Liebster Award XI

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Filmschrott hat es inzwischen schon wieder getan. Bereits vor Monaten gab es aber schon Mal sehr wohl intelligente Antworten auf interessante Fragen 😉 . So wie es aussieht bin ich Filmschrott noch Antworten auf seine Fragen schuldig, denn er hat mich nominiert. Danke dafür! Hat etwas gedauert, aber vergessen habe ich es nicht. Nicht ganz. Naja, ein bisschen vielleicht … .

1. Was ist der schlechteste Film, den du je gesehen hast?

Meine Nennungen hauen jetzt wahrscheinlich niemandem vom Hocker. Im Gegensatz zu Filmschrott reize ich die Grenzen des Trashs nicht aus, v.A. nicht bewusst. D.h. dass ich um zweiköpfige Haie und dergleichen einen großen Bogen mache. Wenn ich also einen Film sehe und als schlecht bewerte, dann hatte ich vorher zumindest die Hoffnung, dass es irgendwie unterhaltsam wird. Solche Erlebnisse die auf enttäuschten Erwartungen beruhen sind … scheiße. Sag ich mal so. Aber höchstwahrscheinlich trifft das jetzt Filme, die ein anderer mit viel geringeren Erwartungen geschaut hat und halb so schlimm fand. Namentlich: Prakti.com und Tusk. Was für ein Müll. Bei Prakti.com waren die besten Szenen im Trailer und der Rest war vorpubertärer Schwachsinn und übertriebene Darstellung von Nerdtum und gängigen Vorurteilen verkleidet in pseudo-erwachsenes Gewäsch, dass ich null ernst nehmen konnte. Tusk war einfach nur absurd. Obwohl die Idee nach Trash klang, der Spaß macht, war die Umsetzung nur abstrus und die Qualität schwankte extrem stark. Ein gewisser peinlicher Überraschungsauftritt setzt dem ganzen nur die Krone auf … .

2. Welchen Film, den sonst eigentlich jeder scheiße findet, kannst du dir immer wieder angucken?

Die Cineasten sind nur mäßig begeistert von Red Lights. Für mich ist der Film die volle Punktezahl auf der Skala wert. Egal ob gemessen in Sternchen, DeLoreans oder Karotten. Außerdem mochte ich Brautalarm sehr, was wohl wegen gewisser Fäkalszenen auch nur bedingt gut ankommt.


3. Bei welchem Schauspieler/Regisseur/etc. sinkt dein Interesse an einem Film direkt in den Keller?

Michael Bay hats bei mir extrem schwer. Jetzt inzwischen auch Kevin Smith, obwohl da zumindest noch Interesse da ist. Sei es auch nur um sich aufzuregen. XD Unter den Schauspielern haben es Anne Hathaway und Channing Tatum schwer bei mir. Noch schlimmer: Steve Carell und Will Ferrell. Die sind echt ein rotes Tuch für mich. Geht gar nicht. Und in den meisten Filmen, die ich mit ihnen gesehen habe, finde ich auch sie überhaupt nicht lustig oder mehr zum Fremdschämen. Dabei ist Steve Carell in ernsteren Rollen gar nicht so schlecht, oder wenn er einfach ein bisschen der Fiesling sein darf. So gesehen bei Ganz weit hinten (The Way Way Back). Nicht wegen ihm als Person, sondern wegen des grenzwertigen Humors bei der Mehrzahl seiner Filme, mache ich außerdem einen Bogen um Adam Sandler.

4. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Der Austausch mit anderen. Die Überraschungen, welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in den Kommentaren zutage gefördert werden, die Anekdoten, das diskutieren. Menschen, die dieselben Leidenschaften teilen. Hier findet man mal Leute, die dieselben Anime kennen oder Filmfanatismus leben. Oder auch die Zufälle: Franziska von Gurkknauers Kulturblog und ich kommen beide aus derselben Ecke der Welt und man fragt sich, warum wir uns noch nie begegnet sind 😀 Mit einem Blog wirds nie langweilig und man kann das Ding so gestalten wie man will. Das Miteinander in Blogaktionen ist auch was sehr tolles! Und ich muss gestehen, dass ich’s einfach liebe, glücklich und zufrieden bin, wenn ich auf einen fertigen Artikel schaue und meine Meinung in die Welt schicken darf.

5. Und was am wenigsten?

Hater oder sinnlose Kommentare, die nur darauf abzielen jemanden zu verärgern. Das kommt immerhin nicht oft vor. Schwierig finde ich Spoiler. Die lese ja mindestens ich. Meistens einmal – kurz bevor ich den Kommentar lösche oder die Genehmigung entziehe. Im schlimmsten Fall lesen es mehrere Leute, weil ich nicht schnell genug war, den Kommentar zu entfernen. Kommt auch nicht oft vor, manchmal lässt es sich auch einfach lösen. Außerdem finde ich es beim Bloggen sehr schwierig allen Einschränkungen durch Copyright gerecht zu werden. Manchmal kommt es mir vor wie spazieren gehen auf dünnem Eis.

6. Bei welchem Buch wolltest du beim Lesen den Papierklumpen in deiner Hand am liebsten in Fetzen reißen, weil es so schlecht war?

Das ist die gleiche Antwort wie auf die Frage „Gibt es ein Buch, dass du nicht zu Ende gelesen hast, weil es so schlecht war?“ Nämlich „Ritus“ von Markus Heitz. Das fand ich so schlecht, dass ich es weggelegt und nie zu Ende gelesen habe und danach sehr lange kein Fantasybuch mehr gelesen habe. Der Klappentext lässt es wie die Buch-Version von Der Pakt der Wölfe klingen – auf zwei Zeitebenen, eine davon in der heutigen Zeit. Was ich erst beim Lesen gemerkt habe: in der Gegenwart geht es um Werwolf-Clans, die um die Weltherrschaft oder sowas kämpfen und alle obercool sind und mit flatternden weißen Ledermänteln rumlaufen, ach geh doch ab, sowas kann ich nicht lesen, sorry.

7. Nostalgie ist ja manchmal nicht alles. Welchen Film, den du als Kind geliebt hast, kannst du dir heute nicht mehr angucken?

… ich verstehe die Frage nicht. (Ich gucke sie immer noch alle gern 😉 )

8. Und auch hohe Erwartungen können oft ins Gegenteil umschlagen. Welcher Film hat dich am meisten enttäuscht?

Siehe 1. 😉

9. Über welches Thema würdest du gerne mal schreiben, hast es aber bisher, aus welchem Grund auch immer, nicht gemacht?

Manchmal würde ich gern über meinen Job schreiben. Über den Berufseinstieg im speziellen. Inwiefern sich das mit meinen Erwartungen und Wünschen gedeckt hat und inwiefern nicht. Aber das käme mir unprofessionell vor, weil ich das nur sehr abstrakt tun kann, da ich keine Details verraten sollte. Und das auch nicht möchte. Es gibt da nämlich ein kleines Wort, das viel verändert, insbesodere im Internet: confidential. Und wenn ich mich nebulös geben muss, macht das auch wieder keinen Sinn.

10. Auf welchen Film/welche Serie/welches Buch/etc. freust du dich 2015 am meisten?

Das war ursprünglich der Film The Imitation Game und die dritte Staffel von Hannibal. Ersteres war schlechter als erwartet, wenn auch ein im Großen und Ganzen guter Film. Von Hannibal bin ich sehr begeistert bisher. Aber auch sehr geschockt, da neulich bekannt wurde, dass die Serie abgesetzt wird. Bei Büchern habe ich mich sehr auf Stephen Kings „Der Anschlag“ gefreut und auf Neil Gaimans „American Gods“. Der Anschlag lese ich inzwischen. Habe damit endlich angefangen, weil ich gern vor den ersten Trailern zur Serienadaption fertig sein möchte. Und jetzt habe ich mitbekommen, dass American Gods auch als Serie umgesetzt wird! Übrigens durch Bryan Fuller, der jüngst Hannibal produzierte … der Kreis schließt sich.

11. Und auf was hast du im neuen Jahr gar keinen Bock?

Ich hatte gar keinen Bock auf das Entfernen meiner Weisheitszähne. War Anfang des Jahres, ist vorbei und erledigt 😉

Wie siehts denn bei euch aktuell aus – worauf habt ihr euch im Jahr 2015 besonders gefreut? Ist es schon eingetreten und hat es gehalten, was ihr euch davon versprochen habt? Versucht ihr auch vor der Veröffentlichung irgendeiner Serie oder irgendeines Films noch schnell ein Buch auszulesen? Und was ist der schlechteste Film, den ihr bisher gesehen habt?