Serien-Talk: Alles, was an dem „Supernatural“-Finale nicht funktioniert …

… und warum es das für ein paar Leute eben doch tut. (Oder so.) Klassisch Clickbait, ich weiß. In Ermangelung eines besseren Titels möchte ich an der Stelle massiv spoilerbehaftet diskutieren wie ich das Finale von „Supernatural“ wahrgenommen habe und analysieren, warum ich es als so negativ auffasse. Auch wenn die Welt sicherlich nicht noch einen weiteren Artikel darüber braucht. Youtube, Twitter, Instagram, die sozialen Netze sind ein Füllhorn von Meinungen. Warum braucht es noch meine? Für den Abschluss. Wenn ich schon eisern die Staffeln hier bespreche, dann möchte ich das auch konsequent bis zum bitteren Ende. 🙂 Nicht zuletzt weil „Supernatural“ eben doch nicht nur ein Guilty Pleasure ist, sondern mich sehr lange begleitet hat. Disclaimer: das ist meine Meinung und nein, ich kann nicht die Gedanken von Cast und Crew der Serie lesen. Wenn ihr eine eigene Meinung habt, die von meiner abweicht, dürft ihr die natürlich behalten. 😉

First things first

Zeit ist durchaus ein Faktor, der die Wahrnehmung einer Serie beeinflusst wie auch die Einstellung zu den gezeigten Inhalten und Figuren. Klar. Fan-tum ist nicht zu unterschätzen. Es kommt nicht von ungefähr, dass das Fernsehen und die Medien einige der neuen Götter in American Gods darstellen. Supernatural hat für mich gleich mehrere solche Reibungspunkte, die es für mich zu einer besondere Serie machen. Ein Erklärungsversuch. Als ich angefangen habe Supernatural (SPN) zu schauen, war ich kurz vor dem Abi, hatte frisch meinen Führerschein gemacht und bin öfter mit Freundinnen rumgefahren. Das erste große Freiheitsgefühl schien sich mit den Roadtrips der Brüder zu decken. Nur immerhin ohne Monster und Apokalypsen (bis jetzt). Passenderweise schauten wir alle Drei Supernatural und waren sehr angetan von Horror als Genre.

Seitdem war es schwierig mit SPN und mir. Ich war und bin sehr gehyped über Castiel, gespielt von Misha Collins. Als er zur Serie dazukam wurde Castiel schnell einer meiner Lieblingscharaktere. Und das in Serien global – nicht nur in Supernatural. Aber nicht alles, was SPN im Laufe der Zeit tat, war für mich ein Erfolg. Es hätte wohl nach der fünften Staffel enden sollen. Lustige Metafiktions-Episoden und die sich vertiefenden Beziehungen und Charakterentwicklungen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, das auch ich eine kritischere Zuschauerin der Serie wurde und längst nicht mehr mit allem zufrieden war. Vor Allem nicht mit der letzten Episode. Warum? Was sehe ich in dem Finale verletzt?

Tatsächlich glaube ich, dass es zwei Arten von Publikum gibt. Diejenigen, die fixiert auf „Go Team Free Will!“ und vielleicht auch „Destiel“ sind und diejenigen, die v.A. die Beziehung der Brüder berührt und der Pathos des Kansas-schen Titelsongs „There will be peace when you are done“. Die erste Gruppe wird das Finale zwangsläufig als Rückschritt und regelrechte Tragödie wahrnehmen, die zweite Gruppe wahrscheinlich recht zufrieden mit dem Ende sein. Schließlich hat sich die letzte Episode entschieden zu den Anfängen der Serie zurückzukehren und sich auf das zu konzentrieren, womit Supernatural anfing: den Brüdern. Es gibt eine Menge Parallelen zwischen der ersten und der letzten Episode, was auch ich als schönen Kniff anerkenne. Was jetzt alle, die hier schon länger mitlesen weniger überraschen wird, ist dass ich aber zur ersten Gruppe zähle und für mich ist die letzte Episode mal abgesehen von Analogien eher misslungen und so als ob sie die Figurenentwicklung der letzten Staffeln komplett ausklammert. Für „Go Team Free Will“ wird Familie einfach anders definiert – so wie das die Serie über weite Strecken eigentlich auch tat.

Family don’t end with blood

Klingt zwar in meinen Ohren grammatikalisch nicht ganz korrekt, ist aber seit Bobby ein Motto der Serie und klares Motiv ab mindestens Staffel 4. Die Serie definierte Bobby (Jim Beaver) seither als Vaterfigur und zeichnete John Winchester (Jeffrey Dean Morgan) zunehmend als einen von Tragödien zur Härte gezwungenen Charakter, der aus Rachegelüsten und zur Desillusion verkommenem Pflichtbewusstsein seinen Söhnen sein Lebenswerk aufzwingt. Das Family Business. Das Motiv ist zumindest anfangs auf eine familiäre Weise romantisch bis wir mehr darüber erfahren wie Dean (Jensen Ackles) quasi seine Jugend aufgab um sich um seinen kleinen Bruder Sam (Jared Padalecki) zu kümmern, der aber nichts als raus aus dem Hunter-Leben wollte. Zumindest bis das Hunter-Leben in Form von Dean wieder bei ihm anklopft.

Im Laufe der Staffeln häufen sich die tragischen Geschichten über das Leben der Brüder und ihre Eltern werden zunehmend sicherlich auch als Spielball des Schicksals aber auch als Menschen mit Stärken und Fehlern charakterisiert. Es ist nicht abwegig John als furchtbaren Vater anzusehen, wenn nicht sogar des Missbrauchs zu bezichtigen, da er seinen Jungs ein „normales“ Leben versagte und sogar bereit ist Sam aufzugeben. Mary (Samantha Smith) wird sogar zurückgeholt in der Serie um es mit Amaras Worten auszudrücken: um Dean zu zeigen, dass auch sie nur ein Mensch ist. Auch sie muss viel verarbeiten und nimmt sich die eine oder andere Auszeit von ihren Jungs. Ich fasse das nicht so uncharmant zusammen, weil ich die Charaktere nicht schätze, sondern weil die Serie eben durchaus ein vielschichtiges und mitnichten nur glorifizierendes Bild der Eltern gezeichnet hat.

In vielerlei Hinsicht ist mein Eindruck, dass sich die Brüder lange nur auf sich selbst verlassen konnten und das zu einer seltsamen, bärbeißigen, aber auch rührenden Abhängigkeit geführt hat. Ihr Leben wurde aber dadurch bereichert, dass andere Menschen ihre Ersatzfamilie wurden und ihnen zeigten, dass es eben doch nicht nur „Wir gegen den Rest der Welt“ heißt. Dazu zählen Bobby, Jody, Donna, Castiel, Kevin und auch Jack (Alexander Calvert). Einige davon haben sie lange begleitet. Castiel ist wohl so ziemlich Deans längste Beziehung, egal wie man die auslegen möchte. Kein Freund, keine Affäre, keine Liebe blieb solange bei ihm wie Castiel. Was für mich nicht zusammen passt ist wie die letzte Episode zurück zum Anfang geht und den Vater, der ihnen soviel genommen hat und die abwesende und betrauerte Mutter als das Nonplusultra darstellt. Große Bilder der Winchesters an der Wand, die Brüder alleine, der „Rest“ vergessen?

Ganz so hart ist es nicht. Immerhin kam Bobby für das Finale zurück. Dass er Dean im Himmel begrüßt ist eine dankenswerte, schöne Note. Was aber einfach nicht für mich passen will und mich wie auch viele andere Fans empfindlich trifft ist die mangelnde Trauer um Jack und Castiel. Insbesondere Dean und Jack haben eine schwierige Beziehung in den letzten Episoden der Staffel zueinander. Es fallen harte Worte, die vielleicht aus Deans Aggressionsproblemen und dem allgemeinen Druck des Vorhabens „Lets kill God“ entstehen, aber die ich fast unverzeihlich finde. Um Castiel hat Dean auch schon härter getrauert als hier dargestellt. Eigentlich gibt es viel zu verarbeiten nach Episode 15×18 „Despair“ – wo ist das aber?


„The Evolution of Destiel: A Video Essay“, via Media Buzzkill (Youtube)

(K)Eine Chance für die Liebe

Ich sehe das wie die Youtube-Persona Media Buzzkill in ihrer großartigen Analyse über die Entwicklung von Destiel. Castiel ist eine Figur, die wahrscheinlich von allen Charakteren die stärkste Entwicklung durchmacht. Die Bromance zwischen Dean und Castiel verdrängt jede Aussicht auf eine Liebesbeziehung Deans zu einem anderen Charakter. Keine Bindung wäre stärker. Das haben auch die Serienschöpfer erkannt. Spätestens nachdem sie in der siebten Staffel Castiel versucht haben umzubringen und damit einfach mal Massen an Zuschauern verloren oder verärgert haben. Ab da haben sich die Serienschöpfer sichtlich gefügt und zumindest eine einseitige Liebesbeziehung entwickelt. Undzwar wie folgt: Die Vergebung Deans nach Castiels Intermezzo als „Gott“, zusammen im Purgatory, wie Dean ganz offensichtlich Castiels Schwachstelle wird, wie sich Dean um Cas sorgt als der sich von Luzifer besetzen lässt und nicht zu vergessen Deans Trauer um ihn und Freude als er von den Toten in Staffel 13 aufersteht. Wenn man keinen Radar für homosexuelle Beziehungen hat, kann man das sicherlich übersehen. Aber ich denke es liegt auf der Hand, dass das Liebesgeständnis nicht von ungefähr kommt.

Dass Dean nichts darauf antwortet ist frustrierend. Sicherlich nicht für Castiel im Serienkanon, dem auf den Leib geschrieben wurde auch so sein Glück gefunden zu haben – „just in saying“. Aber jeder der schon mal unerwiderte Liebe erfahren hat, weiß dass das nicht so glücklich ist und das macht Castiel rückblickend zu einer Figur, die von mir sehr viel Mitgefühl bekommt. Noch mehr als ohnehin schon. Da sich die Serienschöpfer nicht dazu durchringen konnten Dean als bisexuell zu charakterisieren, muss er nun also ohne Liebe auskommen. Obwohl Dean sich offenbar auf eine gewisse Weise nach dem Apple Pie Life sehnte wie mehrmals in der Serie zum Ausdruck kommt. Dahingehend schlugen offenbar zwei Herzen in seiner Brust, denn allzu oft spricht er auch davon, dass während einer Jagd zu sterben der einzige Ausgang für ein Jägerleben ist. So oder so fühlt es sich nicht richtig an, dass Dean nach all der Entwicklung zwischen Castiel und ihm, sei es als Freund, sei es als Liebe, nicht mal annähernd soviel getrauert hat wie nach dessen Tod in Staffel 12. Lasst uns nicht vergessen, dass Dean in Staffel 13 sogar lebensmüde war. Auch rein erzählerisch ist es einfach unglaublich platt, dass Dean das nach all dem so leicht wegsteckt.

Sam ergeht es nicht besser. Mit Eileen (Shoshannah Stern) wurde ihm sowohl in punkto Durchsetzungsvermögen als auch Intelligenz ein wunderbarer Counterpart entgegen gesetzt. Eileen hätte eine großartige Bereicherung für die Serie sein können. Leider war die Anzahl der Episoden in denen sie auftrat überschaubar. Ein Beweis für die mangelnde Inklusion der Serie? In der finalen Staffel wurde sie zurückgebracht, aber ihr Schicksal bleibt nach Chucks „Snap“ unklar. Stattdessen sehen wir eine ausgeblurrte Frau an Sams Seite, nachdem Dean gestorben ist. Er hat mit ihr einen Sohn. Es wäre so einfach gewesen Eileen zu erwähnen, ein Foto von ihr und Sam ins Regal zu stellen und diesen Handlungsfäden zufriedenstellend abzuschließen. Man mag argumentieren, dass Supernatural keine Liebesgeschichte ist. Aber dann frage ich mich doch trotzdem, warum man sich die Mühe gemacht und beispielsweise Eileen überhaupt zurückgebracht hat? Der einzige Zweck ist demzufolge, um Sam mehr Storyline zu geben und ein Druckmittel, womit ihm Chuck weh tun kann. Das ist vor Allem deswegen traurig, weil es einen integralen Bestandteil der Serie schmälert. Dass Dean und Sam wachsen könnten.

Team Free Will

Kommen wir nochmal zurück zu den oben angenommenen beiden Zuschauertypen. Wer emotional sehr in die Geschwisterbeziehung investiert, der wird hier sicherlich nicht mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, dass beide zu stark voneinander abhängig sind. Sie treffen viele Entscheidungen um sich gegenseitig zu retten und setzen damit auch mal anderer Leben aufs Spiel. Diese ganze Sache mit dem Mark of Cain und ach, ich fange gar nicht damit an. Natürlich bin ich absolut dagegen, dass sie sich gegenseitig in den Abgrund stoßen sollten. Aber hätten sie es nicht verdient sich jeweils ein Leben aufbauen zu können? Sich irgendwann auf Augenhöhe zu begegnen und andere Erfahrungen zu machen? Beziehungen zu haben? Es gab schließlich einige Versuche ihre Abhängigkeit zum Einen zu lockern, zum Anderen einen Bissen vom Apple Pie Life zu bekommen. Das bedeutet auch Abnabelung von den Geistern der Vergangenheit und ihrer Familie.

Für Sam habe ich lange nur den Ausstieg aus dem Jägerleben gesehen – das änderte sich. In späteren Staffeln wurde er durchaus als Anführertyp etabliert und als jemand, der in das Jägerleben neue Ideen einbringt. Vernetzung, Schulung, Planung. Um das wirklich ausleben zu können, hätte er sich von Dean lösen müssen, der diese Rolle zuvor immer einnahm. Für Dean würde es bedeuten zu wachsen, wenn er Sam loslässt und versucht ein eigenes Leben zu leben. Und vor Allem hätte es ein großer Wendepunkt sein können, wenn er lernt sich emotional wirklich zu öffnen. Aus mir spricht nicht nur die Shipperin – dieser jemand hätte Castiel sein können, zumal er offenbar der einzige ist, der ihn jemals wirklich verstanden hat. Ich spiele auf Castiels Rede an („You did it all for love“).

Die Vorlage war gelegt, entwickelt, darauf hin gearbeitet. Aber soviel freier Wille bleibt ihnen zum Schluss verwehrt und all die geebneten Wege verpuffen. Stattdessen ist Sam unglücklich und trauert bis er endlich mit Dean im Himmel vereint wird – im Tod. Dean muss auf ein Leben in dem er etwas anderes als „nur“ ein Hunter sein darf, verzichten. Er kann sich nie wirklich ausprobieren. Das fühlt sich einfach an wie zwei verschenkte Leben. Eine unumstößlich traurige Botschaft. Dass angedeutet wird, dass Castiel der einzige ist, der wirklich nach freien Willen gehandelt hat (Chuck: „the one with the crack in his chassis“) macht Castiel zum großen Joker, dessen Opfer letzten Endes eine entscheidende Rolle in der Rettung der Welt spielt. Immerhin ist das eine schöne Note.

„Wir sind ja mutig, aber so mutig sind wir nicht!“

Mal abgesehen davon, dass die letzte Staffel so inkonsequent ist, was die Entwicklung ihrer Figuren betrifft, ist es für mich auch ein zusätzliches Armutszeugnis, dass die Serie ausgerechnet mit einem Case of the Week endet und einen Charakter zurückbringt, an den ich mich nicht mal mehr erinnern kann. Die überwiegende Mehrzahl der Cases of the Week fand ich leider sehr langweilig. Thematisch ist das auch „Carry On“ für mich. Man erkennt zwar sehr leicht, was sie damit bezwecken (Brüder-Parallele, Parallele zur ersten Episode, …), aber das ist von der Spannungskurve her schon sehr antiklimaktisch. Hier wäre einfach soviel mehr drin gewesen.

Als Destiel-Shipperin ärgert mich natürlich besonders, dass Dean Castiel nicht einmal mehr erwähnt. Klar, mir wäre am liebsten, dass es ein Wiedersehen gegeben hätte. Irgendwelche schnulzigen Liebeskunden, ein Kuss oder sonstwas wären wohl für beide Charaktere „out of character“. Aber die Möglichkeiten wären ähnlich vielfältig wie bei Saileen. Jedenfalls mehr als eine Erwähnung im Nebensatz. Es hätte der Fantasie aller schon genügt, wenn Dean im Himmel aus dem Impala aussteigt und wer steht an der Lichtung? Cas. Aber nein. Es gibt keinen Abschluss für die eigentlich sehr schwierige Frage: wie geht man damit um, dass der beste Freund 12 Jahre lang in einen verliebt war?

Egal, ob man die Gefühle erwidert oder nicht ist das sehr unbefriedigend. Aus Sicht der Serienschöpfer ist das ein tief hängender Ast, wenn man das Dilemma umgehen will, ob Dean nun die Gefühle erwidert (und damit heteronormativ denkende Zuschauer*innen verärgert) oder nicht erwidert (und damit nun Destiel-Shipper in Depressionen stürzt). Alles in Allem hätte die Serie auf ihre späten und Zuschauerzahlen-technisch nicht mehr so erfolgreichen Tage noch echt Geschichte schreiben können. Denn wie auch Bob Wess in seinem Video sagt sind bisexuelle Figuren in Serien stark unterrepräsentiert. Hätte Dean die Liebe erwidert, wäre das wie Seriengeschichte schreiben. Immerhin ein happier happy end und das nach 12 Jahren Queerbaiting. Aber nein. Weiße Heteronormativität ist Trumpf in Supernatural und die Serienschöpfer haben relativ klar verkannt, wie 1. vielfältig das Publikum ist, 2. dass wir im 21. Jahrhundert leben und 3. dass ein Badass-Protagonist genauso gut bisexuell sein. #Fanrage


„Bi man Dissects Destiel in Supernatural [spoilers] (2)“, via Bob Wess (Youtube)

Linkliste

Für alle Destiel-Leugner: eine Playliste von lampstiel auf Youtube, die alle „Momente“ zwischen Dean und Castiel festhält

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Sehr störend ist auch, dass nun da die Serie zu Ende, immer noch niemand so richtig öffentlich darüber reden will, warum manche Entscheidungen getroffen wurden. Ich habe gerade am Wochenende ein Panel mit Misha geschaut, was ziemlich cool war, aber auch eins mit Jared und Jensen, das mich eher verärgert hat. Die gute Nachricht ist: „Supernatural“ ist eine Serie und wir können sie so oft schauen wie wir wollen und wir haben Fantasie und können uns ausmalen was wir wollen wie sie hätte enden sollen. Fixit-Fics lesen oder selber schreiben!? Watpad, AO3 (Archive of our Own), oder was auch immer: go for it. Ich mache das jedenfalls. Die Gedanken sind frei, auch wenn nicht alle Serienschöpfer so mutig sind wie wir es uns gewünscht hätten. Was ich auch in den letzten Wochen gelernt habe: der/die/das Fandom ist sehr lebendig – nach wie vor. Besonders habe ich „Captim“ aka @irvnstark auf Twitter schätzen gelernt, der jeden Tag(!) Neuigkeiten um Destiel, SPN und Misha Collins postet. Youtube und Instagram sind nach wie vor sehr lebendig und der Cast ist bereits oder sicher sehr bald in anderen Produktionen zu sehen. Davon mal abgesehen: wie hat euch das Finale gefallen? Was sind eure Kritikpunkte? Was haltet ihr für gelungen? Was waren eure Vermutungen und Wünsche für das große Finale und „Last Hurra“ von „Supernatural“?

16 Antworten

  1. Wir hatten ja schon ein wenig über die Serie und das Finale geschrieben, aber da wollte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, damit du dir erst noch selbst einen Eindruck machen kannst (obschon du ja bereits wusstest, was auf dich zukommt). Deshalb hier nochmal ein wenig ausführlicher:

    Vorweg: Ich würde mich im großen udn ganzen zur Brüder-Gruppe zählen. Diese ganzen Shipments von irgendwem liegen mir fern, weil Liebe .. uärgh. That being said, hat hier am Ende aber ohnehin niemand das gekriegt, was man hätte kriegen können, denn das große Problem ist das unfassbar festgefahrene und langweilige Writing. Das fängt ja schon damit an, dass man ganz im traditionellen Sinn der Serie tausend Charaktere, die bereits mehrfach gekillt wurden, wieder ausgräbt. Wie du schon sagst, werden da selbst irgendwelchen One-Shot-Geister und -Gegenspieler mal eben zurückgeholt, weil … Fanservice? Wohl eher nicht. Ich glaube kaum, dass irgendjemand nochmal den dicken Clown aus Staffel drölf Episode zwehn wiedersehen wollte. Im Finale dann irgendeinen lahmen Vampirclan auszugraben, nachdem in der Serie wirklich alle möglichen interessanten übernatürlichen Wesen vertreten waren, setzt dem ganzen dann die Krone auf. Das ist einfach nur absolut ideenlos und unkreativ. Genau so wie sogar innerhalb der Staffel noch einen Charakter zu killen udn wieder zurückzubringen. Irgendwann ist auch einfach mal gut. Damit ist dann nebenbei ohnehin schon lange der Grundstein dafür gesetzt, dass die Fallhöhe für die Brüder und Castiel eigentlich gar nicht mehr vorhanden ist. Die sind mittlerweile eh alle mehrfach gestorben, zur Hölle gefahren im Nirvana gelandet oder sonstwie vorübergehend aus dem Leben geschieden. Ob da jetzt dann halt nochmal jeder draufgeht oder nicht ist dann auch einfach nichts besonderes mehr.

    Ganz unkreativ macht man dabei auch den großen Fehler – den man sich bei den stümperhaften GoT Showrunnern abgeguckt zu haben scheint – jegliche Charakterentwicklungen zu reseten und plötzlich wieder die Charaktere aus den ersten Staffeln zu haben.

    Da fällt Sam auf einmal wieder ein, dass er ja ursprünglich mal ein normales Leben mit Freundin und Familie leben wollte, also geht er eine Beziehung mit Eileen ein, was an sich sogar ganz nett war, aber wie du schon sagst nur Mittel zum Zweck, damit man ihm eben mit dem Holzhammer das Ende mit seinem Sohn am Sterbebett geben kann. Ein Sohn, den er mit einer gesichtslosen Frau hat, was auch zur absoluten Ideenlosigkeit passt. Ist ja nun nicht, so, dass man kurz zuvor die Beziehung mit Eileen hatte oder auch sonst einige Frauen im Verlauf der Serie aufgetaucht sind, die man hier vielleicht nochmal hätte heranziehen können. Wenn man ohnehin alles und jede wiederbringt, dann wäre es da auch nicht mehr drauf angekommen. Da Sam seit Ewigkeiten keine Ambitionen mehr gezeigt hat, an diesem Lebensweg noch Interesse zu haben, ist das ganze aber ohnehin Makulatur, denn abgekauft habe ich das Ende dadurch zu absolut keiner Sekunde.

    Dean hingegen, der immer seine Freiheit genoss und der geborene Einzelgänger war, baut im Verlauf der Serie Bindungen zu verschiedenen Charakteren auf (Castiel, Jack, die Wayward Sisters, Sam sowieso …) kriegt dann aber die selten dämliche Botschaft auf den Leib geschneidert, dass er nur im Tod (und somit im Himmel) wirklich frei sein kann. Wer zur Hölle hatte diesen dämlichen Einfall?

    Castiel als freiwilliges Opfer passt natürlich, aber die Szene ist so offensichtlich reiner Fanservice, dass ich darüber nur kotzen will. Wenn sich Autoren von den Fans beeinflussen lassen, sollten sie nie wieder ein Schreibutensiel in die Hand nehmen. Man hat seine Visionen durchzuziehen, egal, ob das am Ende jedem gefällt. Gut, hier wird niemand ne Vision gehabt haben, weil die Writer Affen an Schreibmaschinen waren, aber dann sollte man, wenn man sich schon von der Fanblase inspirieren lässt, das Ding auch richtig durchziehen. So ein Tease ist dann erstens aus den falschen Gründen beeinflusst, stößt zweitens nur den Fans vor den Kopf, die ihrer Hoffnung direkt beraubt werden und bringt drittens den Charakteren innerhalb der Serie absolut gar nix. Verarbeitet wird im Anschluss ja eh nix mehr, was auch irgendwie so wirkt, als ob die Charaktere selbst auch mittlerweile an das ständige Ableben und Wiederauferstehen gewöhnt haben und alles nur noch mit einem Schulterzucken abtun. Cas wird halt schon wiederkommen, weil ist ja immer so. Tut er dann in der letzten Folge zwar nicht, aber erwähnt wird er ja doch nochmal, glaube ich, also alles wie immer. Wer kann es den Charakteren und deren Autoren da noch verdenken, dass ihnen quasi alles scheißegal ist. Hat ohnehin alles keine Fallhöhe mehr.

    1. Avatar von Miss Booleana
      Miss Booleana

      Tja, sie haben ihren Fokus halt irgendwie total falsch gesetzt und die Stärken und Schwächen ebenso. Manche der Dinge, die sie da angestrebt haben, hätten ja durchaus cool sein können. Bloody Mary, die Frau in Weiß usw zurückzuholen hätte schon interessant sein können, wenn man auch die entsprechende Atmosphäre schaffen. Aber das mache ich doch nicht, wenn ich ein schmales Budget habe und keine vernünftigen Effekte hinkriege. Zumindest wirkte der ganze Ghostpocalypse-Mist am Anfang sehr low-budget.

      Das mit dem Budget fällt mir gerade besonders krass auf, weil mein Freund und ich jetzt gemeinsam von vorn angefangen haben (ja, du kannst mich gern für verrückt erklären) und die erste Staffel hat eine ganz andere Ästhetik, die mir selber gar nicht mehr so bewusst war. Viel düsterer, grittier, mehr Horror. Und sieht auch wertiger aus. Die Showrunner scheinen ihre eigene Serie nicht zu gucken. Da hätte ich doch mal früher gesagt „Ok, ich mache eine kurze, aber bessere Serie und investiere das Budget anders“ … manchmal würde ich echt gern Mäuschen spielen, warum da welche Entscheidungen getroffen wurden. Aber so geschwätzig wie mancher aus dem Cast ist (Misha Collins), kommt das sicherlich alles in den nächsten Jahren mal raus.

      Auch die von uns beiden bemängelten viele Tode. Alleine Jack … hätte da nicht ein mal gereicht!? Das war alles so impulsiv, als ob sie alles reinpumpen, was sie noch an halb zu Ende gedachten Ideen hatten. Auch dass der Tod als ehemals neutrale Instanz jetzt böse sein muss und die Hälfte der Erzengel zurück kommt für mal nur 10 Minuten oder so. Wow. So übertrieben.

      Dass Castiels Ende nur Fanservice wäre, da kann ich dir nicht zustimmen. Zumindest in meinen Augen ist das recht lange geplant. Warum hätten sie schon ab Staffel 4 soviel in den Charakter investiert? Mindestens ab Staffel 6 ist das Ding mit Dean recht offensichtlich – wenn auch halt eher einseitig. Da waren definitiv Leute daran interessiert es als Bromance zu entwickeln. Irgendwann wurden Bromances halt auch so ein Ding. Ich denke da nur an Sherlock. Die dachten, dass sich das gut verkauft, womit sie ja auch Recht hatten. Aber ich halte die Showrunner schon eher für welche vom alten Schlag, die einen kleinen „gay joke“ ganz witzig finden und die dann übertölpelt waren, dass es so gut ankommt und sich nicht besser zu helfen wussten als es so vage zu halten. Was ich sehr bedaure.

      1. Das Budget scheint auf mich ohnehin immer irgendwie geschwankt zu haben. Selbst innerhalb der Staffeln. Da gabs dann Episoden, die recht gut aussahen und direkt hinterher Augenkrebskandidaten vom Feinsten. Die hätten einfach mehr auf praktische Effekte setzen sollen auch in den späteren Staffeln. Aber ist ja leider nicht mehr die gängige Praxis.

        Der langsame Weg weg vom Horror hat mMn ja schon sehr früh begonnen. Spätestens, als man die ganzen Engel in den Mix geworfen hat in Staffel 3 oder 4 hat man sich schleichend vom Ursprung der Serie wegbewegt und nie wieder dorthin zurück gefunden.

        Was Castiel angeht: Streng genommen sit der ganze Charakter Fanservice. Der sollte ja eigentlich nur ein paar Auftritte haben, war aber so beliebt, dass man ihn drin gelassen hat (was die vermutlich beste Entscheidung war, die jemals in der Serie getroffen wurde). Was ich mit Fanservice meine ist aber, dass diese Writer nie im Leben von Beginn an dieses Ende im Sinn hatten, als sie diese „Bromance“ begannen einzufädeln. Das wurde einfach irgendwann zum kleinen Gag – wie du schon sagst – um den Fans hier und da einen Happen hinzuwerfen. Da war zu keinem Zeitpunkt der Plan, das voll durchzuziehen oder eben am ersten Tag schon jemand mit der Idee des Opfers am Start. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

        1. Avatar von Miss Booleana
          Miss Booleana

          Ich habe ja jetzt tatsächlich wieder von vorne angefangen … und das ist schon ein mega seltsames Erlebnis. Die erste Staffel: die Brüder sehen aus wie Babys, unglaublich. Der ganze Ton soviel gruseliger und düsterer, cinematografisch und von den Effekten her eine ganz andere Hausnummer. Ich wusste ja, dass da noch einiges besser war, aber so dramatisch hatte ich mir das nicht vorgestellt.

          Mmmmh ja, ich verstehe wie du es meinst, aber ich denke nicht, dass Castiel an sich Fanservice war. Der war eine Business-Entscheidung. Aber vieles an der Beziehung zwischen Castiel und Dean war für die Showrunner anfangs Fanservice und mehr als Alter-Männer-wissen-dass-junge-Leute-Bromance-lustig-finden-Gag gedacht. Und dann haben sich (da lege ich wiederum meine Hand dafür ins Feuer) Teile der Crew und Writer gedacht, dass man das ganz schön in etwas mehr als Bromance entwickeln könnte. Zumindest ab Staffel 7 ist das SEHR deutlich.

          Und ab da wurde es unangenehm. Leute sehen die Chemie und adressieren das. Es wächst dem Teil der Showrunnern/Crew/Cast(? Jensen Ackles?) über den Kopf, die das nicht so recht wollen. Sie fangen an auf Conventions zu sagen, dass es „Destiel“ nicht gibt, etc. Misha Collins und einige andere haben mal erwähnt, dass sie ein verbot hatten darüber zu sprechen. Also es war schon alles … sehr seltsam gehandhabt. Irgendwie ein bisschen wie ich mir Serien-Schreiben im 18. Jahrhundert vorstelle …

  2. Also ich gehöre ja eigentlich zur Gruppe 2, fand das Finale aber genauso schlecht wie du. Du weißt ja, dass ich Dean und Castiel jetzt nicht inbrüstig geshippt habe, aber ich hätte es auch nicht schlimm gefunden, wenn sie zusammen gekommen wären. Logisch Sinn gemacht hätte das, aufgrund der diversen Anspielungen im Verlauf der Serie. Zumal ich trotzdem die kurze Trauer von Dean auch als sehr störend empfunden habe, jetzt mal unabhängig der Tatsache ob Destiel nun passiert ist oder nicht, hatten beide ja eine tiefgründige und enge Beziehung und da sollte man definitiv etwas mehr Trauern als 2-5 Minuten. Das Jack auch überhaupt nicht mehr groß erwähnt wurde, hat mich auch gestört, gerade wegen Deans Aussagen, die für mich in Bezug auf seine charakterliche Entwicklung ein herber Rückschlag waren. Generell hat es mich genervt ,dass in der finalen Staffel alles damit erklärt wurde, dass Chuck das so geschrieben hat. Es gab so viele interessante Ansätze für die finale Staffel, die wurden aber nie wirklich durchgezogen, sondern alle relativ schnell abgehakt und fallen gelassen, wie z.B. die Rückkehr der früheren Geister, Monster und Bösewichte, eine Thematik bei der ich dachte, dass sie uns die komplette Staffel begleitet und die Produzenten das nicht nur dazu nutzen einige der bekanntesten Gegner der vergangenen Staffeln zurückzuholen, sondern auch in Bezug auf Nostalgie und ein Verbindung zu den ersten Staffeln. Dass die dann nach drei Episoden schon Geschichten waren, war komplett verschenktes Potenzial, das gleiche mit Lilith. Wieso holt man sie zurück, um sie eine Folge später dann auch schon wieder rauszuschreiben. Auch die Sache mit Sams Visionen war eigentlich interesant und eine schöne Verbindung zu den ersten Staffeln, hat sich dann aber als Problem auch relativ schnell erledigt. Genauso Michael /Adam wo ich die erste Episode mit ihnen klasse fand, aber so wirklich hat man daran dann auch nicht angeknüpft und sich hier auch einfach wiederholt. Was mich daran zudem stört: Wie viel Energie und Zeit man in langweilige Einzelfälle gesteckt hat. Was zur Hölle? So stelle ich mir eine finale Staffel nicht vor, ich habe immer darauf gewartet, dass endlich die Action losgeht und wir einen zusammenhängenden Handlungsstrang haben und keine Einzelfälle mehr. Das war alles so langweilig, so fad und nichts Neues.

    Das Finale selbst ist dann genauso wie die Staffel auch nur so lala, ich finde die Art und Weise von Deans Ableben ziemlich enttäuschend. Ja es wurde im Verlauf der Serie angeteasert, aber bei all den Gefahren die sie bekämpft haben, ist es doch irgendwie unglaubwürdig dass dann ein Nagel sein Schicksal besiegelt. Und ja was sollte dieser komische Gastauftriit? Wusste auch gar nicht mehr wer die Figur war. Dazu dann kurz darauf die wohl schlimmste Perücke aller Zeiten und auch sonst hatte das Finale halt null Pepp. Das dümpelte alles so vor sich hin, ohne große Überraschungen. Sicherlich ist ein Teil davon Corona geschuldet, aber eben auch nicht alles. Das schlechte Writing über die gesamte finale Staffel hat damit nichts zu tun. Ich werde somit auch nach Fix-it-Fanfictions suchen, vilt. gibt es ja eine Fanfiction die meiner Vison näher kommt :D. Ich hätte mir ja btw eine Rückkehr von Yellow Eyes gewünscht, weil es der Bösewicht ist mit dem alles angefangen hat und man hier einen Bezug zu Dean als auch Sam hat. Dean, der ihn ja am Ende besiegte und Sam, dessen komplettes Leben von Yellow Eyes kontrolliert wurde. Das wäre für mich tatsächlich ein Back-to-the-roots gewesen. Sicherlich hätte man die Rückkehr irgenwie logisch erklären können, vor allem wo man doch „The Empty“ eingeführt hat und von dort auch Figuren zurückkehren konnten.

    Dankeschön für dein liebes Kompliment,
    Ja ab und an lese ich Fanfictions und weiß was du meinst, da findet man tatsächlich sehr viele Tropes wieder :D. Wobei ab und an tatsächlich auch Perlen darunter sind, also manche Fanfictions zu Serien würden sich auch gut für eien Episode oder einen Staffelhandlungsstrang anbieten :D. Manche Fans haben da echt geniale Ideen. Aber ja: Man findet auch viel gewöhnungsbedürftiges. Muss da gerade an das SPN-Fandom und so manche Fanfiction dazu denken, wo es mir dann echt graust in Bezug auf bestimmte Paarkominationen oder bestimmte Inhalte.

    1. Avatar von Miss Booleana
      Miss Booleana

      Haha, ich musste tatsächlich an dich denken als ich das mit den beiden Gruppen geschrieben habe und gedacht, dass du die Ausnahme bist, die äh, die Regel bestätigt!? 😉
      An der Stelle übrigens danke, danke, danke, dass du sagst, dass die Beziehung zwischen Castiel und Dean erkennbar war und logisch erarbeitet wurde. Ich lese so oft unter Youtube-Videos und Artikeln Kommentare von Leuten, die meinen, dass wäre für sie aus heiterem Himmel gekommen und sie können das gar nicht verstehen, wo ich mich immer frage: haben die unter einem Stein gelebt? Hatten die immer das Handy in der Hand und haben Candy Crush gespielt, sobald Cas auftrat? Man merkt, der Stachel sitzt noch tief in der Wunde XD Auch was die fehlende Trauer betrifft. So seltsam!

      Und das alles mit Jack … dass mit Dean und ihm sowie auch die Tour-de-Force, durch die sie Jack innerhalb von nur weniger Folgen schicken, viel zu gehetzt. Das war mir auch nix und wie du hätte ich mich über kohärente und zusammenhängende Episoden mehr gefreut als über dieses einzelne Namedropping. Das wohl krasseste Beispiel wird für mich die Episode relativ gegen Ende bleiben wo in nur einer Episode was … Luzifer, Michael und Jack zurückkommen oder so. Das ist ja der absolute Overkill. Null Sinn (bei Luzifer vor Allem) und dann für was … acht Minuten!? Hat man alle Darstellern versprochen, dass sie nochmal Screentime bekommen? Das ist ja verständlich, aber warum nicht mit was anderem arbeiten? Rückblick, Albtraum … auch Oldschool-Moves, aber besser als sowas halbgares.
      Wobei Jake Abels Auftritt als Adam und Michael schon echt richtig richtig gut war.

      Das mit dem Nagel und Deans Ableben habe ich mir meist so hinerklärt, dass Chuck die Winchesters halt durch sein „Writing“ also das Hamsterrad extra lange am Leben erhalten hat. Bei den Verletzungen die die so einstecken, hätte die Serie auch früher zu Ende sein können … . Aber das macht es halt auch nicht besser, ich weiß.

      Ja das mit Yellow Eyes wäre interessant gewesen. 🙂 V.A. wenn sie es irgendwie logisch hinkriegen. Zumindest hätte sich dann der Kreis eben auch logischer geschlossen, wenn sie denn eben unbedingt einen Bezug zu Staffel 1 herstellen wollen.

      Eine Sache bei FanFictions, die mich so gar nicht kriegt sind Alternative Universen … ich bin wohl mehr der Fix-it-Fics-Leser, der gern die verpassten Chancen liest. Zu Destiel quillt AO3 ja über … da habe ich schon mehrere Versionen des Endes gefunden, die mir besser gefallen XD Hoch leben die FanFictions!

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  7. Avatar von Björn
    Björn

    Die letzten beiden Folgen fühlten sich für mich irgendwie teilweise total falsch an. Als ob man einfach nur noch beenden möchte, weil Job ist ohnehin bald futsch.

    Was hab ich geheult, als Cas seine Abschiedsrede an Dean gehalten hat. Ich habe echt fest damit gerechnet, dass er in Folge 20 zum Ende noch einmal auftaucht. Auch Jack hätte man noch zum Schluss einbringen können. Ja, es sollten nur noch Sam und Dean wie zu Beginn sein, aber die beiden waren für mich irgendwann nicht mehr der Hauptgrund, um Supernatural zu gucken.
    Castiel war mein Favorit, gefolgt von Jack und Rouwina.

    Was mich an Supernatural stets gestört hat, war, dass so gut wie nie etwas Homosexuelles dabei war. Ein paar Witze vielleicht, aber wenn man wen gefragt hat hieß es immer: Hast du eine Freundin? Dass man das auch nach 10 Staffeln so handhabte, nervte mich ein wenig.

    Castiel gesteht Dean seine Liebe. Das war die letzte spannende Folge. 19 und 20 … Ich weiß nicht. Deans Rede, als er das Ding im Rücken hat, sie berührte mich kaum. Vielleicht hab ich etwas Spannenderes erwartet, nein, ich hab etwas Spannenderes erwartet. Der Kampf gegen Gott war so … nääääh …

    Die Serie hätte definitiv einen besseren Abschluss verdient. Los, noch einmal drehen. 😉

    Was mich echt wurmt ist das nicht geschehene Widersehen mit Castiel. Gibt dem Engel eine eigene Serie. ^^

    1. Avatar von Miss Booleana
      Miss Booleana

      Gegen eine Castiel-Serie hätte ich auch nix einzuwenden gehabt. 🙂 Tja … vielleicht bekommt Supernatural ja tatsächlich irgendwann ein Remake in 5 Jahren oder so. Und dann zeitgemäßer und ohne die ständige Abhängigkeit von irgendwelchen überholten Bildern.

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Immer wieder schön zu lesen, dass wer der gleichen/ähnlichen Ansicht ist.

  8. […] bemühter Art die letzte Staffel besprochen habe und in einem durchaus spoilerlastigen Artikel das Finale in seine Bestandteile zerlegte, ist da diese Leere. 15 Jahre hat mich „Supernatural“ begleitet. Es begann mit […]

  9. […] Serie zu schreiben. Das kam schlecht an und führte letzten Endes zu Misha Collins Rückkehr. Im Serienfinale versuchte Supernatural Destiel zu adressieren und die Mehrheit zufrieden zu stellen ohne sich zu […]

  10. Liebe Steffi,
    Habe heute deinen Artikel nochmal gelesen, und wie erwartet gibt es große Übereinstimmungen zu meiner Meinung.
    Mit dem Unterschied vielleicht, dass ich mich nicht strikt zu einem der beiden von dir beschriebenen Lager (Brüder vs. Destiel) zähle, sondern irgendwie zu beidem dazu gehöre.
    Ach, es gäbe noch so viel mehr zu sagen zum Finale! Du hast Jack thematisiert- das habe ich nicht gemacht. Mir war er als Figur nicht ganz so wichtig, aber vor allem wurde mit ihm so viel falsch gemacht (vor allem in Bezug auf Dean und sein komplettes OOC Verhalten Jack gegenüber mit der Mala’k Box) – und zu Jack’s Verhalten in 15×20 dazu könnte man einen kompletten eigenen Artikel schreiben!
    Die ganze Struktur der letzten Folge war seltsam. Ich mochte zwar die Rückgriffe auf den Serienanfang (wie zB die gleichen Klamotten von Sam und Dean wie in Folge 1), aber ist ihnen wirklich keine bessere Figur von damals eingefallen als diese Vampir-Tante, an die sich keiner erinnern konnte?
    Und die furchtbare Montage über Sam’s restliches Leben – gruselig schlecht!
    Reden wir gar nicht erst über die Tatsache, dass in den 7 endlosen Minuten, in denen Dean stirbt, ein Krankenwagen Zeit gehabt hätte zu kommen – WENN SAM DENN 911 ANGERUFEN HÄTTE!
    Und ganz bei dir bin ich bei der komplett fehlenden Trauer um Castiel. Hatten wir uns das alles in Staffel 13 nur eingebildet? Selbst Dean, King of push-it-down-and-seal-it-up, kann seine Gefühle nicht derart unterdrücken! Das war von den Autoren so gewollt und ein kompletter Bruch mit allem, was vorher war.
    Ich höre jetzt besser auf, bevor das ein ewiger Rant wird.
    Immerhin konnte ich den brotherhood-Momenten und den Schauspielerleistungen in 15×20 einiges abgewinnen, und irgendwie fand ich es auch nicht unpassend, dass Dean stirbt (don’t hit me!). Aber eben nicht SO!
    Ich geh jetzt weiter an dem Fix-it fic schreiben, das mir im Kopf rum spukt. Wünsche dir einen guten Wochen-Endspurt!

    Ute

    1. Avatar von Miss Booleana
      Miss Booleana

      Liebe Ute,
      jaaa, ich habe ja auch gestern deinen Beitrag gelesen 😀 Wir haben tatsächlich viele Übereinstimmungen. Schön zu sehen, dass das hier trotzdem jemand liest – ich hatte immer den Eindruck in dem Artikel viel zu weit ausgeholt zu haben.

      Ja das mit der Vampirtante, an die sich niemand mehr erinnern kann … damals fand ich die Episode ja recht gut. Als ich SPN rewatched habe, hab ich mal genau auf die Episode geachtet, in der sie auftritt. Aber dass sie nun ausgerechnet so weit ausholen mussten. Vielleicht ist das ein etwas uncharmanter Hinweis auf das Erbe der Brüder? Dann ist der aber nicht unbedingt nett, da sie ja eine der Personen ist, die sie nicht retten konnten.
      Aber was ist schon nett?

      Ich würde dich nie hauen 😉 Tatsächlich fänd ich es auch nicht unpassend, dass Dean auf andere Weise stirbt. Es ist zwar mein Wunschtraum, dass beide Brüder zumindest für eine gewisse Zeit einem voneinander unabhängigeren, gesünderen Leben nachgehen, aber das eine schließt ja nun eben leider nicht das andere aus.
      Hätte es nicht ein sehr normalmenschlicher Tod sein können? Das Alter oder (leider nicht so abwegig) eine Krankheit? Nach zumindest Jahren des Lebens?

      In einer Fix-it-fic habe ich mal gelesen wie die Monsteraufkommen mit den Monaten rapide abebben, weil „jack sich scheinbar darum kümmert“. Danach sind beide darauf angewiesen sich Jobs zu suchen. Das fand ich total spannend als Idee und charmant, dass „there will be peace when you are done“ nicht unbedingt bedeuten muss, dass man Frieden um Tod findet. Das ist vielleicht sehr classic RocknRoll, aber auch sehr prätentiös für mein Empfinden.

      Ach! Es hätte so vieles anders sein können!

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