie machen. In Ray Bradburys Dystopie ist es nicht der Job der Feuerwehr Feuer zu löschen, sondern Feuer zu legen. Genauer gesagt Bücher zu verbrennen und die Gesellschaft vor schädlichem Gedankengut zu bewahren. Denn das ist es, zu was Bücher degradiert wurden. Freies Denken und Hinterfragen sowie Introspektion gelten als ketzerisch und sowohl für die Gesellschaft als auch das Selbst ungesund. Der Protagonist…read more

ausgelesen: Kazuo Ishiguro „Alles, was wir geben mussten“

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Es ist schwierig über das Buch, seine Bedeutung und Kontroversen zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Ohne den großen Knall vorwegzunehmen. Vor Allem ist es deswegen so schwierig, weil es in der Handlung auch nicht gerade bis zuletzt ein Geheimnis ist. In Alles, was wir geben mussten (im Original: Never let me go) erfahren wir von Kathy, inzwischen in ihren Dreißigern, wie sie einst in Hailsham mit ihrer besten Freundin Ruth und Tommy aufgewachsen ist und wie ihr Lebensweg danach verlief. Hailsham ist ein Internat, das anfangs klingt wie alle…read more

Feministischer Frühling: Ein Abschied vom Feministischen Frühling mit lesenswerten Geschichten von und über Frauen

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Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Mit dem sechsten Beitrag ist heute tatsächlich schon Schluss mit dem Thema, das leider auch etwas asynchron lief. Am Anfang war der Gedanke. Meine Arbeit als Softwareentwicklerin und so manche Geschlechterkontroverse hat schon seit Jahren den Begriff Gleichberechtigung und Feminismus in mein Blickfeld gerückt. Dann begann ich nebenbei als Teil eines kleinen Diversity-Teams in meiner Firma zu arbeiten. Und mein Bücher- und Film-vernarrtes Ich begann vor einer Weile zu realisieren, dass viele Protagonisten…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band II: Eine Metapher wandelt sich“

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Als ich Anfang des Jahres die Review zu Die Ermordung des Commendatore Band I schrieb, hatte ich mit einer Sache recht, mit einer anderen nicht. Zum Einen ja: der zweite Band ist dichter, liefert ein paar Antworten und zieht die Spannungsschrauben an. Aber nein, der Kreis zum Prolog schließt sich nur bedingt. Das ist vor Allem deswegen für mich persönlich etwas schade, weil mir der Prolog gut gefallen hat, er sich aber nun wenig in die Handlung fügt. Wir werden dem gesichtslosen Mann begegnen und der zweite Band das volle…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band I: Eine Idee erscheint“

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Wie aufregend. Ich war noch nie aktiv „dabei“, wenn ein Murakami veröffentlicht wird. Der Plan war, dass Buch schon am Erscheinungstag zu lesen. Das erste Mal seit langem, dass ich das überhaupt machen würde. Viel aufregender war dann das Buch zu bekommen – trotz oder gerade wegen der Vorbestellung. Aus meinem Plan wurde nichts. Aber das macht nichts. Schließlich sind Bücher geduldig. Nur ich nicht. Als ich es dann aber in Händen hielt und las, strahlte das Buch die Murakami-typische Ruhe aus. Es handelt von einem Künstler, unserem namenlosen Protagonisten,…read more

Feministischer Frühling: Virginia Woolf „A Room of One’s Own“ and „Three Guineas“ – zwei verschiedene Tonarten über Feminismus

Posted by in ausgelesen, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Zu den Beiträgen der Reihe gehörten bisher eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frauenbewegung, eine erste Berührung mit Virginia Woolf bzw. ihrer Figur „Mrs Dalloway“ und ein Blick auf den Begriff Diversity und wie Frauenbewegung heute oftmals wahrgenommen wird. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten Essays von Virginia Woolf, darunter das sehr bekannte „A Room of One’s Own“, das mir die liebe Sabine in Form einer wunderbaren Buchausgabe zukommen ließ….read more

13 Gedanken … April-Juni 2018

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Also eigentlich war es nicht geplant, dass ich so lange diese Kategorie hier pausiere. Die „Gedanken“ sollten ja ein Hort an Dingen sein, auf die ich gern zurückblicke und stressige, melancholische, schlechte Zeiten wegwische. Aber beim Umzugsstress und allen möglichen Nachwehen (kein Internet, Behördengänge, Versicherung, blabla) ging genau das unter. Muss nachgeholt werden. Gerade deswegen!! Filme von Luca Guadagnino Nachdem auch ich endlich im März Luca Guadagnino viel gelobtes Call me by your Name gesehen habe, legte ich kurz darauf I am Love nach. Und „I’m in love“ würde es…read more

Literarische-Fundstücke (oder so): „Die Känguru-Chroniken“ in Knete

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Wie habe ich das jetzt gefunden? Habe ich es überhaupt gefunden? Hat es nicht viel mehr mich gefunden? Der Youtube-Algorithmus ist schuld. Wer Die Känguru-Chroniken noch nicht kennt, erstens: hat was verpasst, zweitens: kann hier einen Vorgeschmack gewinnen und sollte dann ganz schnell den Rest nachholen. Der Bonus: es ist ein Animationsfilm – Stop Motion olé! Er entstand als Abschlussarbeit, die sich der Technik der Knetanimation widmet und stammt von Gerhard Nutz, Marcus Purr & Udo Breunig. „Die Känguru-Chroniken: Theorie & Praxis“, via MarcUweKling Click on the button below to…read more

ausgelesen: T.C. Boyle „Die Terranauten“

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T.C. Boyles Die Terranauten und ich: eine Beziehung voller Missverständnisse. Das könnte der Titel dieser Rezension sein. Alles fing an mit einem interessanten Cover und einem sehr vorteilhaft geschriebenem Klappentext. Dass ich von T.C. Boyle bis dahin noch nichts gelesen hatte, ist vielleicht zu meinem Nachteil. Dass ich über Die Terranauten nicht recherchiert habe, ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Manchmal möchte ich überrascht werden. Auf der Buchmesse 2017 begegnete mir das Buch das erste Mal. 2018 – selber Ort, ich nahm es mit. Denn schließlich (haha) hatte ich ein Jahr lang…read more