#Japanuary 2021 – Ankündigung

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Der Januar naht, die guten Vorsätze sind schon da. Wie schon in den vergangenen drei Jahren nehme auch ich wieder am #Japanuary teil. Filmfan: check, Japanfan: check – also klare Sache. Ihr auch? Dann macht mit! Oder um es mit den Worten der Initiatoren von SchönerDenken zu sagen: #ErscheinenSieSonstWeinenSie! 🙂

Wie funktionierte das doch gleich mit diesem #Japanuary?

Zitat japanuary.de: „Um was geht es? Es geht darum, im Januar acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Und wer keine acht Filme schafft, ist auch willkommen 🙂 Die offiziellen Hashtags sind #Japanuary und #Japanuary2021.“

Was der Text oben nicht verrät ist, dass es das vierte Mal ist, dass der #Japanuary stattfindet, der 2017 auf Twitter aus dem Taufbecken gehoben wurde. Die Idee kam wohl wie Legenden besagen von @politikundliebe, die Abspanngucker und Kompendium des Unbehagens. Jährlich sammeln nun die Initiatoren bei SchönerDenken freundlicherweise die Teilnehmer, die Filme und machen selber auch mit. Auf Twitter gibt es üblicherweise Diskussionen unter den oben genannten Hashtags und ich könnte kaum enthusiastischer sein! 😀 Start the start! … Ah. Okay. Es ist noch nicht Januar. Aber bald! Von daher …

Meine Filmliste

  • 100 Yen Love
  • Terra Formars
  • Creepy
  • Happiness
  • Lesson of the Evil
  • Bescheidene Helden
  • JAM
  • Herr Fuku-chan von nebenan

Die Liste und den Fortschritt kann man auch auf Letterboxd verfolgen. Dieses Jahr hat mich bei meiner Filmauswahl ein bisschen das Glück verlassen. Eigentlich habe ich durch die Podiumsdiskussionen rund um die Nippon Connection 2020 und dessen/deren Motto „Female Futures?“ soviele spannende Anspieltipps für Filme von Regiseurinnen und Drehbuchautorinnen mitgenommen und was ist!? Ich konnte keinen einzigen auftreiben. In keinem Streamingportal, keine DVD aus Deutschland, nicht mal ein Europa-Import. Maximal noch ein teurer Japan-Import, dann aber ohne nicht-japanische Untertitel und mit der Gefahr, dass ich nicht alles verstehe. Ein bisschen Japanisch kann ich ja, aber für ganze Filme ohne Untertitel reicht es leider nicht oder nur mäßig. Zumindest ist es dann kein Filmgenuss. Ein Jammer. Ich hatte mich schon so auf Tremble all you want, Yuki-onna und Japanese Girls Never Die gefreut. Wir denken uns unseren Teil über Angebot und Nachfrage, mangelnde Unterstützung und die Rolle der Frau im Filmbusiness. So ist die Liste doch weitaus männlicher besetzt und einige Namen wie SABU und Takashii Miike doppeln sich.

Enthusiastisch bin ich natürlich trotzdem. Besonders 100 Yen Love stand auf meiner Liste, seitdem ich den im Kino verpasst habe. Bei Terra Formars von Takashi Miike erwarte ich ein Trashfest. Weniger bei seinem Lesson of the Evil, sondern nur die normalen menschlichen Abgründe. EVERYONE IN CLASS, SLAUGHTERED. steht in Letterboxd … vielversprechend. Happiness von Sabu wollte ich damals auf der Nippon Connection unbedingt sehen, habe den aber leider verpasst. Als Teil des Sortiments von Rapid Eye Movies steht er aber via Vimeo on Demand zum Stream bereit, genauso wie Jam. Der ist auf der Liste hochgerutscht, weil ich Gutes über den in Podcasts gehört habe. Ebenfalls von Sabu.

Und als ich da so in Vimeo stöberte, was man alles schönes schauen kann, fand ich Herr Fuku-chan von nebenan und fand den Trailer schon ganz herzig. Sah nach Spaß aus, wird geguckt. Ein bisschen Kiyoshi Kurosawa muss sein. Nicht zuletzt weil sein Film Creepy recht viel positive Reviews aus der Filmblogger- und Podcasterbubble genoss. Und weil so ganz ohne Anime blöd ist, schaue ich Bescheidene Helden aus dem Studio Ponoc. Sollte plötzlich irgendein Film aus den Streamingportalen verschwinden, eine Leih-DVD nicht ankommen, etc. dann greife ich als Notlösung noch auf den dritten Teil der 20th Century Boys Verfilmung zurück. Aber das eher ungern, da ich an dem zweiten Teil schon nicht mehr so wahnsinnig viel Spaß hatte.

Darf es denn noch ein bisschen mehr sein?

Dummerweise liegt gerade kein Buch japanischer Autor*innen auf meinem „Demnächst lesen“-Stapel, aber vielleicht eins über einen japanischen Autor. Ich hadere noch etwas mit mir. Aber ein bisschen Zeit habe ich ja noch. 🙂 Und ein Anime wird sich sicherlich finden.

Zu den Artikeln des #Japanuary 2020

Ankündigung
Besprechungen zu „Memories of Matsuko“, „Utamaro und seine fünf Frauen“, „Wara no Tate“ & „There was a father“
Besprechungen zu „The Face of Another“, „Tokyo Tribe“, „Träume“, „20th Century Boys 2“ & Fazit

Header Image Photo Credits: Andre Benz

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt euch der Challenge zu stellen: macht doch mit! Der Austausch hat mir in den vergangenen Jahren sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich letztes Jahr den Eindruck hatte, dass er etwas weniger geworden ist. Da wurde aber auch der Hashtag auf Twitter von irgendeiner anderen Aktion gekapert. Ich freu mich drauf und kann sagen, dass einige der Filme, die ich letztes Jahr geschaut habe echte Wirkungstreffer für mich waren („Memories of Matsuko“ allen voran) und ich sehr viele Tipps aus der Filmblogosphäre mitgenommen habe. Vielleicht habt ihr auch Tipps für mich – welche Filme weiblicher, japanischer Regisseurinnen/Drehbuchautorinnen kennt ihr und empfehlt ihr?