Rückblick: Februar 2013

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Das vorherrschende Thema im Februar …

… Prüfungen

An meiner Uni ist es leider so geregelt, dass die Prüfungen fast während der gesamten vorlesungsfreien Zeit sind (im Volksmund auch Semesterferien genannt – keine Ahnung wer sich den Namen ausgedacht hat). Der böse Prüfungszeitraum läßt uns 2 freie Wochen am Ende der vorlesungsfreien Zeit und die vielen Woche davor können im schlimmsten Fall komplett mit Prüfungen zugebombt werden. ;_; Genau so isses. Aber immerhin habe ich nur ca. jede Woche eine Prüfung, also habe ich zumindest genug Zeit zum Lernen. Es könnte also schlimmer sein. Lief mal eine Prüfung nicht so gut wie erhofft, dann stellt sich bei mir auch immer der etwas düstere Gedanke ein, wieviel Zeit seines Lebens man doch investiert und wie entsetzlich wenig letztendlich abgefragt wird. Besonders deprimierend finde ich die Lehrveranstaltungen die auf Auswendiglernen ausgelegt sind (Stichwort Bulimie-Lernen). Da lob ich mir doch meine Informatikmodule.

Ich muss mich ja mal outen: früher fand ich Prüfungen mitunter sehr spannend. Vor allem die in mathematischen Teilgebieten oder Informatikmodulen. Während der letzten Semester habe ich aber die Feststellung gemacht, dass mich Prüfungen immer mehr annerven. Das macht wahrscheinlich die Zahl 9 die über meinem Kopf thront. 9 wie in 9. Semester.

Weltgeschehen

Da gabs im Februar aber eine ganze Menge Skandale. Frau Schavan ist nicht mehr Bildungsministerin – eine erneute Plagiatsaffäre war der Auslöser. Nun ist Johanna Wanka im Amt. Zwei Punkte in ihrer Biografie lassen mich da ein wenig Grinsen. Sie kommt aus der Heimat (Brandenburg) und ist studierte Mathematikerin. Andere Sachen lassen mir das Grinsen vergehen: sie ist pro-Studiengebühen. Und ich nicht. Zwar bin ich in absehbarer Zeit kein Student mehr aber ich finde Studiengebühren sind eine üble Sache, zumindest wenn sie so enorm hoch sind wie in den Regionen außerhalb Ostdeutschlands.

Meinen nächsten Aufreger des Monats kann ich in zwei Worte fassen: Pferdefleich. Lasagne.

Der Februar hatte mit Sicherheit nicht nur eine bewegende Nachricht. In Erinnerung geblieben ist mir aber vor allem, dass Papst Benedikt am 11.02. erklärt hat, dass er sein Amt niederlegen wird. Vor ich weiß nicht wie vielen Jahren haben wir noch euphorisch gesagt wir sind Papst. Dabei vergisst man wie anstrengend das Pontifikat sein muss – Papst Johannes Paul und die meisten seiner Vorgänger hatten es bis zum Tode inne (?). Die Gesundheit spielt mit Sicherheit nicht mehr so mit wie einst und Entscheidungen zu treffen und viel zu reisen wird auch nicht einfacher (auch wenn man viel Unterstützung hat). Es tut mir auch irgendwie leid, wenn ich Häme und Spott höre über das Leck im Vatikan (so einer der Titel der Titanic zur Maulwurfaffäre). Die Entscheidung eine solche Position mit so hoher Verantwortung abzugeben, ehe man vielleicht gesundheitlich der Sache nicht mehr gewachsen ist, erscheint mir aber sehr richtig und auch sehr menschlich. Er hat nach wie vor meine Achtung, auch wenn man kaum einen Artikel im Netz lesen kann, der nicht vor Anschuldigungen und Spott trieft. Er ist zwar Oberhaupt der katholischen Kirche aber deswegen kann er auch nicht mit dem Finger schnipsen und alles Unrecht ist aus der Welt.

Außerdem habe ich bemerkt, wie stark eingeschränkt/selektiert die Nachrichten sind, die man zu Ohren bekommt. Ende 2012 erschütterte uns die Nachricht der grausamen Vergewaltigung einer jungen Frau in Indien. Nun hört man im 2 Wochen Rhythmus ähnliche Gräuletaten aus Indien (mal abgesehen davon, dass das grausamerweise überall in der Welt passiert). Nun häufen sich diese Meldungen die mit Indien zutun haben hauptsächlich wegen der aktuellen Brisanz. Irgendwie nochmal extra schlimm.

Filme, Musik, Serien, IT und alles andere was Spaß macht

Musikalisch bin ich auf die Black Keys gekommen:

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Und ich weiß nicht wie das passiert ist… aber ich habe angefangen Pretty Little Liars zu gucken. Normalerweise mag ich Thriller oder Dramen mehr. Das hier würde ich als eine Tussen-Serie oder eine Serie für jüngere Mädels (eher Teens als Twens) bezeichnen (no offense). Was bringt mich zu der Aussage? Die Serie ist relativ einfach gestrickt. Im Fokus steht ein Freundeskreis aus 4 Mädchen – Aria, Spencer, Hannah und Emily. Vor nicht allzu langer Zeit waren sie allerdings noch zu fünft. Eine von ihnen (Alison) verschwindet spurlos. Die Wege trennen sich, das Rätsel erhält aber einen neuen Twist, als plötzlich Alisons Leiche gefunden wird. Als ob der Schock für die Mädchengruppe nicht schon groß genug wäre, erhalten sie plötzlich feindselige Nachrichten einer Person, die sich nur A nennt. A scheint alle ihre Geheimnisse zu kennen und erpresst sie, scheint sogar über Leichen zu gehen.
Bis hierhin klingt die Inhaltsangabe sehr spannend und daher habe ich mich auch neugierig machen lassen. Anfangs war ich allerdings eher enttäuscht. Die Mädels spielen Rollen die für ältere Mädchen gemacht sein sollten. Sie sind 16 aber haben Affären mit Lehrern, dem Verlobten der älteren Schwester usw. Ihr Look und Styling ist der Zwanzigjährigen, zumindest meiner Meinung nach. Das ist etwas irreführend. So spannend der Inhalt auch klang, die Handlung ist sehr naiv und einfach gestrickt. Vor einer Weile habe ich mir aber geschworen Serien wenigstens mal 3, 4 Folgen lang anzuschauen, wenn ich die Idee interessant fand und nicht total abgetörnt bin. Die Serie nimmt stetig zu muss ich sagen. Sie wird ab der ersten Hälfte der ersten Staffel etwas logischer, schlauer und spannender. Mitlerweile möchte ich auch gerne wissen wie es weitergeht und ob meine Vermutung über die Identität von A stimmt. was ich der Serie hoch anrechne ist der Wandel: die perfekte Alison wird nach und nach als nur halbperfekt herausgestellt. So war sie doch ein echtes Miststück und die Freundschaft der vier anderen zu ihr eher ungesund. Wie knebelnd solche ungesunden Freundschaften sind, musste ich früher auch schon feststellen und finde es ganz interessant, dass das so eine Wendung nimmt.

Eine Serie, die ich enorm spannend finde und schon viel eher sehen wollte ist Homeland. Daher freue ich mich auch, dass es seit einigen Wochen im deutschen Free-TV läuft. Genauso wie die finale Staffel von Fringe. Die Theorien und Techniken die im Laufe der Zeit in der Serie behandelt wurden gehen in die Richtung mindfuck-Fernsehen, sind aber etwas zu abstrus um wirklich davon geblendet zu werden. Wegen der gepflegten Unterhaltung, den Cliffhangern und wissenschaftlichem Charme (insbesondere der verplante Walther Bishop) mag ich die Serie aber trotzdem und bin enorm gespannt auf das Ende.

In Einstimmung auf den Oscar habe ich mir außerdem einige nominierte Filme angeschaut. Wir haben ja nicht so oft den Luxus, dass viele Filme bei uns vor der Verleihung im Kino sind. Dabei waren beispielsweise Silver Linings, Argo und die Doku Searching For Sugar Man – dazu habe ich auch vor ein paar Tagen gereviewed. Die Oscars selber fand ich vom Unterhaltungswert etwas schwach – die Aufregung, das Mtfiebern für die Favoriten, die starken Nominierten und teils ergreifenden Bühnenreaktionen haben es sehenswert gemacht. Eigentlich habe ich mich sehr auf den Auftritt von Shirley Bassey und Adele, das 50-Jahre-Bond-Tribute und die Moderation von Seth McFarlane gefreut, fand aber letztendlich nur Adeles Auftritt großartig. Oscars lösen aber in mir genug Film-Fan-Fieber aus, das ich immer trotzdem irgendwie begeistert bin. Einige meiner Prognosen haben sich bewahrheitet, dazu später mehr.

Was die Netzwelt und Informatik betrifft, habe ich eine launige Alternative zu Instagram gefunden: EyeEm. Gefällt mir sehr.
Am 4.2. wurde außerdem auf ARD der Apple-Markencheck ausgestrahlt. Anfangs habe ich mir davon nicht viel versprochen. Irgendwelche Designstudenten wurden eingeblendet, die erzählen wie perfekt das Apple-Design ist. Leute die auf die Frage warum sie hier vor dem Apple-Store campieren antworten Wenn man kein iPhone hat, hat man kein iPhone. Für mich dasselbe hohle verblendete blabla wie immer. Irgendwann wurde die Doku aber doch noch ernstzunehmend und hat auf einige Dinge angesprochen, die sonst immer von den Apple-Fanboys totgeschwiegen werden. Zum Beispiel die Arbeitsbedingungen, kundenunfreundliche Verbauung oder der eigentlich Wert der Hardware. Damit war die Doku mit den Aussagen „Apple ist sein Geld kaum wert. Und Apple ist nicht fair.“ für mich dann doch noch ernstzunehmend. Meine Prognose war, dass die Fanboys das genau entgegen gesetzt betrachten werden. Und so war es auch. In den typischen Fanboy-Blogs wurde das Thema zerrissen. Eine tatsächliche Umkehr: alles was ich sinnvoll fand, war laut der anderen schlecht gemacht. Dazu fällt mir nur eins ein: ich bin hier ja nicht der Apple-Kunde bzw. das Apple-Opfer, deswegen kratzt es mich relativ wenig. Ich fand die Reportage gut. 🙂

Bei Unser Song für Malmö wurde mit Cascada unser Eurovision Song Contest-Interpret gekürt via mehrteiliger Abstimmung. Nicht ganz meine Musik: diese Dancefloor-Pop-Nummern finde ich mitlerweile schon fast trashig und unzeitgemäß. Höre ja aber auch eher Singer-Song-Writer-Zeug und Rock… . Nachdem ich nun aber einige Beiträge anderer Ländern gehört habe, würde ich sagen trashig wurde neu definiert.

Enorm gespannt war ich auf die Live-Action Umsetzung meines Lieblingsmanga xxxHolic – geschaut habe ich es aber noch nicht. Ich arbeite aber dran, irgendwo muss man das doch schauen können XD.

Und sonst so?

Aus dem Beautydepartment: ich trage jetzt (einen leider zu dezent gewordenen) Ombre-Look, bin nach wie vor (und seit langer Zeit wieder) abhängig von Beautyblogs und habe mit Freude die neuen Kollektionen von bspw. Catrice-Cosmetics erwartet. Ich muss wirklich staunen wie enorm modern, weit und vor allem schneller verbreitet Beauty-Trends sind (im Gegensatz zu vor 10 Jahren). Das Internet trägt dazu mit Sicherheit bei!

Ansonsten habe ich dank der Prüfungen relativ wenig von der Welt außerhalb meiner Universitätsstadt gesehen.