Der Blog wird ein Jahr alt!

Seit einem Jahr blogge ich nun mitlerweile – was habe ich mir davon erwartet? Ist eingetroffen, worauf ich gehofft habe? Über das Bloggen.

Wie kam’s?

Im August/September letzten Jahres habe ich meine Website aktualisiert. Für Zwecke wie Nebenjobs (Lehrmaterial, Hausaufgaben posten) war mir das Design nicht mehr zeitgemäß genug. Man lernt natürlich dazu. Und als ich dann eben dran saß, machte ich mir noch ein nettes Portfolio für die Zeichnungen usw. und dann noch dies und das und bla. So ging schon relativ viel Zeit ins Land und ich habe die Frage nach der Erneuerung des Blogs meiner alter Website immer vor mir hergeschoben. Ja – ich hatte schon mal einen Blog. Meine Kenntnisse was Webdesign betrifft, bestanden damals ’nur‘ aus den magischen drei: HTML, CSS, Javascript. Und da kannte ich auch nur einen kleinen Ausschnitt aller Möglichkeiten die CSS bietet. Mitlerweile kannte ich mich nun mit jQuery und PHP aus. Mein alter Blog hätte PHP echt gut gebrauchen können. Es gab keine Kommentarfunktion und meine Blogposts waren im Prinzip hardgecoded im HTML. Nicht gerade sehr lässig.
Den Rest mache ich kurz: ich hatte keine Zeit und keinen PHP-Server. Und abstrahieren wir das Problem noch weiter: ich hatte keine Zeit und kein Geld.

Also habe ich mich kurzerhand mit den Alternativen auseinandergesetzt und als ich bei WordPress ein Design fand, in das ich mich sofort verliebte, war die Sache eigentlich klar. Und so gab es dann ganz schnell den ersten Post am 29.09.2011: klick

Warum bloggen?

Da gab es für mich viele Gründe. Ursprünglich.

Zum Einen sind etwa vor einem Jahr sehr viele Freunde von mir weggezogen. Hat man telefoniert, war meistens nie genug Zeit, um über alles zu reden. Würde man also regelmäßig den Blog des andern verfolgen, dann wüsste man ja theoretisch was so los ist… . Theoretisch. Praktisch lesen die wenigsten meiner Freunde den Blog. Den meisten kommt es wohl irgendwie schizophren vor, die Sachen von mir zu lesen aber nicht von mir zu äh…hören. Schizophren eben. Die anderen wiederum können nicht viel mit den Themen des Blogs anfangen: Informatik, Manga, Filme. Die wollen wissen was privat los ist und kommen aus einem anderen Métier und können damit wenig anfangen.

Daraus resultiert der nächste Punkt: mehr Leute erreichen, die sich mit Manga und insbesondere der deutschen Szene beschäftigen. Informatiker und Filmliebhaber kenne ich Gott sei Dank schon. Aber die Manga-Entusiasten hab ich irgendwie nicht so richtig in meinem Bekanntenkreis. Es fehlt mir einfach mich mal über Manga auszutauschen. Nun ja…das hat mehr oder weniger geklappt. Hier kann ich ein Häkchen setzen. Das klappt immer mal wieder. Ich bekomme manchmal hilfreiche Nachrichten und Hinweise zu Wettbewerben o.Ä. – nicht oft, aber immerhin.

Vom Bloggen habe ich mir außerdem erhofft, dass meine Bilder und Mangaprojekte vielleicht ein bischen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das klingt irgendwie arrogant, so ist es aber gar nicht gemeint. Dass Leute etwas überhaupt bemerken können und aufmerksam werden ist gar nicht so einfach. Wenn man sich schon einen Namen gemacht hat, funktioniert das bestimmt super – aber der Blog soll mir gerade dabei helfen. Dabei will ich gar keine Lobgesänge hören. Jedenfalls nicht zwingend 😉 Konstruktive Kritik, Hinweise oder einfaches Austauschen über Arbeitsmittel sind doch schon eine feine Sache. Wenn dabei ein DeviantArt-Klick mehr für mich rausspringt, finde ich das natürlich auch ganz prima. 😀

Und außerdem rede ich gern. Und schreibe gern.
Ich finde sogar, dass es einem die Probleme beim Schreiben nimmt. Ob es nun das Kurzfassen in einer Email ist oder das Schreiben eines wissenschaftlichen Papers. Es nimmt einem die Hürden.
Natürlich setzt man sich auch der einen oder anderen Kuriosität aus…aber die halten sich immerhin in Grenzen.

Weiterempfehlen?

Da ist guter Rat teuer. Ob sich das Bloggen lohnt, muss jeder selber wissen.
Was ich mit Sicherheit sagen kann: WordPress lohnt sich. Man kann verschiedene Statistiken nutzen, um einzusehen wieviele Klicks an welchem Tag zugunsten welchen Artikels oder welches Tags eingegangen sind. Man hat einen Referrer und kann sehen, wer einen Link zum Blog gepostet hat. Man sieht sogar über welche Suchmachinen-Begriffe User zum Blog gelangt sind und und und. Also alles da, was das Herz begehrt.

Nur für das Anpassen oder die Domain ohne .wordpress muss man zahlen. Wer das will.
Allgemein kann ich keinen fundierten Vergleich zu anderen Plattformen vornehmen, weil ich keine so gründlich ausprobiert habe.

Was ich aber raten kann: wenn man sich keine Zeit zum Bloggen nehmen will, dann sollte man es lassen und vielleicht lieber einen MicroBlog à la Tumblr ausprobieren. Oder sich eben alternativ kurz fassen. 🙂
Bloggen ist pflegeleichtes Sich-Mitteilen, wenn man über persönliche Dinge spricht oder seine Erfahrungen. Narratives Schreiben, könnte man sagen. Will man einen fundierten Sachtext schreiben, sollte man Quellen suchen, verlinken, frei verfügbare Bilder oder wenigstens welche mit Quellenangabe versehen. Und das kostet Zeit, wenn man es gut machen will.

Bei einem Microblog schreibt man entweder nur kurze Texte oder erklärt sich eben mit Bildern, Videos, o.Ä. Die kurze Variante, um mitzuteilen, was man gerade toll findet. So könnte man auch in etwa tumblr erklären. Mit dem Konzept stehe ich allerdings sehr stark auf Kriegsfuß. Es basiert darauf, dass Leute die Blogs anderer verfolgen oder Themen nach Stichwörtern durchsuchen und den Post eines anderen aufgreifen und in ihrem tumblr erneut posten, also reposting. Dumm nur, dass dort immer sehr viele Bilder, Fotografien usw. landen und auf gut deutsch gesagt kein Arsch daran denkt, den Autor zu erwähnen. Und somit sind die Bilder zum Download freigegeben. Und zu Urheberrechtsverletzungen.

Rück- und Ausblick

In der Vergangenheit habe ich oft vor dem Alltag kapituliert und ab und zu mal lange nichts gepostet. Bis ich in Blogs, die ich regelmäßig lese, sowas wie frequentielle Themen bemerkt habe. Also habe ich es mir auch zur Aufgabe gemacht sowas wie Serien anzufangen. Anfang des Monats gab es immer die Collectibles, Ende des Monats die Fantastischen Filme. Zu dumm nur, dass mir für die Collectibles die Fotos ausgegangen sind. Der ursprüngliche Zweck wurde so 50/50 erfüllt. Zum Einen habe ich regelmäßiger geschrieben und der Blog schlief nicht so ein. (Es ist einfach seltsam, wenn man einen Blog anklickt und das war der letzte Eintrag vor 3 Monaten…) Der andere Zweck hat sich teils teils erfüllt. Durch die Kategorien konnte ich ab und zu ein paar Leser und Kommentarschreiber gewinnen aber nicht sehr viele. Vielleicht auch gut so.

Hätte ich das Gefühl immer nur Selbstgespräche zu führen, hätte ich den Blog wahrscheinlich eingestampft. Aber immer mal wieder kommen ein paar Kommentare, die doch dazu anregen weiterzumachen. Auch wenn es nur einer ist. Oder wenn es nicht unter’m Artikel, sondern in einer Mail steht oder mir nebenbei auf dem Campus was dazu gesagt wird. Ich freu mich darüber tatsächlich immer sehr (kommt natürlich auch auf die Natur des Kommentars an. 😉 ) und bin des Bloggens nicht müde geworden. Eine Erfahrung, die ich noch gemacht habe, ist die das viele Leute reinklicken, wenn es ein populäres Thema ist. Bei persönlichen Erlebnisberichten klicken die meisten denke ich eher weg. Da man die Person ja eben nicht kennt. Schreibt man aber zum Beispiel über eine Fernsehserie, die gerade im deutschen Fernsehen angelaufen ist, so kann man schon hier und da einen Trend erkennen.

In der Zukunft würde ich gerne noch mehr Reihen oder Kategorien anfangen. Vielleicht sowas wie ein Buch pro Monat vorstellen, oder einen Manga. Oder eine Fernsehserie? Würde sich bei einem Serienjunkie wie mir anbieten. Toll fänd ich es natürlich, wenn es wieder für Collectibles reichen würde, aber ich war einfach im letzten Semester in zu vielen schönen und neuen Hörsälen 😉 .

Ein Jahr des bloggens …. gerne mehr. 😀

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