Horrorctober 2018 – #Horrorctober Returns (Ankündigung und Filmliste)

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Oktober: warme Nachmittage und kühle Abende, fallendes Herbstlaub, bunte Baumwipfel, ein dampfender Tee oder Kakao in der Hand begegnen wir dem Herbst eingerollt in eine warme Decke auf der Couch beim angenehmen Schein einer Kerze. Mit der ganzen Hygge ist es spätestens dann vorbei, wenn es abend wird. 😈 Dann wird die DVD in den Player geworfen und sobald sie rotiert, beginnt der Schrecken. Grusel, Nervenkitzel, sich auf der Couch umschauen, ob der Irre aus dem Film hinter einem steht, das seltsame Gefühl nicht allein im Raum zu sein, Blut und Angst auf dem Bildschirm. Und schlafen?? Geschlafen wird schon gar nicht. Der hyggelige Tee ist da um wach zu bleiben! Wer weiß, was im Dunkeln lauert??? Hach ja. Es ist #Horrorctober. Wieder einmal. 🙂

Horrorct… was?

Bereits seit 2013 ruft die Cine Couch im Monat Oktober dazu auf sich dem Grusel, dem Horror, dem Gore zu widmen oder was auch immer einem das Blut in den Ader gefrieren lässt (Steuererklärung?). Die Regeln sind denkbar einfach. Wählt Filme (oder andere Medien) aus, schaut sie und redet mit anderen drüber. Beispielsweise auf Twitter. Auf der Webseite von Cince Couch gibt es auch eine Liste von Teilnehmern. Auf ihren Webseiten oder Profilen findet ihr die Medien, denen sie sich widmen wollen. Ihr merkt schon: das unter Umständen schwierigste ist bei der Qual der Wahl eine Liste der zu schauenden Filme aufzustellen und je nach Portemonnaie an diese Filme ranzukommen. Es erfordert etwas Planung 😉 Falls ihr Horrorfilme natürlich nicht mögt, dann besteht die Herausforderung wohl allgemein im #Horrorctober. 👿

Die Auserwählten

Entgegen dem wie meine Einleitung vielleicht klingen mag, freue ich mich schon sehr auf den Horrorctober 😀 Letztes Jahr war der leider ein wenig Pleiten, Pech und Pannen. Einen Film konnte ich nicht auftreiben und der Rest war für meinen Geschmack zum Großteil zu trashig, zu vorhersehbar, zu öde. Schauen wir mal, auf was ich dieses Jahr setze. In Klammern findet ihr die jeweilige Plattform oder das Medium mittels dessen ich gedenke sie zu schauen.

  • Das Ding aus einer anderen Welt (DVD)
  • Suspiria (DVD)
  • Wish Upon (DVD)
  • Train to Busan (Netflix)
  • Badadook (DVD)
  • It comes at night (Amazon Instant Video)
  • The Void (DVD)
  • 1922 (Netflix)
  • Creep (Netflix)
  • Videodrome (DVD)
  • Veronica (Netflix)
  • Shrews Nest (DVD)
  • The Nun (Kino, falls das nicht klappt: The Conjuring 2 als Ausweichkandidat auf Netflix)

Längt überfällig: Ding aus einer anderen Welt habe ich bisher nicht gesehen, dabei bin ich dem Body Horror Genre nicht abgeneigt und mal ehrlich: das Setting mit der Forschungsstation im Eis klingt sehr vielversprechend, wenn man Horror sucht. Über den Trash-Faktor weiß ich noch nichts, aber Potential gibt es bestimmt. Wusstet ihr, dass John Carpenters Film bereits ein Remake ist? Auch ein bisschen Trash-Potential erwarte ich bei The Void, hoffentlich in gepflegtem Ausmaß. Ein anderer Film, mit dem ich was aufholen möchte ist Suspiria. Stand wohl lange auf dem Index, was wohl bedeutet, dass ich mich hier für das schlimmste wappnen sollte!? Mein Beweggrund war aber eigentlich, dass ich noch gar nichts(!) von Dario Argento gesehen habe und da er den modernen Horrorfilm maßgeblich beeinflusst hat, muss ich das mal ändern. Warum Suspiria? Weil die Prämisse mit der Tanzschule in Deutschland sehr spannend klingt und sich 2018 Luca Guadagnino (v.A. mit I am Love noch mehr als mit Call me by your name) zu der Liste meiner Lieblingsregisseure gesellt hat und der ein Remake unter demselben Namen drehte. Lief gerade erst in Venedig. Darüber, ob David Cronenbergs Videodrome etwas in dieser Liste zu suchen hat, kann man sich wahrscheinlich streiten. Bereits in den Vorjahren habe ich gern den Fokus des Horrorctober etwas verschoben – man kann sich nicht nur bei Horror und Mystery gruseln, sondern auch bei moralischem Desaster (Dramen mit entsprechendem Inhalt), Psychothriller, Slashern, wenn man das mag: Gore, Dystopien, etc. Mal schauen was Videodrome kann. It comes at night fällt wahrscheinlich in eine ähnliche Kategorie.

Mal abgesehen von den Filmen, die ich länger schon mal sehen wollte, gibt es auch ein paar Kassenschlager der vergangenen Jahre, von denen ich mir Grusel erwarte: Badadook und Wish Upon. Auch Train to Busan zählt dazu, der in der Blogosphäre so gut aufgenommen wurde und soviel Erwähnung fand, dass ich mir jetzt auch ein Bild davon machen möchte. Gut, dass er nicht „Zombies on a train“ hießt. Das Prinzip ging ja schon mal mit Schlangen und Flugzeugen schief. Shrews Nest ist mir bisher selten in der Bloglandschaft begegnet, wurde aber in der Kinozeitschrift meines Vertrauens so hochgelobt, dass ich neugierig wurde. Ihr merkt, dass ich ein Jahr lang für meine Liste sammle, oder? 🙂 Die meisten Filme auf Netflix hat mir leider nicht der Algorithmus vorgeschlagen, sondern ganz klassisch ein Web-Artikel über „The 10 most frightening movies on Netflix“ oder sowas in der Art. Da blieben Creep und Veronica hängen. Letzterer soll auf wahren Begebenheiten beruhen und angeblich können nur wenige der Zuschauer den Film zu Ende schauen und so weiter und so fort. Challenge accepted. Auf Creep bin ich tatsächlich viel gespannter. 1922 steht schon länger auf meiner Liste, weil er wohl auf einem Stephen-King-Buch basieren soll. Waaas? Ein Buch von Stephen King, das ich nicht kenne!!?? Woah. Seht ihr. So. Deswegen ist es auf der Liste. The Nun ist in der Liste, weil ich den Trailer sehr gruselig fand und gerne auch zum Horrorctober ins Kino gehe, weil manche Filme bei der Soundkulisse sehr viel mehr wirken. Meistens ist das aber auch riskant, weil der Kinobesuch evtl gar nicht umsetzbar ist während des Horrorctober. Plötzlich kommt das Leben dazwischen oder der Film läuft nicht mehr. Daher habe ich schon mal einen Ausweichkandidaten „nominiert“. Conjuring 2 habe ich übrigens noch nicht gesehen und hoffe, dass das nicht notwendig ist um The Nun zu verfolgen.

Wie ihr seht, ist leider nicht alles über die üblichen Verdächtigen unter den Stream-Portalen (ohne draufzahlen) zu sehen. Wenn da steht DVD, dann schaue ich das entweder auf Kauf-DVD oder leihe die DVD aus. Das ist der eigentliche Challenge-Character, denn ob man auch immer bekommt, was man leihen will …

„Bist du dir auch wirklich sicher, dass das gruselig genug wird??“

Nein! Deswegen setze ich wie in den Vorjahren eins drauf. 😈 Ich genehmige mir außerdem ein paar Serien. Darunter „American Horror Story: Roanoke“ (Season 6), eventuell „Outcast“ Season 2 (hier gehts übrigens zu meiner Besprechung von Season 1, es ist eine höllisch gute Serie, aber auch sehr gewalttätig). Wenn ich nach all dem noch Lust habe, dann erwartet uns Mitte Oktober The Haunting of Hill House auf Netflix, die Umsetzung des gleichnamigen Shirley Jackson Romans. Den habe ich leider nicht geschafft vorher zu lesen, aber das hemmt nicht die Neugier. Eigentlich geht dann auch The Chilling Adventures of Sabrina online, das wohl nicht viel mit der eher witzigen und trashigen Serie aus den 2000ern zutun hat. Aber ob es deswegen auch gruselig wird? Mal sehen, ob dafür Zeit ist. Auch „In the Flesh“ Season 2 wartet auch noch darauf geschaut zu werden. Season 1 war Teil von Horrorctober 2017.

Tipps am Rande

Ihr habt schon mitbekommen, dass ich gern Horrorfilme oder unbequeme Filme schaue. Daher fallen mir noch die ein oder anderen Filme ein, die ich erst vor Wochen oder Monaten gesehen habe, die sich aber gut für den Horrortober machen würden. Vielleicht braucht ihr noch den einen oder anderen Tipp für eure Horrorctober-Liste oder den Halloween-Filmabend. 😉 Erst vor Kurzem gesehen für die Werkschau zu den asiatischen Horrorfilmen (Link funktioniert ab dem 5.10.): The Wailing – Die Besessenen. Anfangs ist der Film trotz des Besessenheits-Themas sehr locker durch die mehr oder weniger kompetenten Dorf-Polizisten. Aber dann strotzt der Film nur so vor moralischem Dilemma, Xenophobie(!) und wird sehr ernst. Eine der besseren Geschichten über Besessenheit (in vielerlei Hinsicht). Wer auf Zomie-Apocalypse steht, sollte Cargo mal eine Chance geben. Der australische Film mit Martin Freeman in der Hauptrolle eines Vaters, der sich mit seinem Baby durch die Welt schlägt hat Drama-Aspekte und einen besonderen Kniff, da er Aboriginals und ihrer Mythologie und Gesellschaft Raum gibt. Der britische Horrorfilm The Ritual erinnert etwas an Blair Witch Project ohne Wackelkamera und ist am Anfang wirklich sehr gruselig. Eine Gruppe Freunde versucht sich beim Wandern in Skandinavien von einem verstorbenen Freund zu verabschieden, sie sind aber offensichtlich nicht alleine in den Wäldern. Muhahaha. Das Ende finde ich deutlich zu konventionell für den starken Anfang, aber der Film ist insgesamt sehr stimmungsvoll und perfekt für Halloween. Wer es etwas ausgefallener mag und Horror nicht durch Geister, Monster oder metaphysischen Grusel definiert, kann sich ja mal während des Dramas The Killing of a Sacred Deer von Giorgos Lanthimos wegen ganz menschlicher Aspekte gruseln. Denn in dem Film geht es um eine Arztfamilie, die von dem Sohn eines verstorbenen Patienten verflucht wird. Metaphysik hat hier aber keinen Platz. Über den elephant in the room will keiner sprechen. Heißt: Flüche sind nicht wirklich Thema. Sondern das schier unglaubliche, was das mit der Familie anrichtet und wozu Menschen in der Lage sind.

Zu den Artikeln des Horrorctobers hier im Blog

… coming soon …

… Und zum #Horrorctober der vergangenen Jahre (Fazit)

Horrorctober 2017
Horrorctober 2016
Horrorctober 2015
„shOKTOBER“ (2014)

Soviel zu meinen Horrorctober-Tipps und meiner Liste. Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht und heute abend soll es soweit sein und der erste Film wird geschaut. Was steht auf eurer Liste? Macht ihr mit? Habt ihr die hier erwähnten Filme schon gesehen? Oder seid ihr keine großen Horror- oder Gruselfans und lasst das mit dem Horrorctober lieber?