Miss Booleana

Das gehörte Wort … „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann – Hörbuch-Besprechung

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Was wäre treffender als im Halloween-Monat einen Schauerroman zu besprechen? In diesem Fall als Hörbuch. Eigentlich stand E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ als Empfehlung meines Liebsten auf meiner Liste der Bücher für 2019, um eine weitere Wissenslücke zu schließen. Tatsächlich kannte ich Hoffmann bisher nur vom Namen her, habe aber noch nie etwas von ihm gelesen. Dann aber stolperte ich auf Spotify über die inzwischen reichlich gefüllte Bibliothek an Reclam-Hörbüchern, darin auch „Der Sandmann“ und konnte nicht anders. Der Sandmann kommt. Als Nathanael noch ein Kind ist, erzählt man ihm, dass…read more

Russischer Herbst: Hörbuch-Besprechungen zu Sergei Lukjanenkos Wächter-Reihe Band 1 „Wächter der Nacht“

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In der Beitragsreihe „Russischer Herbst“ und „Ukrainischer Herbst“ widme ich mich der Literatur und Filmen Osteuropas – den ganzen Herbst und Winter lang. Heute ist Sergei Lukjanenkos Fantasy-Epos der „Wächter“-Reihe dran, die mit „Wächter der Nacht“ („Ночной Дозор“) beginnt. Bereits als Teenager habe ich den ersten Teil gelesen, der mich irgendwie nicht abgeholt hat. Ob es mit den Hörbüchern anders ist, wird ein Experiment. Da ich mich aber was das Lesen betrifft, eher mit Klassikern auseinandersetze, sind die Fantasy-Hörbücher eine gelungene Abwechslung. Audible hat das ganze scheinbar auch sehr lukrativ…read more

Russischer Herbst: Sachbuch-Besprechung zu „Russische Geschichte“ von Andreas Kappeler

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Wie vor einer Weile angekündigt, möchte ich mich dieses Jahr mit russischer (und ukrainischer) Literatur auseinandersetzen. Die Ursache dafür ist u.a. der blinde Fleck auf meiner Literatur-Landkarte. Immer wieder begegnen mir Tolstoi und Dostojewski und doch hatte ich von all diesen wegweisenden Autoren bisher nichts gelesen. Oder noch krasser: gar keine russische Literatur gelesen. Das möchte ich nun ändern und hatte das Gefühl dazu auch mit Wissenslücken eines viel größeren Ausmaßes abrechnen zu müssen. Was weiß ich über Russland? Es ist nicht soviel wie ich es gern hätte. Da erschien…read more

Literarische-Fundstücke: deutsche Wörter in englischen Büchern (I)

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Neulich ging es hier schon mal um Fundstücke im wahrsten Sinne des Wortes. Nämlich das Finden der Passagen in Büchern, die die Aufschluss über den Buchtitel geben. Für solche Fundstücke muss man etwas geben, Zeit investieren, Aufmerksamkeit schenken. Und gerade, wenn der Buchtitel nicht vollkommen offensichtlich ist, fühlt es sich ein bisschen wie ein Geschenk, wie ein Schatz an. Manchmal will man auch die Erklärung sehen, lesen, verstehen. Wie ist es aber mit den Fundstücken, mit denen wir nicht gerechnet haben? Phrasen, wo man sie nicht erwartet. Beispielsweise wenn einem…read more

Russischer Herbst: Ankündigung

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Der Feministische Frühling ist vorbei, Zeit sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Diesmal soll es sich in Filmen, Büchern, evtl auch Serien um Russland und die Ukraine drehen. Warum, wieso, weshalb, was euch erwartet – eine Ankündigung. Warum „Russischer Herbst“? „Miss Booleana, bist du jetzt Putin-Sympathisantin? Hat dich die WM mit Russland-Fieber angesteckt? Bist du vielleicht KGB-Spionin? Ist dir dein „The Americans“-Hype zu Kopf gestiegen?“ Hm, nein, nein, nein und The Americans? Vielleicht. 🙂 Tatsächlich ist es viel mehr so, dass ein Mensch, der mir sehr wichtig ist in einem…read more

Literarische Fundstücke: Darüber, die Stelle im Buch zu finden, die den Titel erklärt (I)

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Es wirkt eine regelrechte Magie auf mich aus und manchmal jage ich richtig danach: der Stelle im Buch, die den Hinweis auf den Titel gibt. Es gibt sicherlich genügend Beispiele, bei denen es sich erübrigt den Titel zu suchen. „Good Omens“ von Terry Pratchett und Neil Gaiman beispielsweise. Oder Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – das ist schon ziemlich „in your face“, da braucht niemand eine Erklärung. Man kann als Leser sicherlich auch gut Leben ohne eine Erklärung zu bekommen oder ohne auf die Stelle aufmerksam…read more

Feministischer Frühling: Ein Abschied vom Feministischen Frühling mit lesenswerten Geschichten von und über Frauen

Posted by in Film, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Mit dem sechsten Beitrag ist heute tatsächlich schon Schluss mit dem Thema, das leider auch etwas asynchron lief. Am Anfang war der Gedanke. Meine Arbeit als Softwareentwicklerin und so manche Geschlechterkontroverse hat schon seit Jahren den Begriff Gleichberechtigung und Feminismus in mein Blickfeld gerückt. Dann begann ich nebenbei als Teil eines kleinen Diversity-Teams in meiner Firma zu arbeiten. Und mein Bücher- und Film-vernarrtes Ich begann vor einer Weile zu realisieren, dass viele Protagonisten…read more

Feministischer Frühling: Feminism gone wrong? Stephen und Owen Kings „Sleeping Beauties“ und andere Medien

Posted by in Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Nachdem ich im letzten Beitrag Virginia Woolfs feministische Essays „A Room of Ones Own“ und „Three Guineas“ las und verschiedene Tonarten über Feminismus entdeckte, bietet es sich an vermeintlich als feministisch deklarierte Medien näher zu betrachten. Vor einigen Wochen hörte ich beispielsweise das Hörbuch „Sleeping Beauties“ von Stephen und Owen King, das gern als feministische Erzählung verstanden wird. Stephen und Owen King „Sleeping Beauties“ Es ist ein globales Phänomen: schlafende Frauen sind plötzlich…read more

Vergleich zwischen Buch, Film und Serie: „The Handmaid’s Tale“ (2017, Season 1) vs „Die Geschichte der Dienerin“ (1990)

Posted by in 1990, BRD (ehemalige), Drama, Film, Literatur, Literaturverfilmung, Review, Serienlandschaft, Thriller, USA

Es war im Frühjahr, als ich zusammen mit drei anderen lieben BloggerInnen Margaret Atwoods „The Handmaids Tale“ bzw „Der Report der Magd“ las. Kurz um: es war ein großartiges Buch. Wachrüttelndes und gleichzeitig fesselnd – mit einer Sprache, die packt und nicht mehr loslässt. Noch heute, mehr als ein Vierteljahr später, kann ich mich an soviele Momente und Zeilen erinnern und ich denke, sie werden mich noch eine Weile begleiten. Da lag es nahe sich auch mit den Adaptionen des Stoffs zu beschäftigen. Einerseits ein Film von Volker Schlöndorff aus…read more

Feministischer Frühling: Virginia Woolf „A Room of One’s Own“ and „Three Guineas“ – zwei verschiedene Tonarten über Feminismus

Posted by in ausgelesen, Gedanken, Literatur

Der „Feministische Frühling“ ist eine Beitragsreihe, in der ich mich Feminismus in der Gesellschaft und Literatur widme. Zu den Beiträgen der Reihe gehörten bisher eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frauenbewegung, eine erste Berührung mit Virginia Woolf bzw. ihrer Figur „Mrs Dalloway“ und ein Blick auf den Begriff Diversity und wie Frauenbewegung heute oftmals wahrgenommen wird. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten Essays von Virginia Woolf, darunter das sehr bekannte „A Room of One’s Own“, das mir die liebe Sabine in Form einer wunderbaren Buchausgabe zukommen ließ….read more