Rückblick: Dezember 2021

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Pause

Und die Überschrift ist wörtlich zu nehmen. 🙂 Ich bin sehr dankbar, dass ich zwischen den Feiertagen Urlaub habe und mal richtig Zeit um runterzukommen. Andere pochen auf ihren Sommerurlaub, ich bin ein großer Fan dieser Zeit „zwischen den Jahren“. Kann es aber auch gebrauchen. Obwohl der November vom Stresslevel her so angenehm war und ich rechtzeitig auf Arbeit alles administrative für das Jahresende vorbereitet habe, kamen alllleee mit ihren Themen nochmal kurz vor der Angst. Meine letzte Arbeitswoche vor dem Jahresende war zugepflastert mit Terminen, jeder klopft an, hat plötzliche Todos, etc. Du kannst so gut planen, wie du willst, wenn das die anderen nicht tun, ist alles am Arsch.

Strich drunter. Dann war Weihnachten und das ersehnte Aufatmen. Plätzchen backen, Geschenke einpacken, spazieren, ein bisschen was von der Todo-Liste runternehmen, viel lesen, atmen. Ich fand auch endlich Zeit wieder Postkarten mit Motiven aus dem Inktober drucken zu lassen, denn irgendwann soll es mal einen Etsy Shop geben. Das plane ich schon ewig hatte aber noch nicht die Zeit für das Anmelden des Kleingewerbes und alles was zu Etsy gehört. Der Druck hat leider pre-feiertagsbedingt auf sich warten lassen. Die Temperaturen und der Frost auf Wiesen und Dächern hat es dieses Jahr an Weihnachten sogar richtig wie Weihnachten aussehen lassen. 😀 Pandemiebedingt haben wir in kleinem Kreis gefeiert und es war sehr schön. Ein paar Tage habe ich noch Urlaub und freue mich darauf einfach mal in Ruhe machen zu können.

Weltgeschehen

Tornados verwüsteten im Mittleren Westen der USA Heime und kosteten Menschenleben. An mehreren Orten innerhalb Deutschlands (und im Ausland) wird gegen die lokalen Corona-Regeln demonstriert. Und das obwohl Omikron auf dem Vormarsch und gerade vor den Feiertagen Solidarität und Verantwortungsbewusstsein gefordert ist, damit Krankenhäuser nicht an die Grenzen der Auslastung und Belastbarkeit des Personals stoßen. Die neue Regierung um Olaf Scholz wurde vereidigt und hat sicherlich einige, ähm, spannende Aufgaben vor sich. Chile hat längst überfällig die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt. Und endlich endete der Vulkanausbruch mit allen Begleiterscheinungen auf La Palma! Für alle Einwohner*innen wohl das größte Weihnachtsgeschenk, wenn auch die Schäden sicherlich erstmal gar nicht danach aussehen. Und dann war da noch Weihnachten. Das feiert sicherlich nicht jede*r, aber ich bin mir sicher die Feiertage, das zur Ruhe kommen, die Besinnlichkeit wirken auch so.

Filme, Bücher, Serien, IT und alles andere was Spaß macht

Anfang Dezember habe ich noch Weihnachts-RomComs geschaut, die dann hier reingeflossen sind: 7ème art Weihnachtfilms V. Das fing eigentlich so an, dass ich auf eine RomCom mal Lust hatte und mir dann aufging, dass bspw. Netflix ein eigenes Christmas Movie Cinematic Universe hat. Jetzt bin ich für ein paar Jahre gesättigt an RomComs. War stellenweise eine Herausforderung, eigentlich bin ich ja nicht so für RomComs. XD Man kann’s kaum glauben, aber zwei davon haben sogar das exakt identische Ende. ^^“ Ansonsten habe ich auch Pig mit Nicolas Cage geschaut, den ich etwas zäh und gewollt gritty fand, aber trotzdem wirklich gut. Aus so einer Nostalgiewelle heraus habe ich einige Filme aus meiner Kindheit wieder geschaut. Beispielsweise Jagd auf einen Unsichtbaren mit Chevy Chase und Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH. Ist das die Nostalgie oder sind die wirklich so gut gealtert?

Gerade erst vor ein paar Tagen habe ich mir auch Don’t Look Up gegeben, obwohl mich der Trailer anfangs überhaupt nicht überzeugt hat. Wäre es irgendein anderes Jahr, würde der Film wohl als relativ generischer Panikmacher abgetan werden. Zuviel Stockimages und „alles schon mal so oder so ähnlich gesehen“. Aber mit dem Jahr 2021 im Windschatten ist das halt richtig rein in die Magengrube. Aus amerikanischer Sicht wird die Wahl und Klimawandel-Leugnung adressiert. Aus meiner Sicht als Zuschauerin, die in Deutschland lebt, fühlt es sich an wie eine Satire auf Impfgegner*innen, Verhöhnen der Wissenschaft, etc. Wahnsinn. Drückt richtig drauf auf alle Stellen, die weh tun. Ignoranz, insolidarisches Verhalten, Social Media und Misinformation. Wäre das alles nicht, würde der Film bei Weitem nicht so treffen. Auch weil man die hysterischen Rollen Leonardo DiCaprios jetzt vielleicht inzwischen etwas zu oft gesehen hat.

Obwohl ich soviele Filme (House of Gucci!) so gerne gesehen hätte, war ich gar nicht im Kino vor Weihnachten. Vorrangig um Kontakte zu reduzieren, um die Familie nicht zu gefährden. Man trifft in der Pandemie manchmal sehr karge, objektive Vernunftentscheidungen. Hoffentlich bringt’s was. Serien haben mich recht gut abgelenkt. Ich habe die Staffeln 3-6 von Schitt’s Creek geschaut. Die Serie ist halt auch echt kurzweilig und hat ab Staffel 3 erst so richtig angefangen mir zu gefallen. Wurde sowas wie meine Komfort Serie zum Jahresende. Zu Ende geschaut habe ich außerdem noch die ZDF-Koproduktion In 80 Tagen um die Welt mit u.a. David Tennant und Leonie Benesch. Sehr cool – große Empfehlung. Läuft in der ZDF Mediathek. Zu Ende geschaut habe ich auch Dash & Lily, was echt süß war und den Anime Blue Period angefangen. Gezockt habe ich weiter Assassin’s Creed: Origins und nähere mich dem Ende. Wow, Open World, das ist aber auch eine Menge Holz.

Die meiste Zeit habe ich was Bücher betrifft im Dezember mit Dickens A Tale of two Cities verbracht und den Mitstreiter*innen in unserer Leserunde auf Twitter. 🙂 Schaut gern mal rein, ist verlinkt und bisher haben wir da keine harten Spoiler. Ich fand das Buch sehr dramatisch und spannend, aber ganz kritikfrei bin ich nicht. Besprechung kommt bald. Davor habe ich noch Die Nacht vor Weihnachten gelesen und habe noch ein paar Seiten The Forbidden Worlds of Haruki Murakami vor mir für heute abend. Das wird dann wohl das letzte Buch, dass ich dieses Jahr lese. 🙂 Zwei Manga gab es (neben Webtoons) auch für mich: My Broken Mariko und A Man and his Cat Bd. 1. Letzterer hat mich unerwartet stark getriggert. Jedenfalls ein tolles Buch für Katzenfans. Mit Das unsichtbare Leben der Addie LaRue werde ich immer noch nicht warm. Vielleicht habe ich deswegen auch den kompletten Storyteller-Podcast The White Vault stattdessen zu Ende gehört … .

Und sonst so?

26-Tage-Streak im Blog, ja sowas habe ich hier schon eine Weile nicht mehr gesehen. 😀 Vielleicht sogar noch nie, ich weiß es nicht mehr. Wie schon im letzten Rückblick und auf Twitter angeteasert habe ich mal einen Blog-Adventskalender gemacht: jeden Tag ein Artikel. Ursache waren einfach viele angefangene Entwürfe. Ich war schon echt ein bisschen stolz und glücklich, wenn ich da so am Sonntag einfach mal 7 Artikel gescheduled habe. Aber das hat auch nur einmal so geschmeidig geklappt. 😉 Manche Artikel wurden dann eben doch erst im Feierabend am Tag davor fertig. Ich bin glücklich, dass es aber nie in Stress ausgeartet ist und fand die Sache sehr lohnenswert, weil ich daraus das eine oder andere gelernt habe.

Beispielsweise habe ich mich immer gefragt, ob der Blog sonntags so besonders viele Klicks bekommt, weil da einfach alle Zeit zum lesen haben oder weil ich immer sonntags die Links in social media teile. Klar, man kann vermuten letzteres. So habe ich bei Twitter und Facebook gescheduled, dass die Tweets und Posts am Tag mit den Links aus WordPress rausgehen und siehe da … ich hatte den Eindruck, dass das tatsächlich besser für die Sichtbarkeit ist und werde das wohl beibehalten. Fraglich ist jetzt, ob ich dann die Sonntags-Ankündigung auf Twitter noch mache!? Blogventskalender war cool. Ich würde das nächstes Jahr gern wieder machen. Vielleicht hat es euch ja auch Spaß gemacht? Vielleicht ist es auch im Rauschen der vielen anderen Blog-Adventskalender untergegangen. ^^‘ Jetzt stehe ich erstmal in den Startlöchern für den Japanuary, Rückblick-Season und 22 Bücher für 2022 und 22 gute Gründe für 2022 … wer macht mit? 😉

Ich hoffe, dass ihr ähnlich zur Ruhe kommen konntet und schöne Feiertage hattet? Wie war euer Dezember und wie habt ihr die Feiertage verbracht? Wie geht es euch und was waren eure Jahres-Highlights? Wenn ihr 2021 in drei Worten beschreiben müsstet (nicht zwingend gesellschaftlich, sondern persönlich), welche wären das? Kommt gut rein ins neue Jahr! Ich freue mich, dass wir 2021 zusammen gereist sind und würde mich freuen, wenn wir das auch 2022 tun. 🙂