11 perfekte Momente von Songs in Film und Serie

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Okay … für das Stöckchen habe ich eine Weile gebraucht. Zwar höre ich sehr gern Filmmusik, aber daraus die mit den perfeken Momenten auszuwählen war schwierig. So rum soll das auch eigentlich nicht sein. Sinnvoller wäre es wohl sich an die Momente zu erinnern und zu denken „Ah, da war doch Song xyz!“ Da ich mich meistens an das eine oder das andere aber nicht immer an beides in Kombination erinnern konnte, habe ich wohl diesmal etwas länger gebraucht. Du siehst also, Sebastian aus der Zirkusmanege, vergessen habe ich nicht, dass du mich getaggt hast. 🙂 Vielen Dank nochmal an der Stelle, sich in den einen oder anderen Song reinzuhören, hat sehr sehr viel Spaß gemacht. Hier also meine perfekten Songs in perfekten Film- und Serienmomenten – die Reihenfolge ist nicht wertend.

11. Cowboy Bebop „Yoko Kanno – Greenbird“

Cowboy Bebop ist ein fantastischer Anime mit einem Soundtrack voll musikalischer Vielfalt, der fast alles in den Schatten stellt, was ich an Soundtracks besitze oder gehört habe. Der zarte, kirchlich anmutende Kanon „Greenbird“ funktioniert außerhalb der Filmszene nicht ganz so gut für die meisten. Nicht selten schallte der Song aus meinem Player und anwesende Nicht-Anime-Kenner haben die Nase gerümpft. Aber der Song und die Szene sind verschmolzen und in meinem Hirn zu einem unvergesslichen Moment geworden: während Spike im Kampf mit seinem Widersacher aus einem Fenster gestoßen wird, sieht er vor seinem inneren Auge sein Leben vor sich ablaufen. Wer denkt, dass das ein Klischee ist, täuscht sich vielleicht. Spike hat ein Auge, dass stets in die Vergangenheit schaut.

10. Kill Bill „Twisted Nerve“

Video enthält leichte Spoiler

Fast schon legendär wie sich die Situation für Kiddo zuspitzt! Der split-screen zeigt uns die nahende Bedrohung durch Elle Driver – sehr spannend und perfekt untermalt, durch eine Musik, die so eindringlich wie die Gefahr ist. Twisted Nerve ist so schrill, dass man denken könnte, dass Kiddo davon jeden Moment aufwacht. Und wenn man den Film nicht gesehen hat, findet man den Song wahrscheinlich auch schrecklich. Wenn man ihn gesehen hat, ist es immer mit dem fabelhaften Filmmoment verbunden.

9. 500 Days of Summer „Hall & Oats – You Make My Dreams Come True“

Ja, er hat die Frau! Keine Szene könnte besser illustrieren wie man sich fühlt, wenn es endlich geklappt hat mit dem Angebeteten/der Angebeteten. Was könnte das besser illustrieren, als 1. Joseph Gordon-Levitts breites Grinsen, 2. der Song und dass Zeichentrickvögel durch die Luft schwirren und ein Spielmannstrupp durch die Szene zieht. Normal. 😉 Und wer denkt, dass ich jetzt gespoilert habe, den lasse ich wissen: da fängt der Film ja eigentlich erst so richtig an.

8. Ghost in the Shell „Kenji Kawai – Making of Cyborg“

Man hasst sie oder man liebt sie – die esoterisch, religiös anmutenden kantonesischen Gesänge, die sich durch den Film ziehen. Da viele der Songs nicht auf einem Soundtrack erschienen und auch in den Credits nicht referenziert wurden, hatte ich echt Probleme den Song nachzuschlagen, der mehrmals in Variationen zu hören ist. Kenji Kawais Komposition erwartet man nicht so recht in einem Song voller Cyborgs, Hacker und futuristischer Szenen. Aber gerade die so traditionell und rituell anmutenden Stücke sorgen dafür, dass man beim Anblick der Zukunftsszenarien eine Gänsehaut bekommt. Auf immer unvergessen wird für mich die Szenen bleiben, in der Motoko „zusammengebaut“ wird oder auch als sie später durch die Stadt zieht und jemanden sieht, der ihr aufs Haar ähnelt.

7. The End of Evangelion „Komm, süßer Tod“

Der Film „The End of Evangelion“ ist der Abschluss der Animeserie „Neon Genesis Evangelion“, eine meiner liebsten Serien und ein verstörendes Seherlebnis, das als eine dramatische Mechaserie mit vielen Comedy-Einlagen beginnt und zum Schluss aus Angst, Action, Philosophie und ein bisschen Psychoterror besteht. Das merkt man besonders gut, wenn in End of Evangelion nichts geringeres als die Apokalypse bevorsteht und die von diesem sehr fröhlich anmutenden Song begleitet wird. Aber achtet mal auf den Text … . Das Video ist spoilerfrei und dabei handelt es sich um die Piano forte Version aus dem Jahr 2013 – also nicht ganz die aus dem Film, aber Text und Stimmung sind praktisch dieselbe.

6. The Breakfast Club „Simple Minds – Don’t You Forget About Me“

The Nerd, The Princess, The Jock, The Basket Case, The Criminal … Lehrer, Mitschüler, Eltern denken, dass sie ‚Leute wie dich‘ kennen. Dass das nichts bedeutet zeigt der wunderbare Film „The Breakfast Club“ am Beispiel einiger Schüler, die gemeinsam nachsitzen müssen und alle ihr Päckchen zu tragen haben. Vergesst ihre Gesichter besser nicht und schaut hinter die Stereotypen, die ihr glaubt zu kennen. Das ist was die letzte Szene ausdrückt, eine tiefe Selbstsicherheit – wenigstens für den Moment. Und der Song der Simple Minds klingt nach einem Hauch Unsterblichkeit und einer Prise „mir egal was ihr denkt“.

5. Peaky Blinders „Nick Cave And The Bad Seeds – Red Right Hand“

Mh … ist das jetzt geschummelt? Der Song von „Nick Cave And The Bad Seeds“ untermalt immer die ersten Szenen einer Folge von Peaky Blinders und ist somit auch irgendwie das Opening. Allerdings leitet er immer das Geschehen ein und zeigt uns schon ansatzweise, womit es die „Peaky Blinders“ in dieser Episode zutun bekommen. Und dieser Auftritt ist meistens mindestens so cool wie der Song.

4. おおかみこどもの雨と雪 / Ame & Yuki – Die Wolfskinder „Ann Sally – おかあさんの唄 (Das Lied von Mutter)“

Die Geschichte einer Mutter, die ihre Kinder aufzieht, vielen Widrigkeiten trotzt, manchmal gewinnt und manchmal scheitert und irgendwann loslassen muss. Spielt keine Rolle, dass ihre Kinder halb Wolf sind, oder? So oder so bleibt kein Auge trocken bei dem wunderschönen Animefilm meines erklärten Helden Mamoru Hosoda. Und wenn dann die letzten Minuten durchgelaufen sind und der Ending-Song „Das Lied von Mutter/Mutters Lied“ spielt, brechen die Dämme. Versprochen. Und ja, das ist das Abspann-Lied … jetzt habe ich wohl wirklich geschummelt. 🙂 Aber kennt ihr das? Nach dem Ende eines Films unterstreicht der Abspann die Stimmung nochmal so herzzerreißend, dass euch noch Wochen danach die Tränen kommen, wenn ihr den Song hört?

3. Hannibal Season 2 „Red Dinner (Goldberg Variations / Bloodfest)“

Dem Staffelfinale der 2. Season von Hannibal eilt sein Ruf eigentlich bereits voraus. Dass das ganze musikalisch hervorragend unterlegt ist, wissen wir spätestens jetzt auch. Wie bei einigen Musikstücken ist die Wirkung nochmal größer, wenn man etwas damit verbindet. Sei es ein Erlebnis aus dem echten Leben oder ein Serienmoment, der erschreckend ist. Ich möchte wohl meinen, dass einen das Finale mindestens so entsetzt zurückläßt wie manch eine Game of Thrones Episode … dazu serviert: kultivierte Mucke. Autsch. Wehmut.

2. Fight Club „The Pixies – Where is my mind?“

Um der Spoilerei vorzubeugen habe ich mal lieber ein Video eingebunden, dass das Ende nicht enthält, nur den Song. Nach dem Genuss des Films fragt man sich wirklich „Where is my Mind?“ Spätestens mit der genialen finalen Szene.

1. Oldboy „The Last Waltz“

Zwar instrumental, aber umso wirkungsvoller in der letzten Szene des Films Oldboy. Ein „letzter Walzer“, der einen verzweifelt zurückläßt. Ohne Worte.

Welcher perfekte Moment mit musikalischer Untermalung aus Film oder Serie kommt euch sofort in den Sinn? Gibt es einen ganz besonders schlimmen Ohrwurm, den ihr nicht losbekommt? Wie stehts mit Soundtracks? Hört ihr die im normalen Leben, wenn ihr durch die Straßen zieht oder auf Arbeit fahrt? Muss es immer was mit vocals sein oder haben die instrumentellen Nummern Platz auf eurem MP3-Player? Ich verzichte übrigens auf das taggen, weil ich sehr spät dran bin und viele den tag längst erledigt haben. Falls ihr aber Lust habt: auf gehts.