8 Buchvorsätze für 2018

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Friedl hat’s vorgemacht. Ich bin wieder mit dabei. 🙂 Und wir erhöhen um eins mit nun inzwischen acht Büchern für 2018. In 2017 hat das ja ganz gut geklappt wie ich schon im Rückblick auf das Lesejahr 2017 verraten habe. Und auch in den Jahren davor. 😉 Für die meisten da draußen ist es wahrscheinlich kein Ding innerhalb eines Jahres acht Bücher zu lesen. Das essen viele zum Frühstück. Aber es geht denke ich auch mehr um die Frage „Was muss ich unbedingt in diesem Jahr lesen“. Und die hat mich dieses Mal ziemlich geplagt. Es standen anfangs gut zwölf Bücher auf der Liste. Schauen wir mal bei was ich letztendlich rausgekommen bin.

Paul Auster „4 3 2 1“

Ich habe noch nie etwas von Paul Auster gelesen. Aber 4 3 2 1 klang so interessant, dass es mich magisch angezogen hat. Es geht wohl um vier Versionen des Lebens ein und desselben Mannes, daher auch der Titel. Allerdings habe ich auch gehört, dass es nicht immer ganz einfach sein soll dem Buch zu folgen. Im Nachhinein war es wahrscheinlich nicht so klug die englische Ausgabe zu wählen, aber 1. finde ich, dass die Gestaltung der Ausgabe irre gut gelungen ist. Ich konnte einfach nicht dran vorbei gehen als ich es in der Buchhandlung gesehen habe. Und 2. hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich wenn ich das erste Mal Paul Auster lese, es mal mit dem Original und nicht der Übersetzung versuche. Aber das Buch ist schon ein Mords-Brecher. Wenn Besucher vor meinem Bücherregal stehen, schauen sie immer etwas verstört zu dem Buch und dann zu mir. Mit etwas Pech wird es für mich in etwa das Leseerlebnis was Der Zauberberg 2017 für mich war.

Michael Ende „Die unendliche Geschichte“

Unglaublich aber wahr: ich habe es noch nie gelesen. Als Kind war ich wohl ein Riesenfan des Films bzw der Filme. Meine Mutter hat sie mehrmals für mich ausgeliehen. Durch Kathrin und ihre Liebe zu dem Buch kam mir schon vor Jahren der Gedanke, dass es eigentlich sehr sehr schade ist, dass ich das Buch nie gelesen habe. Schon vor zwei Jahren wollte ich das aufholen, fand aber keine Ausgabe, die mir gefällt auf dem deutschen Markt. Kein Scherz. Es gab damals nur eine schnöde Taschenbuchversion. Bei der Suche stieß ich auf die Ausgabe hier, die auch illustriert ist. Aber leider gab es sie nur zu einem horrenden Preis als angebliche Sammlerausgabe. Wie auch immer – irgendwas hat sich geändert und Warten und Beständigkeit lohnt sich manchmal eben doch. Irgendwann gab es die Ausgabe dann wieder zu erschwinglichen Preisen gebraucht, aber in gutem Zustand und jetzt ist es mein. Yay. Und dieses Jahr soll es soweit sein.

Margaret Atwood „The Handmaid’s Tale“

Margaret Atwood gehört zu den Autoren, die ich letzten Jahr das erste Mal gelesen habe. Alias Grace war ein Volltreffer und ich habe insgeheim beschlossen, dass ich ab jetzt jedes Jahr etwas von ihr lesen sollte. Diese geheime Abmachung habe ich auch mit Haruki Murakami und manchmal mit Stephen King. Nach dem Erfolg der Serienadaption The Handmaid’s Tale dachte ich mir, nein, ich lese zuerst das Buch. Und scheinbar geht mein Plan ganz gut auf. Die Serie läuft eh auf keiner meiner bevorzugten Streamingplattformen. Damit ist es abgemacht. Vielleicht hat Anette ja dieses Mal auch Lust auf ein gemeinsames Lesen? Ich weiß nämlich, dass du es auch bald lesen wolltest. 🙂

Hari Kunzru „White Tears“

Um das Buch gab es 2017 einen ziemlichen Hype. In der Blogosphäre ist es mir zwar weniger oft begegnet, aber in meinem Lieblings-Literatur-Podcast Die Literaturagenten von radioeins wurde es regelmäßig erwähnt. Und die Geschichte zieht mich an – schon alleine weil es um Jazz geht. Außerdem lese ich gefühlt zu wenige Neuerscheinungen. Das Wort Neuerscheinung dehne ich übrigens etwas … das zählt für mich quasi alles dazu, was auch noch gut und gerne ein bis zwei Jahre alt ist.

Kazuo Ishiguro „Alles, was wir geben mussten“

Seitdem ich Was vom Tage übrig blieb mit Anthony Hopkins gesehen habe, schlummerte in mir das Vorhaben was von Kazuo Ishiguro zu lesen. Irgendwie habe ich das nie in die Tat umgesetzt. Stattdessen habe ich noch fröhlich Alles, was wir geben mussten geschaut. Die Filmadaption eines weiteren Ishiguro-Buchs. Wissentlich. Ich war einfach neugierig und der Film war da, bevor ich mir endlich ein Buch von ihm kaufte. Mpfh. Jetzt hat er einen Literatur-Nobelpreis verliehen bekommen. Also. Jetzt wird’s aber Zeit. Meine Wahl fiel auf dieses Buch, weil ich die Prämisse und das moralische Dilemma des Films sehr spannend fand. Das wird ein interessantes Experiment, weil ich eigentlich sehr ungern Bücher lese, wenn ich bereits den Film kenne.

Stephen King „Schwarz“

Als ich noch Teenager war, kamen nach und nach die ersten Bücher der Dunkler-Turm-Reihe heraus. Damals war ich ein Hardcore-Stephen-King-Fan und habe viele Bücher von ihm förmlich verschlungen. Allerdings hörte ich, dass er an der Reihe scheinbar nicht weiter schreibt, es gab irgendwie eine Pause oder eine Wartezeit und das schreckte mich ab. Das tut es noch heute bei Büchern. Ich bin auch keine begeisterte Leserin von Reihen. Dann passierten zwei Dinge. Erstens: ein Arbeitskollege erzählte mir, dass die Reihe beendet worden wäre. Joar … wie jetzt? Wie konnte das an mir vorbeigehen? Wann ist das denn passiert. Tja, die Zeit vergeht. Und 2. da war dann dieser Film. Meine Freunde wollten mit mir reingehen und plötzlich legte sich mein Stephen-King-Fan-Schalter um und ich sagte: Nein. Ich lese die Bücher. Jawoll. Ganz so schnell geht das wohl kaum, das wird ein längeres Projekt. Aber dieses Jahr kriege ich zumindest einen Anfang.

Haruki Murakami „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“

Dass ich das Buch (in der Neu-Übersetzung!) mal lesen wurde, war mir klar. Schon alleine wegen des berühmten Krachs des literarischen Quartetts, den ich unten eingebettet habe. 🙂 Das Vorhaben mir das mal für 2018 vorzunehmen wuchs, als Ursula Gräfe in ihrer Podiumsdiskussion auf der Nippon Connection 2017 darüber sprach was denn bei der ersten Übersetzung schief gelaufen sein kann und was jetzt anders ist. Sie meinte, dass die von Reich-Ranicki und Sigrid Löffler so unterschiedlich aufgenommene Übersetzung keine vom Japanischen ins Deutsche übersetzte war, sondern eine aus dem amerikanischen Englisch. Gräfe vermutete, dass man um den Nerv des amerikanischen Publikums zu treffen einige Formulierungen anders gewählt hatte als sie das wahrscheinlich tun würde. Und desto öfter man natürlich einen Stoff nimmt und von der Quelle weg verändert, desto verwaschener ist das Ganze unter Umständen. Vielleicht liegt es an dem ambivalenten Ruf von Gefährliche Geliebte, dass das Buch in der Neu-Übersetzung von Gräfe unter einem anderen Titel erschienen ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt. 🙂

„Das literarische Quartett der Krach“, via Robert Theil (Youtube)

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Franz Kafka „Die Verwandlung“

Ein weiteres Buch, das schon ewig auf meiner To-Read-Liste stand. Und 2018 soll sich das mal ändern. Vielleicht ist auch Kafka am Strand ein wenig der Anlass dazu. 🙂

Und sonst so?

Das ist der Moment, in dem ich mir zusätzlich noch Dinge vornehme, die ich vielleicht nicht halten kann. ^^‘ In den letzten Jahren waren meine Vorsätze mal mehr auf Englisch zu lesen und mehr Klassiker, das hat ganz gut geklappt. Aber inzwischen verschiebt sich das eher dazu mehr von Autoren zu lesen, die ich immer schon mal lesen wollte. Letztes Jahr war das u.a. John Irving und während des Jahres entstand plötzlich der Gedanke sich mit H.P. Lovecraft auseinanderzusetzen. Dieses Jahr Kafka und Ishiguro. Ein anderen Vorsatz habe ich da im Moment nicht. Vielleicht entsteht aber aus dem Lesen des ersten Buches der Dunkler-Turm-Reihe ein Vorsatz für dieses und das nächste Jahr!? Mal schauen. Aber was Manga betrifft, nehme ich mir wieder vor Reihen zu beenden. Genauer Monster (jetzt aber wirklich!) und Last Hero Inuyashiki. Eigentlich wollte ich CLAMPs Tsubasa auch mal zu Ende lesen, solange die Bücher noch nicht ganz vergriffen sind. Aber das wäre wohl sehr sehr sportlich. Natürlich möchte ich auch 2018 wieder mit anderen gemeinsam Lesen. Kathrin und ich verhandeln schon. Mir ist übrigens aufgefallen, dass wir auch noch Totoro haben 😉 Es ist auch ganz interessant mal auf die bisherigen Buchvorsätze zu schauen: ich wusste gar nicht mehr, dass ich mir mal direkt vorgenommen hatte mehr englische Bücher zu lesen. 🙂

Die Buchvorsätze der letzten Jahre

7 Bücher für 2017
6 Bücher für 2016
5 Bücher für 2015

Der wie ich finde einzige Makel meiner Buchvorsätze ist, dass es nur ein Buch einer Autorin gibt, aber sieben Büchern von Autoren. Mpfh. Nagut. Ich habe das Gefühl, dass ich das schaffen werde etwas anzugleichen. Habt ihr Vorsätze für 2018? 🙂 Und speziell Buch-Vorsätze? Kennt ihr die Bücher aus meiner Liste schon? Meinungen bitte gerne in die Kommentare, aber bitte keine Spoiler 😉 Ich tagge übrigens dieses Mal niemanden, aber wer Lust darauf hat seine Vorsätze zu schreiben, kann sich ja einfach anschließen 🙂 Zum Beispiel du, Don? 😉