Miss Booleana

ausgelesen: Calvin Kasulke „Several People Are Typing“

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Unsere Home-Office-Tage sind entweder gezählt oder es hat bedingt durch die Pandemie doch ein Umdenken zu flexiblerem Arbeiten stattgefunden. In welche Richtung es geht, werden wohl die nächsten Monate zeigen. Zumindest in den Berufen, in denen das überhaupt eine Option ist. Calvin Kasulke hat einen Roman geschrieben, der damit genau zur rechten Zeit kommt. In Several People Are Typing dürfen Leser:innen dem Slack-Chat einer Online-Marketing-Agentur beiwohnen. Und was wir dort schon auf der ersten Seite lesen ist entweder ein sehr witziger Gag oder einfach abgefahren. Geralt, einer der Angestellten, wurde…read more

Serien-Besprechung: „Schitt’s Creek“ Season 5

Posted by in Review, Serienlandschaft

Als in Staffel 1 die überspannte, ehemals reiche Familie Rose im Ort „Schitts Creek“ aufschlägt und von vorn anfangen muss, nachdem sie all ihr Hab und Gut verloren haben, hat mich der Humor noch nicht so richtig gekriegt. Die Satire auf das „Reality-TV über reiche Leute“ wirkte zu sehr so als ob man eigentlich die Bevölkerung von „Schitt’s Creek“ persifliert statt der reichen und allürenbehafteten Roses. Mit der langsamen Erwärmung der Familie für ihre neuen Freunde und ihr Zuhause-wider-Willen gefällt der Ton ab Staffel 2 deutlich besser. Spätestens ab Staffel…read more

Serien-Besprechung: „Schitt’s Creek“ Season 4

Posted by in Review, Serienlandschaft

In der Besprechung zur dritten Staffel habe ich es schon gesagt: ich bin am Haken. Es lohnt sich an der Serie dranzubleiben, auch wenn einem die erste Staffel noch nicht so wahnsinnig gefallen hat. Zumindest ich bin seit der dritten Staffel im Binge-Modus. Wie gehts weiter für die Roses und ihre Freunde und Kollegen in „Schitt’s Creek“? Besprechung ist weitestgehend spoilerfrei für die vierte Staffel, leider nicht für vorherige. Das kann man wohl einen Auftakt mit Paukenschlag nennen. Nachdem Johnny (Eugene Levy) mit Stevie (Emily Hampshire) zusammen das Hotel leitet,…read more

Das gehörte Wort … Hörbuch-Besprechung zu „Foe“ von Iain Reid

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Nachdem mir Iain Reids I’m Thinking of Ending Things so gut gefallen hat, wurde ich neugierig und habe mal nachgeschaut, was Autor Iain Reid noch so geschrieben hat. „Foe“ klang zwar ziemlich geheimnisvoll, aber wie es der Zufall so wollte, gab es auch hier wieder das Hörbuch im Angebot und so war die Entscheidung schnell gefallen. Ähnlich I’m Thinking of Ending Things ist auch Foe ein Buch, über das man besser nicht zuviel verrät. Wenn man den Inhalt unbefleckt und ohne Vorbelastung auf sich wirken lässt, funktioniert es sicherlich am…read more

Serien-Besprechung: „Mad Men“ Season 4

Posted by in Review, Serienlandschaft

Uff, warum habe ich so lange gebraucht eine Besprechung zu „Mad Men“ Season 4 zu veröffentlichen, wenn ich sie doch im Januar 2020(!) zu Ende geschaut habe!? Wahrscheinlich weil soviel passiert ist – und soviel Drama! Die Besprechung ist spoilerfrei, enthält aber zwangsläufig Spoiler für vorherige Staffeln. Während in der dritten Staffel trotzt angedeuteter großer Veränderungen alles erstmal in gewohnten Bahnen verlief, ist Staffel 4 die, in der nun alle lange entwickelten Handlungsböden beginnen Konsequenzen nach sich zu ziehen. Und sind der offenkundige Anfang von Don Drapers (Jon Hamm) beginnendem…read more

Anime-Besprechung „Tokyo Marble Chocolate“ (JFFPlus 2021)

Posted by in 2007, Animationsfilm, Anime, Film, Japan, Liebesfilm, Review

Seit 2016 bewirbt das Japanese Film Festival (JFF) die ganze Bandbreite des japanischen Films. Zuerst in Südostasien und Australien, dann in immer weiteren Ländern wie beispielsweise auch Teilen Europas. Zwischen November 2020 und März 2021 fand nun die letzte Runde statt – dieses Mal als Online-Filmfestival, dessen Beiträge nach Anmeldung auf der Webseite von JFF zum kostenfreien Streamen zur Verfügung stand. Und weil ich den japanischen Film liebe, konnte ich nicht widerstehen und bespreche heute einen der Anime, die ich geschaut habe. Die Besprechungen sind selbstverständlich spoilerfrei. Tokyo Marble Chocolate…read more

ausgelesen: Sally Rooney „Gespräche mit Freunden“

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Sally Rooney ist überall. Ihre Bücher poppen in der Buchblogszene auf, wurden überbordend viel diskutiert. Kaum, dass Normal People als Serie adaptiert und viele Male gelobt wurde, erfolgt die Bekanntgabe der Serienadaption von Gespräche mit Freunden aka Conversations with Friends. Läuft bei Sally Rooney. Las ich mir den Buchklappentext ihrer Bücher durch, hatte ich immer den Eindruck, dass es um nichts und alles geht. Aber ich hätte nicht von dem Buch erwartet, dass „viel passiert“ – so wie Bücher eben oft gemessen werden (leider). So ähnlich wie in diesem Video…read more

Netzgeflüster: Buch-Besprechung „Sex Machina“

Posted by in Informatik, Netzgeflüster

Als ich letztes Jahr die „KI & Wir“ (1. Convention zu Künstlicher Intelligenz und Gender in Magdeburg) besuchte, verpasste ich leider das Panel mit Sophie Wennerscheid und beschloss stattdessen ihr Buch „Sex Machina“ zu lesen, das als Schnittstelle zwischen Geschlecht, Beziehung, Sexualität und Technik fragt „Wie sieht die Zukunft der Lust aus?“ Der Themenmix ist zumindest in meinem Sachbuch-Regal ziemlich einzigartig und hat (vielleicht gerade deswegen) den Bann zwischen mir und den Sachbüchern gebrochen. Ich lese nämlich zu wenige davon. Aber das hier mit Spannung.

Serien-Besprechung: „Fleabag“ Season 1 & 2

Posted by in Review, Serienlandschaft

Als vor ein paar Jahren schon mal alle über „Fleabag“ redeten, war ich gar nicht so unbedingt angefixt. Comedy hat es bei mir immer recht schwer und ich gestehe die schnell auszuklammern und gar nicht erst auf die Watchliste zu setzen. Als ich neulich mehr aus Zufall und Laune doch mal rein schaltete, lernte ich schnell, dass „Fleabag“ was besonderes und bei weitem nicht so einfach in die Schublade zu stecken ist. Vielleicht wird es die beste Serie, die ich dieses Jahr gesehen habe. Wie konnte ich Fleabag ignorieren?? Reviews…read more

ausgelesen: Hanya Yanagihara „Ein wenig Leben“

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Zur Zeit seiner Veröffentlichung im englischsprachigen Original 2015 bis zur Zeit der deutschen Erstauflage 2018 ging Hanya Yanagiharas Buch wie ein Gespenst in den Literaturgesprächen und der Blogosphäre um. Jeder schien es zu lesen, zu besprechen und es schien nur zwei vorrangige Meinungen und Gefühle zu geben: Abneigung oder Liebe. Für die einen schien es das beste Buch zu sein, das sie je gelesen haben; für die anderen prätentiös und formelhaft. Viele empfanden das Buch als eines, das sie auf der Suche nach einem Happy End für geschundene Seelen an…read more