Miss Booleana

ausgelesen: Stephen King „Schwarz“

Posted by in ausgelesen, Review

Es waren mehrere Leute, die mir sagten, dass ich als Stephen-King-Fan etwas verpasst habe, wenn ich die Dunkler-Turm-Reihe nicht gelesen habe. So erfuhr ich auch, dass die Reihe später deutlich meta wird und der King gar selbst in irgendeiner Form auftritt. Tatsächlich hatte mich dieser sanfte Spoiler damit geködert. Als dann auch noch der Kinofilm mit Idris Elba als Gunslinger bzw. Der Revolvermann in die Lichtspielhäuser einzog, war ich schon fast versucht den Film zu schauen. Schlechte Reviews hielten mich zurück. Sollte ich mir den Eindruck dieser von einigen legendär…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“

Posted by in ausgelesen, Review

Da habe ich das Buch kaum aus der Hand gelegt, da juckt es mich ja schon etwas in den Fingern Gefährlich Geliebte doch noch zu lesen. Die meisten wissen wahrscheinlich Bescheid über das Zerwürfnis des Literarischen Quartetts und den Krach, der letzten Endes Sigrid Löffler dazu brachte auszusteigen. Gestritten wurde eben über Haruki Murakamis Buch Gefährliche Geliebte, damals noch in einer Ausgabe, die aus dem Amerikanischen übersetzt wurde. Als ich 2017 mal einen Vortrag von Ursula Gräfe hörte, die heute so ziemlich alles von Murakami übersetzt, schlaute sie das Publikum…read more

ausgelesen: Paul Auster „4 3 2 1“ (engl. Ausgabe)

Posted by in ausgelesen, Review

Als ich das erste Mal von 4 3 2 1 hörte und im Zusammenhang damit von Paul Auster las, hatte ich das ungute Gefühl etwas verpasst zu haben. Paul Austers Bücher hatten bisher meinen Weg nicht gekreuzt. 4 3 2 1 klang besonders, mutig und ein bisschen speziell. Es handelt von vier Versionen des Lebens eines Menschen. Wie unterschiedlich kann ein und dasselbe Leben verlaufen? Sich ein und derselbe Mensch entwickeln? Und somit wurde das Buch eins der acht, die ich mir für 2018 als Leseziele vornehmen würde. Auch wenn…read more

ausgelesen: Terry Pratchett & Neil Gaiman „Good Omens“ (engl. Ausgabe)

Posted by in ausgelesen, Review

Ist das zu fassen? Das ist mein erster Terry Pratchett. Aber nicht mein erster Neil Gaiman (American Gods, Niemalsland). Und ist es zu fassen: da habe ich mich mit dem Lesen, im Glauben, dass die Adaption als Miniserie Ende 2018 kommt, so beeilt und dann wird sie auf 2019 verschoben. Aber wer wird sich beschweren. Good Omens war ein herrlicher Ritt aus Humor und Wortwitz. Das Buch handelt von dem Ende. Unser aller Ende. Dem Ende aller Tage. Dem finalen Kampf zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse. Von nichts…read more

ausgelesen: Ray Bradbury „Fahrenheit 451“ (engl. Ausgabe)

Posted by in ausgelesen, Review

Ein bläulich schimmerndes Gesicht, Spuren von Ruß und Asche und der stechende Geruch von Kerosin. Es braucht nicht mal die Arbeitskleidung der Feuerwehr, um zu erkennen, was sie machen. In Ray Bradburys Dystopie ist es nicht der Job der Feuerwehr Feuer zu löschen, sondern Feuer zu legen. Genauer gesagt Bücher zu verbrennen und die Gesellschaft vor schädlichem Gedankengut zu bewahren. Denn das ist es, zu was Bücher degradiert wurden. Freies Denken und Hinterfragen sowie Introspektion gelten als ketzerisch und sowohl für die Gesellschaft als auch das Selbst ungesund. Der Protagonist…read more

ausgelesen: Kazuo Ishiguro „Alles, was wir geben mussten“

Posted by in ausgelesen, Review

Es ist schwierig über das Buch, seine Bedeutung und Kontroversen zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Ohne den großen Knall vorwegzunehmen. Vor Allem ist es deswegen so schwierig, weil es in der Handlung auch nicht gerade bis zuletzt ein Geheimnis ist. In Alles, was wir geben mussten (im Original: Never let me go) erfahren wir von Kathy, inzwischen in ihren Dreißigern, wie sie einst in Hailsham mit ihrer besten Freundin Ruth und Tommy aufgewachsen ist und wie ihr Lebensweg danach verlief. Hailsham ist ein Internat, das anfangs klingt wie alle…read more

Feministischer Frühling: Ein Abschied vom Feministischen Frühling mit lesenswerten Geschichten von und über Frauen

Posted by in Film, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Mit dem sechsten Beitrag ist heute tatsächlich schon Schluss mit dem Thema, das leider auch etwas asynchron lief. Am Anfang war der Gedanke. Meine Arbeit als Softwareentwicklerin und so manche Geschlechterkontroverse hat schon seit Jahren den Begriff Gleichberechtigung und Feminismus in mein Blickfeld gerückt. Dann begann ich nebenbei als Teil eines kleinen Diversity-Teams in meiner Firma zu arbeiten. Und mein Bücher- und Film-vernarrtes Ich begann vor einer Weile zu realisieren, dass viele Protagonisten…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band II: Eine Metapher wandelt sich“

Posted by in ausgelesen, Review

Als ich Anfang des Jahres die Review zu Die Ermordung des Commendatore Band I schrieb, hatte ich mit einer Sache recht, mit einer anderen nicht. Zum Einen ja: der zweite Band ist dichter, liefert ein paar Antworten und zieht die Spannungsschrauben an. Aber nein, der Kreis zum Prolog schließt sich nur bedingt. Das ist vor Allem deswegen für mich persönlich etwas schade, weil mir der Prolog gut gefallen hat, er sich aber nun wenig in die Handlung fügt. Wir werden dem gesichtslosen Mann begegnen und der zweite Band das volle…read more

ausgelesen: Haruki Murakami „Die Ermordung des Commendatore Band I: Eine Idee erscheint“

Posted by in ausgelesen, Review

Wie aufregend. Ich war noch nie aktiv „dabei“, wenn ein Murakami veröffentlicht wird. Der Plan war, dass Buch schon am Erscheinungstag zu lesen. Das erste Mal seit langem, dass ich das überhaupt machen würde. Viel aufregender war dann das Buch zu bekommen – trotz oder gerade wegen der Vorbestellung. Aus meinem Plan wurde nichts. Aber das macht nichts. Schließlich sind Bücher geduldig. Nur ich nicht. Als ich es dann aber in Händen hielt und las, strahlte das Buch die Murakami-typische Ruhe aus. Es handelt von einem Künstler, unserem namenlosen Protagonisten,…read more

Feministischer Frühling: Virginia Woolf „A Room of One’s Own“ and „Three Guineas“ – zwei verschiedene Tonarten über Feminismus

Posted by in ausgelesen, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Zu den Beiträgen der Reihe gehörten bisher eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frauenbewegung, eine erste Berührung mit Virginia Woolf bzw. ihrer Figur „Mrs Dalloway“ und ein Blick auf den Begriff Diversity und wie Frauenbewegung heute oftmals wahrgenommen wird. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten Essays von Virginia Woolf, darunter das sehr bekannte „A Room of One’s Own“, das mir die liebe Sabine in Form einer wunderbaren Buchausgabe zukommen ließ….read more