Miss Booleana

ausgelesen: Kazuo Ishiguro „Alles, was wir geben mussten“

Posted by in ausgelesen, Review

Es ist schwierig über das Buch, seine Bedeutung und Kontroversen zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Ohne den großen Knall vorwegzunehmen. Vor Allem ist es deswegen so schwierig, weil es in der Handlung auch nicht gerade bis zuletzt ein Geheimnis ist. In Alles, was wir geben mussten (im Original: Never let me go) erfahren wir von Kathy, inzwischen in ihren Dreißigern, wie sie einst in Hailsham mit ihrer besten Freundin Ruth und Tommy aufgewachsen ist und wie ihr Lebensweg danach verlief. Hailsham ist ein Internat, das anfangs klingt wie alle…read more

Feministischer Frühling: Ein Abschied vom Feministischen Frühling mit lesenswerten Geschichten von und über Frauen

Posted by in Film, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Mit dem sechsten Beitrag ist heute tatsächlich schon Schluss mit dem Thema, das leider auch etwas asynchron lief. Am Anfang war der Gedanke. Meine Arbeit als Softwareentwicklerin und so manche Geschlechterkontroverse hat schon seit Jahren den Begriff Gleichberechtigung und Feminismus in mein Blickfeld gerückt. Dann begann ich nebenbei als Teil eines kleinen Diversity-Teams in meiner Firma zu arbeiten. Und mein Bücher- und Film-vernarrtes Ich begann vor einer Weile zu realisieren, dass viele Protagonisten…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band II: Eine Metapher wandelt sich“

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Als ich Anfang des Jahres die Review zu Die Ermordung des Commendatore Band I schrieb, hatte ich mit einer Sache recht, mit einer anderen nicht. Zum Einen ja: der zweite Band ist dichter, liefert ein paar Antworten und zieht die Spannungsschrauben an. Aber nein, der Kreis zum Prolog schließt sich nur bedingt. Das ist vor Allem deswegen für mich persönlich etwas schade, weil mir der Prolog gut gefallen hat, er sich aber nun wenig in die Handlung fügt. Wir werden dem gesichtslosen Mann begegnen und der zweite Band das volle…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band I: Eine Idee erscheint“

Posted by in ausgelesen, Review

Wie aufregend. Ich war noch nie aktiv „dabei“, wenn ein Murakami veröffentlicht wird. Der Plan war, dass Buch schon am Erscheinungstag zu lesen. Das erste Mal seit langem, dass ich das überhaupt machen würde. Viel aufregender war dann das Buch zu bekommen – trotz oder gerade wegen der Vorbestellung. Aus meinem Plan wurde nichts. Aber das macht nichts. Schließlich sind Bücher geduldig. Nur ich nicht. Als ich es dann aber in Händen hielt und las, strahlte das Buch die Murakami-typische Ruhe aus. Es handelt von einem Künstler, unserem namenlosen Protagonisten,…read more

Feministischer Frühling: Virginia Woolf „A Room of One’s Own“ and „Three Guineas“ – zwei verschiedene Tonarten über Feminismus

Posted by in ausgelesen, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Zu den Beiträgen der Reihe gehörten bisher eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frauenbewegung, eine erste Berührung mit Virginia Woolf bzw. ihrer Figur „Mrs Dalloway“ und ein Blick auf den Begriff Diversity und wie Frauenbewegung heute oftmals wahrgenommen wird. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten Essays von Virginia Woolf, darunter das sehr bekannte „A Room of One’s Own“, das mir die liebe Sabine in Form einer wunderbaren Buchausgabe zukommen ließ….read more

13 Gedanken … April-Juni 2018

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Also eigentlich war es nicht geplant, dass ich so lange diese Kategorie hier pausiere. Die „Gedanken“ sollten ja ein Hort an Dingen sein, auf die ich gern zurückblicke und stressige, melancholische, schlechte Zeiten wegwische. Aber beim Umzugsstress und allen möglichen Nachwehen (kein Internet, Behördengänge, Versicherung, blabla) ging genau das unter. Muss nachgeholt werden. Gerade deswegen!! Filme von Luca Guadagnino Nachdem auch ich endlich im März Luca Guadagnino viel gelobtes Call me by your Name gesehen habe, legte ich kurz darauf I am Love nach. Und „I’m in love“ würde es…read more

Literarische-Fundstücke (oder so): „Die Känguru-Chroniken“ in Knete

Posted by in Deutschland, Film, Kurzfilm, Literatur

Wie habe ich das jetzt gefunden? Habe ich es überhaupt gefunden? Hat es nicht viel mehr mich gefunden? Der Youtube-Algorithmus ist schuld. Wer Die Känguru-Chroniken noch nicht kennt, erstens: hat was verpasst, zweitens: kann hier einen Vorgeschmack gewinnen und sollte dann ganz schnell den Rest nachholen. Der Bonus: es ist ein Animationsfilm – Stop Motion olé! Er entstand als Abschlussarbeit, die sich der Technik der Knetanimation widmet und stammt von Gerhard Nutz, Marcus Purr & Udo Breunig. „Die Känguru-Chroniken: Theorie & Praxis“, via MarcUweKling Klick auf den Button, um Inhalte…read more

ausgelesen: T.C. Boyle „Die Terranauten“

Posted by in ausgelesen, Review

T.C. Boyles Die Terranauten und ich: eine Beziehung voller Missverständnisse. Das könnte der Titel dieser Rezension sein. Alles fing an mit einem interessanten Cover und einem sehr vorteilhaft geschriebenem Klappentext. Dass ich von T.C. Boyle bis dahin noch nichts gelesen hatte, ist vielleicht zu meinem Nachteil. Dass ich über Die Terranauten nicht recherchiert habe, ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Manchmal möchte ich überrascht werden. Auf der Buchmesse 2017 begegnete mir das Buch das erste Mal. 2018 – selber Ort, ich nahm es mit. Denn schließlich (haha) hatte ich ein Jahr lang…read more

Feministischer Frühling: Buch-Besprechung „Mrs Dalloway“ von Virginia Woolf

Posted by in Gedanken, Literatur, Review

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich dem Thema Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Während es im letzten Beitrag um die Geschichte des Feminismus ging, ist heute eine Autorin dran, von der ich ewig schon etwas lesen wollte und die eng mit dem Thema verzahnt ist. Es geht um Virginia Woolfs Roman „Mrs Dalloway“. Clarissa Das Buch schildert einen Tag aus dem privilegierten Leben der titelgebenden Clarissa Dalloway, die Frau eines Politikers ist. In London einige Zeit nach Ende des ersten Weltkriegs, gehören ihre Gedanken…read more

Rückblick: Mai 2018

Posted by in Rückblick

Der Monat mit dem Wetter So einen Mai hatten wir schon lange nicht mehr 🙂 Viele Feiertage inkl. Potential für Brückentage und das bei dem Wetter. Aber die einen oder anderen von euch wurden vielleicht von Unwetter gepiesakt. Auch wir hatten mäßig viel von dem „Wonne-Monat“. Der stand im Zeichen der Umugs-Nachwehen, d.h. „Wohnung schön machen“ und „alte Wohnung schönen machen und übergeben“. Und in unserem speziellen Fall „Internet zum laufen kriegen“. Unser Anbieter war dabei nur mäßig eine Hilfe und den Techniker, der es verbockt hat, würde ich am…read more

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