Miss Booleana

Russischer Herbst: Hörbuch-Besprechung zu Jewgeni Samjatins „Wir“ (Vergleich zu Orwells „1984“)

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Vor Kurzem stieß ich durch einen Tipp in den Kommentaren unter Janas Beitrag zu einer anderen Dystopie („Kallocain“) auf eine Hörspielvertonung von Jewgeni Samjatins „Wir“ („Мы“). Das weckte Erinnerungen. Ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen oder mit wem ich darüber gesprochen habe, aber „Wir“ sollte ein Ideengeber zu George Orwells „1984“ sein. Der Fund des Hörspiels mündete also in einem weiteren Impuls, der den „Russischen Herbst“ zu einem „Russischen Winter“ verlängerte und nun scheinbar zu einem „Russischen Frühling“. Und die Eindrücke? Sagen wir mal so: es kommt einem…read more

Das gehörte Wort … Hörbuch-Besprechung „Monster 1983“ Staffel 3

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Guten Stoffen soll man gutes tun, damit sie gut bleiben. Das heißt für mich, dass man diese nicht in die Länge zieht, um länger Gewinne generieren zu können oder sinnlose zweite, dritte, vierte, fünfte, etc. Staffeln anschließt. Die meisten Serien, die meines Erachtens nach mit der ersten Staffel ein stimmiges Ende hatten, schaue ich beispielsweise oftmals nicht weiter. Als „Monster 1983“ eine zweite Staffel bekam, sagte ich mir: ok. Passt ja irgendwie. Kann man machen. Als nach der zweiten Staffel klar war, dass die Hörbuchreihe noch eine dritte Staffel bekommen…read more

Rückblick auf das Lesejahr 2018

Posted by in Literatur, Manga, Rückblick

Als ich heute meinen Rückblick auf das Lesejahr 2017 geöffnet habe, einfach mal um zu schauen, was ich damals geschrieben habe, wurde mir mal wieder klar, warum ich immer so gern diese Rückblicke schreibe. Nicht zur Selbstbeweihräucherung. Obwohl es auch nicht schlecht ist sich mal vor Augen zu führen, was man so geschafft hat. Sondern v.A. um sagen zu können „Ah! Das war damals, genau!“ Und ich hoffe, dass ich ähnlich begeistert später einmal in diesen Rückblick hier schaue. Schon jetzt weiß ich aber: es war ein bewegtes, überraschendes und…read more

Rückblick: Dezember 2018

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Nach Weihnachten ist vor Silvester ist vor Neujahr Der ganze Monat war Weihnachten. 🙂 Weihnachtsfeiern, Geschenke jagen, Plätzchen backen. Ich weiß Weihnachten ist nicht bei allen gleich beliebt, aber ich gehe ziemlich drauf ab. Es ist gefühlt die einzige Zeit des Jahres wo sich quasi alle in eine ähnliche Stimmung begeben. Die Straßen sind geschmückt, es stehen Lichter in den Fenstern, mit ein bisschen Glück werden die Menschen ruhiger – das mag ich so an der Zeit. Obwohl die Weihnachtsfeiern für meinem Geschmack schon fast etwas über Hand nahmen. XD…read more

Das gehörte Wort … „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann – Hörbuch-Besprechung

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Was wäre treffender als im Halloween-Monat einen Schauerroman zu besprechen? In diesem Fall als Hörbuch. Eigentlich stand E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ als Empfehlung meines Liebsten auf meiner Liste der Bücher für 2019, um eine weitere Wissenslücke zu schließen. Tatsächlich kannte ich Hoffmann bisher nur vom Namen her, habe aber noch nie etwas von ihm gelesen. Dann aber stolperte ich auf Spotify über die inzwischen reichlich gefüllte Bibliothek an Reclam-Hörbüchern, darin auch „Der Sandmann“ und konnte nicht anders. Der Sandmann kommt. Als Nathanael noch ein Kind ist, erzählt man ihm, dass…read more

Feministischer Frühling: Feminism gone wrong? Stephen und Owen Kings „Sleeping Beauties“ und andere Medien

Posted by in Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Nachdem ich im letzten Beitrag Virginia Woolfs feministische Essays „A Room of Ones Own“ und „Three Guineas“ las und verschiedene Tonarten über Feminismus entdeckte, bietet es sich an vermeintlich als feministisch deklarierte Medien näher zu betrachten. Vor einigen Wochen hörte ich beispielsweise das Hörbuch „Sleeping Beauties“ von Stephen und Owen King, das gern als feministische Erzählung verstanden wird. Stephen und Owen King „Sleeping Beauties“ Es ist ein globales Phänomen: schlafende Frauen sind plötzlich…read more

Literarische-Fundstücke (oder so): „Die Känguru-Chroniken“ in Knete

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Wie habe ich das jetzt gefunden? Habe ich es überhaupt gefunden? Hat es nicht viel mehr mich gefunden? Der Youtube-Algorithmus ist schuld. Wer Die Känguru-Chroniken noch nicht kennt, erstens: hat was verpasst, zweitens: kann hier einen Vorgeschmack gewinnen und sollte dann ganz schnell den Rest nachholen. Der Bonus: es ist ein Animationsfilm – Stop Motion olé! Er entstand als Abschlussarbeit, die sich der Technik der Knetanimation widmet und stammt von Gerhard Nutz, Marcus Purr & Udo Breunig. „Die Känguru-Chroniken: Theorie & Praxis“, via MarcUweKling To protect your personal data, your…read more

Das gehörte Wort … „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling – Hörbuch-Besprechung

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Müsste ich wetten, würde ich es tun: die Mehrzahl der Besprechung von „Qualityland“ beginnen bestimmt mit dem Satz „Also die Känguru-Trilogie habe ich geliebt, […]“. Und was soll ich sagen? Also die Känguru-Trilogie habe ich geliebt 🙂 Es war klar, dass ich mir Qualityland zu Gemüte führen würde. Marc-Uwe Kling ist schließlich nicht alleine durch das anarchistische, subversive und „süüüüüüüße“ Känguru ein Garant für gesellschaftskritischen Humor. Tatsächlich war mir neben all den Dingen, die Kling herausgebracht hat, „Qualityland“ aber schon vor dem Hören eine zu ausgelutschte Idee. Und das wird,…read more

Das gehörte Wort … „Silent Child“ von Sarah A. Denzil – Hörbuch-Besprechung

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Obwohl mir der H.P. Lovecraft-Marathon der vergangenen neun Monate(!) viel Spaß gemacht hat, war es auch ziemlich schön neulich in die Wunschliste der Hörbücher zu schauen und sich einfach etwas ganz anderes rauszupicken. Das heißt so wahnsinnig anders ist das gar nicht. Es ist wieder gehörte Spannungsliteratur undzwar welche mit Titeln wie „Winner of Audible’s 2017 Narrator of the Year Award“ und „Audible’s Thriller of the Year“. Halten die Vorschusslorbeeren was sie versprechen? Sarah A. Denzils Buch Silent Child ist scheinbar vor geraumer Zeit via Self-Publishing erschienen. und hat scheinbar…read more

Literarisch besuchte Orte

Posted by in Informatik, Internet, Literatur

Als Viel-Leser kommt man ziemlich rum. Das dachte ich mir als ich letztes Jahr Jirō Taniguchis Gipfel der Götter zu Ende las, das mich u.a. auf den Gipfel des Mount Everest mitnahm. Oder Thomas Manns Zauberberg, das ja eh quasi die ganze Zeit in einem Sanatorium in den Bergen spielt. Anzupinnen, welche Orte man im echten Leben besucht hat, kennt man ja. Scratch-of-Maps waren eine Zeit lang der letzte Schrei. Und so kam ich auf den Gedanken doch mal festzuhalten, wohin mich Bücher im Laufe der Zeit entführt haben. Es…read more