Miss Booleana

ausgelesen: Jane Austen „Anne Elliot“

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Als ich neulich den Trailer zur jüngsten Jane-Austen-Verfilmung aus dem Hause Netflix sah, wurde mir bewusst, dass ich das Buch zwar schon gelesen, aber hier nie besprochen habe. Es erschien unter dem Titel Anne Elliot, ist aber vielen Austen-Fans sicherlich v.A. unter Überredung oder Persuasion bekannt. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, findet sich auf dem deutsche Markt gar der Titel Anne Elliot oder die Kraft der Überredung. 🙂 Alles klar, oder? Anne Elliot ist auch der Name der Protagonistin von Jane Austens Roman. Überredung ist mehr der große Fehler,…read more

ausgelesen: Jeanette Winterson „Die steinernen Götter“

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Der Buchbubble und Buchblogs sei Dank konnte ich im Laufe der Jahre viel wunderbare Literatur kennenlernen und mich dadurch (wie ich gern glauben möchte) als Leserin weiterentwickeln.  Was sich auch weiterentwickelt hat ist meine To-Read-Liste. V.A. die Anzahl der Bücher darin. 🙂 Manchmal dauert es ein bisschen, aber vergessen werden all die Bücher nicht. So las ich neulich Die steinernen Götter, das ich einst innerhalb Sabines Reihe #WomeninSciFi und dort durch die Besprechung Birgits kennenlernte. Ohne, dass ich das damals wusste, „checkt“ das Buch „viele meiner Boxen“ wie man so…read more

ausgelesen: Margaret Atwood „Der blinde Mörder“

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In Filmen gelten meist die jungen und schönen als schick und Protagonist*innen-Material. Eine alte, gebrechliche Frau trifft man gar nicht so wirklich oft als Erzählerin an. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sogar eher noch ein alter Mann solches Protagonistenmaterial ist. Vielleicht ist das aber auch ein Bias, weil ich hoffentlich mal eine sehr alte Frau sein darf und mir Relevanz für diese wie auch alle anderen älteren Damen wünsche. In Margaret Atwoods Der blinde Mörder ist unsere Erzählerin die betagte Iris. Während sie sich von Arzttermin zu Anwaltstermin zu…read more

Auf ein Wort: Was Fan-Fiction kann

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Über Fan-Fiction redet man nicht. Außer diejenigen, die Fan-Fiction (FF) lesen mit anderen, die FF lesen. Oder? Zumindest war das bisher mein Eindruck. Ab und zu kriege ich mal mit, dass andere (Buch)Blogger*innen in einem Nebensatz erwähnen Fan-Fiction gelesen zu haben. Allgemein scheinen FF aber eher einen Ruf als piefige, schlecht geschriebene Verulkung und Ausleben süßlicher Fanträume zu haben, die einen guten Gag abgeben, aber allgemein nicht „schick“ genug sind. Beschäftigt man sich mit einem bestimmten „Fandom“ also einem Personenkreis aus Fans einer Serie, bestimmter Literatur oder Filmen, dann stolpert…read more

ausgelesen: Thea Dorn „Die Unglückseligen“

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Es scheint Schicksal zu sein, als sich in einem Supermarkt in den USA die Molekularbiologin Dr. Johanna Mawet und ein verstörter Mann im Hawaii-Hemd begegnen. Denn während Johanna Unsterblichkeit erforscht, ist er unsterblich. Oder sowas in der Art. Er fällt ihr besonders durch sein Verhalten auf. Sie fällt ihm auf, weil er meint in ihr den leibhaftigen Teufel zu erkennen. Ihre Wege kreuzen sich noch ein paar Mal bis er vorgibt Johann Wilhelm Ritter zu sein – ein deutscher Physiker, der vor über 200 Jahren gelebt hat. Anfangs glaubt Johanna…read more

Netzgeflüster: Buch-Besprechung „Sex Machina“

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Als ich letztes Jahr die „KI & Wir“ (1. Convention zu Künstlicher Intelligenz und Gender in Magdeburg) besuchte, verpasste ich leider das Panel mit Sophie Wennerscheid und beschloss stattdessen ihr Buch „Sex Machina“ zu lesen, das als Schnittstelle zwischen Geschlecht, Beziehung, Sexualität und Technik fragt „Wie sieht die Zukunft der Lust aus?“ Der Themenmix ist zumindest in meinem Sachbuch-Regal ziemlich einzigartig und hat (vielleicht gerade deswegen) den Bann zwischen mir und den Sachbüchern gebrochen. Ich lese nämlich zu wenige davon. Aber das hier mit Spannung.

Das gehörte Wort … Hörbuch-Besprechung zu „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis

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Einen Autorinnenschuber bekomme ich spielend hin. Aber in anderen Belangen habe ich noch Nachholbedarf. So lese ich zwar viel von nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Autor*innen, was aber ist mit afrikanischen und südamerikanischen? Klar, was den Marquez betrifft, habe ich meine Hausaufgaben gemacht. Aber es gibt noch soviel zu entdecken. Was mir da sehr gelegen kam war der Vorschlag im Buchclub „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis zu lesen. Wenn mein Gedächtnis niemanden unterschlägt, ist sie die erste alaskisch-indigene Autorin, die ich lese. Oder in diesem Fall höre. Der 1993 erschienene…read more

ausgelesen: Olga Tokarczuk „Gesang der Fledermäuse“ #OlgaLesen

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2019 bekam die polnische Schriftstellern Olga Tokarczuk rückwirkend den Literaturnobelpreis 2018. Ihr Name war mir nicht geläufig und das wollte ich, wie scheinbar einige, ändern. Die Aktion #OlgaLesen wurde u.a. von Karla Paul ausgerufen. Aus einer Mischung aus Solidarität für weibliche Autorinnen und Neugier griff ich nun zu einem Buch, das mir bei der #OlgaRecherche sehr positiv auffiel. Gesang der Fledermäuse handelt von einer zurückgezogen lebenden, älteren Polin; die Astrologie praktiziert und sich sehr mit der Natur verbunden fühlt. Als in ihrer Umgebung ein Jäger stirbt, ist sie überzeugt: die…read more

Literarische-Fundstücke: Fünf Weisheiten aus Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“

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Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“ ist wohl das, was man als polarisierend bezeichnen würde. Es scheint nur zwei Meinungen zu geben. Entweder man liebt es, lässt sich davontragen und vergießt viele Tränen; oder man hasst es und fühlt sich davon an der Nase herumgeführt. Ich habe ja die Theorie, dass Bücher ab einer bestimmten Seitenzahl die Intensität mit der sie wahrgenommen werden, multiplizieren. Man verbringt eben soviel Zeit damit! 🙂 Mit diesen 960 Seiten … . Daher fahre ich mal den Ansatz vor meiner Besprechung des Buches fünf Passagen für…read more

ausgelesen: Simone de Beauvoir „Alle Menschen sind sterblich“

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Als Régine Fosca trifft, hält sie ihn für einen Sonderling. Aber gerade interessant genug, um ihn zu bemerken. Sie ist schön, arrogant, lebenslustig; eine Schauspielerin mit einem unstillbaren Durst nach Anerkennung. Er hingegen scheint sie kaum zu beachten. Und das macht sie wahnsinnig. Als sie endlich seine Aufmerksamkeit hat, drängt sie ihn, von sich zu erzählen. Was Fosca tut. Und das ist eine längere Geschichte, denn Fosca ist unsterblich. Er wurde im 13. Jahrhundert in der fiktiven italienischen Stadt Carmona geboren. Er sieht in Carmona Könige aufsteigen und fallen und…read more