13 Gedanken … April-Juni 2018

Posted by in Gedanken

Also eigentlich war es nicht geplant, dass ich so lange diese Kategorie hier pausiere. Die „Gedanken“ sollten ja ein Hort an Dingen sein, auf die ich gern zurückblicke und stressige, melancholische, schlechte Zeiten wegwische. Aber beim Umzugsstress und allen möglichen Nachwehen (kein Internet, Behördengänge, Versicherung, blabla) ging genau das unter. Muss nachgeholt werden. Gerade deswegen!!

Filme von Luca Guadagnino

Nachdem auch ich endlich im März Luca Guadagnino viel gelobtes Call me by your Name gesehen habe, legte ich kurz darauf I am Love nach. Und „I’m in love“ würde es gut beschreiben. Luca Guadagninos Filme sind Empfindungskino der bombastischen Art und verströmen (durch ihr Setting!? Ihre Optik?) eine berauschende Dekadenz. Ich freue mich schon auf sein Suspiria.

Scrum Master

Ich bin Scrum Master! Dass ich für Scrum (ein Vorgehensmodell, dass häufig in der Softwareentwicklung benutzt wird) die Fahne hoch halte, wissen wir ja schon. Aber seit etwa Februar/März bin ich auch Scrum Master. Anfangs fiel ich leider aus, weil krank und dann kamen die Schmerzen der ersten Sprints in einem Projekt, das frisch startet. Nicht unbedingt einfach. Aber irgendwann auf dem Weg von da bis hierhin, hat sich das Modell und das Team eingespielt und es funktioniert. Und ich finde es ziemlich cool jetzt auch mal Scrum Master zu sein, nachdem ich schon jahrelang in einem Scrum Entwicklerteam war.

Filme auf Netflix

Müsste ich mein Nutzerverhalten analysieren, könnte ich schon vorweg schießen, dass ich auf Netflix hauptsächlich Serien schaue. Netflix-Eigenproduktionen unter den Filmen zogen mich bisher überhaupt nicht an und viele viele Filme gingen an mir vorbei. Aber dann kamen sie so langsam aus ihren Ecken und Löchern mit Produktionen wie Okja oder Filmen wie The Ritual oder Annihilation, bei denen man sagen muss: ja, kann man gucken. Macht richtig Spaß. Wobei Annihilation schon von einem Format war, den ich auch eigentlich sehr gern wie anfangs angedacht im Kino geschaut hätte.

Ich lese

… viel. Lag es daran, dass wir den Buchclub gegründet haben? Dass ich zwischendurch kein Internet hatte? Dass ich irgendwann erkältet war und gar nichts anderes machen konnte außer lesen? Am gemeinsamen Lesen mit den lieben Bloggerkollegen und der Buchmesse? Jedenfalls habe ich gelesen wie ein Weltmeister. (Ups sorry … das Wort Weltmeister ist aktuell wahrscheinlich bei Fußballfans tabu.) Und das fühlte sich gut an. Eine besonders große Liebe habe ich leider gerade nicht als Bild zur Hand: „Alles was wir geben mussten“ von Kazuo Ishiguro. War mein Vorschlag für den Buchclub, wurde gewählt, wollte ich schon ewig lesen, kannte zwar schon den Film – aber es war von den ersten Seiten an total mein Ding. Es ist ein Buch mit viel Diskussionsstoff und in nicht allzu ferner Zukunft werde ich es auch dementsprechend mehrere Artikel füllend hier besprechen … kann’s kaum abwarten.

Endlich wieder Internet ;_;

Was sich auch gut angefühlt hat: wieder Internet zu haben. Ich habe es ja schon zig Mal erzählt, aber unser Provider hat unseren Anschluss zum geplanten Termin nicht bereitstellen können und uns am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Du kannst einen Umzug noch so akribisch planen. Noch so pünktlich die Freischaltung anmelden und Termine machen … irgendwas geht bestimmt schief. Murphy hat’s gewusst. Murphy hat meistens recht. Was soll ich sagen. Ich habe es fast verlernt im Internet zu surfen. Die Angewöhnung war schwer, ich wusste gar nicht mehr … was ist dieses Youtube? Wie ging das nochmal mit dem bloggen?? Kleiner Scherz. Es wurde allerhöchste Zeit. Wir hatten viele Formalitäten zu klären und da war das eine große Hilfe. Und außerdem wollte ich Serien weiterschauen. Allen voran …

A Korean Odyssey

An anderer Stelle im Blog habe ich ja schon kund getan WIE angefixt ich von der koreanischen Serie war. A Korean Odyssey ist eine moderne und romantisierte Version der klassischen Sage Reise in den Westen, d.h. es hat zwar Fantasy- und Sagenelemente, aber es geht auch vorrangig um eine Liebesgeschichte. Außerdem ist das Geschehen ins Korea der Gegenwart versetzt und stellenweise sehr trashig-witzig. Extrem gute Ablenkung für Köpfe, die noch von stressigen Umzügen rauchen. 🙂 Und auch sowieso.

Musik von Ryuichi Sakamoto

Ich kann gerade nicht den Finger drauf halten, woher ich Ryuichi Sakamoto kannte. War es der Soundtrack zum Film „Babel“? Ich bin mir unschlüssig. Auf Arte sah ich eine kurze Reportage über ihn, erkannte einige der Songs direkt wieder und dachte „Ach, das ist der!“ Um ehrlich zu sein achte ich normalerweise gar nicht so sehr auf die Künstler, ihre Biografien, da geht vieles an mir vorbei. Ist das respektlos? Die Musik verehre ich ja, aber Privatleben, Auf und Abs der Künstler – ich habe immer den Eindruck, dass ich sie für ihre Musik verehren sollte und alles andere ist eben das Privatleben anderer. Aber ihn wiederentdeckt und etwas über ihn erfahren zu haben, war schön und hat meine Playlisten mit sovielen Songs gefüllt, die ich schon vorher geliebt habe und nie wusste wie sie heißen – wie zum Beispiel das hier:

„Ryuichi Sakamoto – Bibo no Aozora“, via Ji Hyun Lee (Youtube)

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Ruhe …

Es ist geschafft, der Umzug ist erledigt, die wichtigsten Formalitäten eingetütet. Das mit der Ruhe ist zwar auch Ironie, denn in den Sommerferien wird in unserer Stadt heftig gebaut und dementsprechend gibt es viele lärmende Baustellen. Aber trotzdem ist Ruhe in den Alltag eingekehrt und ich genieße lauschige Sommerabende mit einem guten Buch und meinem Schatz auf dem Balkon. Wortwörtlich beim Sonnenuntergang. Und das ist einfach gut nach all der Zeit und den prall gefüllten TODO-Listen.

Musikvideos …

Irgendwann habe ich sicherlich auf Youtube einen Filmtrailer für den Blog gesucht und kam in die Musikvideo-Schleife. Habe ich schon erzählt, dass ich Musikvideos liebe? Es sind halt kurze Filme 🙂 Und ich mag Filme sehr. 😉 Als Teenager konnte ich Stunden vor dem Fernseher mit MTV oder VIVA verbringen und habe mir die Videos angeschaut. Inzwischen hat Youtube das für mich etwas abgelöst und wenn ich dann abdrifte, dann so richtig. Zum aktuell coolsten Musikvideo habe ich spontan das von Florence + the Machines „Big God“ gekürt.

„Florence + The Machine – Big God“, via florencemachine (Youtube)

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Youtuber …

Etwas das ich mir im Gegensatz zu Musikvideo-Binging abgewöhnt habe sind Youtuber. Zwar abonniere ich hin und wieder noch Kanäle und schaue die in eher unregelmäßigen Abständen, aber ich schaue gar keine mehr aus der Zeit als Teenager und Studentin. Damals widmete ich meine Zeit extrem viel Film-Youtubern, Beauty- und Lifestyle-Youtubern und fand es total faszinierend wie sie ihre leeren Duschbad-Flaschen in die Kamera gehalten haben und quasi eine Review ihres Mülls durchgezogen haben. Heute, nee danke. Lediglich eine Youtuberin aus der damaligen Zeit ist geblieben: xKarenina. Ich fand sie früher schon sehr erfrischend zwischen all den anderen Youtubern, weil sie sich auch ganz anderen Themen widmete, mal lange über Bücher redete und so natürlich rüberkam, sich eben auch mal ungeschminkt vor die Kamera setzen konnte. Und sie ist wieder da. 🙂 Mein Kommentar hier soll übrigens auch kein Rant auf Youtuber sein. Ich bin nur kein großer Fan des Influencer-Begriffs und der Marketingmaschine dahinter. Vieles was ich damals geschaut habe, geht für mich heute gar nicht. Inzwischen abonniere ich andere Kanäle und bevorzuge die Einstellung, dass man Youtube nicht macht, um dick abzusahnen.

Zuckerwatte!

Ich habe Zuckerwatte gegessen!! Das erste mal!!! Und es war extrem klebrig und süß!!! XD

MIDAS

Auf dem Kunstblog habe ich einen Kurzcomic mit euch geteilt, der zwar schon reichlich alt ist (sieben Jahre), aber der mir damals und noch heute(!) wahnsinnig Spaß gemacht hat. 🙂 Was überraschend und sehr sehr cool ist und mich wirklich freut ist wie die Statistik explodiert ist, wenn neue Seiten oder Details dazu online gingen. Jetzt weiß ich recht deutlich, was die Leser des Kunstblogs am meisten interessiert… .

Miyuli

Es ist ein Jammer, das ich in der Vergangenheit nicht viel öfter deutsche Hobby- oder Nachwuchskünstler unterstützt habe. Das ging mir zuletzt in der artist alley auf der Leipziger Buchmesse durch den Kopf. Inzwischen habe ich mich ein wenig umgeschaut und bin sehr angefixt von Miyulis Arbeit. Ich weiß bis jetzt kaum etwas über sie, aber ihren Zeichenstil würde ich als Symbiose zwischen westlichem Comic und japanischem Manga bezeichnen und es gibt einige Projekte von ihr, die man online bewundern kann. Neulich habe ich auch mal einen Band von ihr bestellt, der aber leider noch unterwegs ist.

Header image by: Dewang Gupta

Unterstützt ihr auch Hobby- oder Nachwuchskünstler? Welche Plattformen muss man im Auge behalten? Wann musstet ihr zuletzt umziehen? XD Seid ihr eigentlich begeisterte Fans bestimmter Youtuber oder ist der Trend bei euch auch etwas abgeklungen?

In „Gedanken“ teile ich, was mir so gerade durch den Kopf schießt, was mich glücklich macht, erstaunt hat, meinen Alltag bereichert hat, meinen Mind „geblowed“ hat und … was sonst nirgends Platz im Blog gefunden hat, aber unbedingt gesagt werden muss.