Rückblick: Februar 2019

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War was?

Der Februar plätscherte so leicht vor sich hin, dass ich erst heute gemerkt habe, dass ich nicht mal wirklich viele Fotos gemacht habe. Es war ein guter Monat. Auch ein ereignisreicher. Aber in einer schönen und entspannten Dichte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir bewusst wenig vorgenommen habe um die Pausen bestmöglichst zu nutzen. Denn wir hatten auf Arbeit eigentlich einen Releasewechsel, was normalerweise in ein bisschen Mehr-Aufwand mündet. Scheinbar haben wir aber die Kurve bekommen und es läuft entspannter. Soll ja auch so sein – schließlich arbeiten wir nach SCRUM und ein Releasewechsel soll zumindest für die Teams nicht anders sein als ein normaler Sprintwechsel. Außerdem hatte ich Grund zur Freude, da ich eine Schulung bewilligt bekommen und inzwischen auch schon daran teilgenommen habe, die ich schon länger gern besucht hätte. 🙂 Und es war sehr aufschlussreich. Leider gab es in der Familie einen schweren gesundheitlichen Zwischenfall – ein Schock, der erstmal sitzt. Gott sei Dank scheint nochmal alles gut ausgegangen zu sein. Mein Onkel hatte vielleicht mehr als einen Schutzengel. Jetzt hoffen wir, dass er gut genest. Ich sag ja – in diesem Monat waren Pausen wichtig und die gab es ausreichend. Abende im Lesesessel, Geburtstage bei Freunden, Team-Events bei Cider und Eisstockschießen (habe ich noch nie zuvor gemacht – ist sehr witzig 🙂 ), Zocken mit Freunden und mit dem Liebsten die japanische Gaststätte ausprobieren, wo wir sonst nie langkommen. Auf Arbeit wurde überraschenderweise auch ein bisschen Valentinstag gefeiert – Informatiker-Style.

Weltgeschehen

Im Februar dominierten anfangs Nachrichten über Venezuela und den Parlamentspräsident Guaidó, der sich zum Staatschef erklärt hat und sich damit gegen den Präsidenten Maduro auflehnt. Maduro hat es eben nicht so mit Wahlen … aber die Auflehnung quittiert er mit Gegenwehr. Wie leider so oft verebben die Nachrichten zum Fortschritt gerade. Stattdessen regen sich alle gerne über Trump auf, der zwar nun Geld für seine Mauer bekommen sollte. Weil ihm das aber nicht reicht, ruft er doch kurzerhand den Notstand aus, um so aus dem Topf das Geld zu schöpfen. Der weiß schon wie er das macht. Aber ist das noch verfassungskonform?? Feiner Präsident der. (Das war Ironie.) Im Februar ist leider ein ganz großer gestorben. Karl Lagerfeld, der wie man nun weiß (er hat es lange geheim gehalten wie alt er ist) 85 Jahre alt wurde. Man muss ihn nicht gut finden oder bei allem seiner Meinung sein, aber er war eine Persönlichkeit wie es sie heute zu selten gibt. Einer mit Leidenschaft für sein Handwerk, der auch mal bereit ist anzuecken. Da er (obwohl ich sehr gern Chillerhosen und Jogginghosen trage) einer meiner Helden ist, bin ich tatsächlich ziemlich traurig. Schneller Themawechsel zum Wetter. Ich kann mich noch erinnern, dass wir Anfang Februar Schnee hatten – inzwischen fühlt es sich draußen mehr nach Frühling an. 🙂 Und wenn ihr mich fragt, kann der jetzt auch gerne kommen. 🙂

Filme, Bücher, Serien, IT und alles andere was Spaß macht

Dieser Monat gehörte dem Lesen und Zocken. Zusammen mit ein paar lieben Bloggerfreunden lese ich gerade Dostojewskijs Verbrechen und Strafe, ihr erinnert euch vielleicht, da gab es mal eine Ankündigung und inzwischen auch schon ein Zwischenfazit. Da ich mir anfangs auf einige Charaktere in dem Buch keinen Reim machen konnte und das ergründen wollte, geht es jetzt doch relativ flott und es liest sich weg. Der Austausch über Twitter ist aber auch spannend und macht, dass man dran bleibt, auch wenn der Inhalt gerade etwas sperrig, hermetisch oder telenovela-ig ist. Zuvor habe ich Akutagawas Rashomon zu Ende gelesen und Stephen Kings Erhebung. Ersteres ist ja eine Sammlung von Erzählungen und dementsprechend hat mich nicht alles gleich gut abgeholt, aber insbesondere seine späteren Erzählungen haben mir gut gefallen. Kurosawas Verfilmung schaue ich zum Vergleich auch demnächst mal. Erhebung war ein schönes, leichtes Buch für zwischendurch. Ein bisschen sperrig am Anfang, aber gefiel mir zum Schluss sehr gut. Ein Hörbuch gab es auch diesen Monat – The Phoenix Project. Das wurde mir von einigen Leuten aus dem Arbeitsumfeld empfohlen. Es soll wohl einen coolen Blick auf IT-Management im 21. Jahrhundert werfen. Ich muss allerdings gestehen, dass es meine Welt nicht verändert hat. Zumindest für Praktiker aus der Softwareentwicklung oder DevOps dürfte da nichts Neues drinstehen. Um ehrlich zu sein hat es mich sogar genervt. Ich verstehe die Aspekte, die den Mehrwert ausmachen, aber der Rest war eine sehr banale Aneinanderreihung von Mismanagement und das ist doch eher sehr unschön im Feierabend anzuhören. Eine Besprechung mit der objektiven Brille geschrieben wird es aber bald im Blog geben.

Pokémon: Let’s Go Pikachu! habe ich zu Ende gespielt! Und was jetzt? Die Leere habe ich gefüllt mit Diablo III und Until Dawn. Das Pokémon-Spiel war schon sehr cool, aber nach der Liga ist gefühlt plötzlich Ende. Zwar gibt es da noch Mewtu und so ein paar Meistertrainer, aber da man so anders „trainiert“ (nicht durch kämpfen, sondern fangen) verlässt mich doch die Lust. Mit Diablo hat mich eine liebe Freundin angefixt und so schnell kann’s gehen. Jetzt schnetzele ich mich als Necromancer durch dunkle Kathedralen. Das Böse sollte schon mal anfangen sich sorgen zu machen. Until Dawn wiederum hat mir eine liebe Arbeitskollegin empfohlen und es macht echt Laune. Bis jemand stirbt im Spiel. Duh. Tatsächlich habe ich v.A. auch deswegen diesen Monat verhältnismäßig wenig Serien geschaut. Babylon Berlin Staffel 2 zu Ende (das „Game of Thrones“ unter den deutschen Serien), ebenso Titans Season 1 (das soviel cooler ist als ich erwartet hätte) und Counterpart Season 1, wofür ich nun eben doch den STARZ-channel auf Amazon abonniert habe. Wir wussten ja alle, dass das passiert. Und Counterpart war sehr cool! Genialer Stil, spannend, J.K. Simmons ist großartig. Schon beendet und wir schauen gerade die zweite Staffel. Außerdem inzwischen auch Killing Eve. Der heimliche, vorrangige Grund, warum ich den Channel abonniert habe. Und die Serien sind sooo gut. Aber ein wenig ärgere ich mich auch jetzt Zusatzkosten an der Backe zu haben. Das Modell mag ich immer noch nicht.

Filmtechnisch stand der Monat im Zeichen der Oscars – nicht nur für das Tippspiel und die Werkschau, sondern auch aus Interesse. Ich finde es sind viele wirklich gute Filme nominiert. Außerdem habe ich einige Disneyfilme geschaut (Animationsfilme) – die aktuelle Werkschau. Ihr wisst also was Anfang März auf euch zukommt 😉 Das ist mal eine locker-leichte Werkschau mit schöner Filmlänge 🙂 Und schönen Themen. Viele davon kenne ich noch aus meiner Kindheit, aber bei anderen bin ich etwas unterwältigt, weil sie so geliebt werden und mich nicht so 100%ig abholen. Sie wachsen für mich nicht so gut mit wie Filme aus dem Studio Ghibli. Vermutlich kommt eben dieser Hype oft dadurch, dass Leute sie sehr mit ihrer Kindheit verbinden? Wie so oft bei Medien. Außerdem fand ich mal wieder einen Film sehr gut, den gefühlt alle anderen ziemlich scheiße fanden. XD Die Kunst des toten Mannes bzw. im Original Velvet Buzzsaw.

Und sonst so?

Wie oben bereits erwähnt, läuft gerade ein Gemeinsames Lesen zu Verbrechen und Strafe 🙂 Ihr könnt die Gedanken von Kathrin, Voidpointer, Jana und mir auch auf Twitter verfolgen – wir schreiben dort unter dem Hashtag Dostopie. Außerdem gab es diesen Monat erstmalig die neue Kategorie hier – angelesen. Das ist quasi der Gegenentwurf zu „ausgelesen“, worunter normalerweise meine Literaturbesprechungen erscheinen. Bisher aber ausnahmslos zu zu Ende gelesenen Reihen. Das ist etwas hinderlich, wenn man mal eine Mangareihe beginnt, die etwas länger laufen wird oder gar eine Reihe abbricht. Es gibt trotzdem soviel zu erzählen! 🙂 Dafür gibt es jetzt angelesen.

Wie war euer Februar? Habt ihr mit Begeisterung die Oscars geschaut und mitgetippt? Oder eher einen großen Bogen drum herum gemacht? Wie steht ihr zu den Amazon Channels und dem Modell? Welches Buch oder Hörbuch, das euch empfohlen wurde und hochgelobt ist, hat bei euch zuletzt ganz andere Eindrücke hinterlassen?