7ème art: Abenteuerfilme

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Man kann den Witz jetzt auf zwei Arten aufziehen. Entweder so: „2020 war ja für uns alle abenteuerlich genug, was?“ Oder so richtig in die Wunde rein: „Da Eskapismus auf der Mattscheibe das einzige Abenteuer war, das man 2020 bei den Lockdowns und Einschränkungen haben konnte, gibt es hier heute also Abenteuerfilme.“ So, beide serviert. Kommen wir gemeinsam darüber hinweg. Abenteuerfilme sind feiner Eskapismus! Sie erlauben es uns in Rollen zu schlüpfen, die wir normalerweise nicht so einfach einnehmen können. Zum Einen deswegen, zum Anderen aus einem Blog-Kommentar-Gespräch mit bullion entstand vor langer Zeit der Gedanke, dass man schon alleine mit der Abenteuerfilmwelle der 80er/90er Jahre eine ganze Werkschau füllen könnte. Könnte man! Trotzdem habe ich mich noch um ein paar mehr Facetten bemüht. 🙂 Also heute auf dem Speiseplan: sieben Abenteuerfilme!

Uzala der Kirgise

Als ich über Abenteuerfilme recherchierte und welche es vor der großen Schwemme in den 80er Jahren gab, stieß ich auf einen Film Akira Kurosawas, der auch einst den Oscar als bester fremdsprachiger Film einheimste und noch dazu eine russisch-japanische Koproduktion ist. In der Kombination ein paar interessante Merkmale. Uzala der Kirgise spielt im Jahr 1901-1910 und ist eine Wiedergabe wahrer Begebenheiten. Die Truppe um den russische Landvermesser und Offizier Wladimir Arsenjew (Juri Solomin) trifft im Ussurigebiet auf den Jäger und Waldläufer Dersu Usala (Maxim Munsuk), der sich ihnen anfangs v.A. wegen der Gesellschaft anschließt. Sie lernen eine Menge von ihm und sind begeistert von seiner Weltanschauung. Usala schätzt und achtet die Natur und jedes Leben. Er ist stets um Fairness bemüht und ein begabter Fährtenleser. Seine Intuition und seine Erfahrung rettet ihnen gar mehrmals das Leben.

Allerdings gibt es auch Grenzübertretungen, die Usalas Glauben und Weltanschauung sehr fordern. Gegen Endes des Films stellt sich gar die Frage, wo Usalas Platz in der Welt ist (Stadt vs Wildnis) und sorgt für einen dramatischen Paukenschlag am Ende des Films. Bis dahin ist Uzala der Kirgise sogar lehrreich und changiert irgendwo zwischen Drama, Lehrstück, Wandersimulator, Abenteuerfilm und Survivaltrip. Allerdings brauch man etwas Atem um zu dem Teil zu kommen, den man so richtig schätzen und schnell lieben lernt. Denn der Film ist mit über zwei Stunden Spieldauer etwas langatmig geraten. Die fantastischen Naturaufnahmen sieht man, kann sie aber wenn der Film in derselben Qualität vorliegt wie bei mir nicht richtig genießen. Meine DVD-Version hatte den streifigen, schlecht aufgelösten Look älterer sowjetischer Filme. Kann man das restaurieren!? Ich hoffe! Denn Kurosawas Film ist sehr sehenswert trotz der Langatmigkeit. Uzala der Kirgise ist übrigens ein irreführender Titel, da Usala ein Hezhen ist. Einer indigen Bevölkerung Chinas, die in Russland auch Nanai genannt wird und u.U. auch als Golden bekannt ist und so im Film bezeichnet wird. Hezhen sind inzwischen eine ethnische Minderheit.

Uzala der Kirgise (OT: Дерсу Узала „Dersu Usala“), UdSSR/Japan, 1975, Akira Kurosawa, 141 min, (7/10)

Sternchen-7


„Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes – Trailer HD deutsch“, via Thomas Roth (Youtube)

Jäger des verlorenen Schatzes

Jäger des verlorenen Schatzes startet mit der ersten von vielen noch kommenden Eröffnungsszenen, die uns einen Einblick in das bewegte Leben des Archäologieprofessors Dr. Henry Jones (Harrison Ford) geben, der von allen nur Indiana oder Indy genannt wird. Tagsüber mit Brille auf der Nase und im Sacko vor seinen Studenten, auf seinen „Exkursionen“ aber mit Peitsche und Hut bewaffnet, der sich eher wie ein Actionheld in Tempeln durch fiese Fallen navigiert und dabei Kopf und Kragen riskiert. So auch hier als er seinem Erzfeind Belloq (Paul Freeman) fast einen begehrten Schatz abknöpft. Kaum, dass er sich von der „Exkursion“ erholt hat, steht der US-Geheimdienst auf der Matte und beauftragt ihn nichts geringeres als die sagenumwobende Bundeslade ausfindig zu machen. Die Nazis sind auch hinter ihr her und man könne ihnen diesen Schatz nicht einfach überlassen. Zumal es heißt, dass jeder der sie besitzt, stets siegreich sein wird. Indy macht sich auf den Weg und trifft dabei eine alte Bekannte wieder. Marion Ravenwood (Karen Allen) scheint den Schlüssel zum Fundort der Bundeslade zu haben. Dummerweise haben beide noch eine alte Rechnung offen.

Das energetische (und energische) Duo Indy und Marion treiben den Film gleichermaßen mit viel Witz, Charme und Tempo voran. Auf der rasanten Jagd nach der Bundeslade verschlägt es sie u.a. nach Kairo und Kreta. Einer der vielen Reize der Indiana-Jones-Filmreihe ist neben den zahlreichen Stunts und Rätseln eben auch die Reise um den Erdball und ab und zu der culture clash – auch wenn letzterer meistens nicht ohne Plattitüden auskommt. Dabei kann man jedem fortschrittlichen Aspekt des Films auch einen weniger modernen entgegen setzen. Die Rolle Marions ist hier gleichermaßen die einer Actionheldin, was doch für 1981 eine klasse Botschaft ist. Aber die Effekte können nur dort mithalten, wo sie handgemacht sind. Alles was aus dem Computer kommt ist eben erwartungsgemäß schlecht gealtert. Als Unterhaltungsfilm mit Charme, Witz und Action kommt er zusätzlichem noch anteilig einem Bildungsauftrag nach. Fast jedenfalls, denn er ist zwar nicht besonders genau recherchiert, macht aber Geschichte wieder cool. Nur die Aneinanderreihung von Actionszenen wird auf Dauer dann irgendwie ermüdend und wirkt repetitiv.

Jäger des verlorenen Schatzes (OT: Raiders of the Lost Ark), USA, 1981, Steven Spielberg, 111 min, (7/10)

Sternchen-7

Indiana Jones und der Tempel des Todes

Nach dem Erfolg des ersten Films hat der zweite den Protagonisten im Titel gewonnen: Indiana Jones. Die Fortsetzung folgt der Struktur des Vorgängers mit einer rasanten Eröffnungsszene, die den narrativen Grundstein für die folgende Handlung legt. Die verschlägt Indy zusammen mit seinem chinesischen, minderjährigen, aber dafür sehr aufgeweckten Spitzel Shorty (Jonathan Ke Quan) und der Sängerin Willie (Kate Capshaw) auf der mehr oder weniger geglückten Flucht vor chinesischen Gangsters aus Shanghai in den indischen Urwald. Dort leidet das Volk, das ihnen Unterschlupf gewährt furchtbar unter dem Diebstahl eines Juwels und der Ausbeutung ihrer Kinder, die in einer Mine arbeiten müssen. Indy kann das nicht mit ansehen und will der Sache nachgehen – und läuft direkt in die Arme eines Todeskults.

Die bewährte Genremischung aus Action, Romantik und Komödie ist eine normalerweise für Popcornkino vielversprechende Formel, die aber im zweiten Teil nur bedingt aufgeht. Mit Willie wurde ein furchtbar platter und prätentiös-rückschrittiger Frauencharakter eingeführt, der mit Indys Charme und Weltoffenheit oder gar Marion aus dem ersten Indiana-Jones-Film nicht mithalten kann. Insbesondere in der ersten Hälfte wird Willie regelrecht vorgeführt – mitsamt „Wet T-Shirt“-Contest und macht einen immer öder werdenden Running Gag daraus, dass sie stolpert, sich erschreckt oder sonstwas. Auch die Over-the-top-Actionszenen der ersten Hälfte (Gummiboot-Fahrt!) verpasst die feinsinnige Abgrenzung zwischen rasant und ulkig-blöde. Und das obwohl der Film anfangs mit einigen netten Easter Eggs wie dem Nachtclub „Obi-Wan“ aufwartet. Die zweite Hälfte kehrt zur bewährten Form des ersten Films mit wirklich guten Actionszenen zurück und einer reiferen Willie. Allerdings ist auch die sehr stereotype Darstellung irgendwelcher indischen Todeskulte ein bisschen sehr 60er.

Indiana Jones und der Tempel des Todes (OT: Indiana Jones and the Temple of Doom), USA, 1984, Steven Spielberg, 114 min, (6/10)

Sternchen-6


„Indiana Jones und der letzte Kreuzzug – Trailer HD deutsch“, via Thomas Roth (Youtube)

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Als „Indy“ (Harrison Ford) für die Suche nach dem legendären heiligen Gral angeheuert wird, muss er feststellen, dass auch bereits sein Vater (Sean Connery) auf der Suche war und gekidnappt wurde. Der Auftrag wird plötzlich sehr persönlich und führt Indy Junior und Senior u.a. in die Türkei und nach Österreich. Ein schöner Kniff ist wie die Filmreihe in Indys Privatleben vordringt. Das „Jr.“ in Dr. Henry „Indiana“ Jones Jr. wird hier durch Auftreten des Seniors Thema. Auch ein „Indy“ ist der Sohn von jemandem und wird schon mal bevormundet oder litt unter der Abwesenheit eines obsessiven Abenteurer-Vaters. Kleiner Hinweis für Indy selber?

Der Charme von „Han Solo“ und „James Bond“, die hier Nazis verprügeln, lässt sich nicht abstreiten. 🙂 Aber … schon wieder Nazis? Man muss Indy ja dafür lieben, dass er seinen Hass auf Nazis kundtut, aber ein wenig einfallslos wirkt es schon, dass dieselben Bösewichte sich auch hier wieder die Klinke in die Hand geben. Der dritte Film der Reihe war der erste, den ich als Kind einst gesehen habe und noch heute für mich der rundeste der Indy-Filme und der erste, in dem auch heute noch die Effekte und Tricktechnik recht gut funktionieren. Die Fallen, Rätsel und Kniffe in den Katakomben sind immer noch legendär. Der Film wirkt auch in Punkto der Dramatik und Vater-Sohn-Beziehung etwas runder als seine Vorgänger, da hier der Senior erkennt, dass er den Junior früher zugunsten seiner Obsession vernachlässigt hat. Auf den Anfang sollte man auch Augenmerk richten: der früh verstorbene River Phoenix spielt hier Indy als Teenager.

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (OT: Indiana Jones and the Last Crusade), USA, 1989, Steven Spielberg, 122 min, (8/10)

Sternchen-8

Sieben Jahre in Tibet

Sieben Jahre in Tibet ist die Verfilmung Jean-Jacques Annauds des gleichnamigen Buches Heinrich Harrers – mit einigen künstlerischen Freiheiten. Der Kern der Geschichte bleibt. Heinrich Harrer (Brad Pitt) ist ein Bergsteiger, der sich 1939 einer Expedition zum Himalaya anschließt. Das war immer sein großer Traum und dafür lässt er sogar seine schwangere Frau mit dem Wissen im Dritten Reich zurück, dass er die Geburt seines Kindes nicht miterleben wird. Während Harrer, der Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter (David Thewlis) und die Gruppe sich aber wegen schwieriger Wetterlage vom Berg zurückziehen muss, bricht „unten“ der zweite Weltkrieg aus. Aufschnaiter, Harrer und die anderen werden in ein Kriegsgefangenenlager gebracht, denn sie gelten auf britischem Boden (sie starteten von Nanga Parbat aus und kommen auch dort wieder an) als Feinde.


„Seven Years in Tibet (1997) Trailer #1 | Movieclips Classic Trailers“, via Movieclips Classic Trailers (Youtube)

Das ist nur der Anfang einer Geschichte, die sich über sieben Jahre erstrecken wird. Harrer wird hier als arroganter Drecksack dargestellt und mit entsprechender Attitüde von Brad Pitt gespielt, der anfangs v.A. geil auf Ruhm ist und stets auf den eigenen Vorteil bedacht handelt. Er empfindet mehr und mehr Reue, dass er seine Frau und seinen Sohn so kalt den Rücken gekehrt hat. Diverse Rückschläge, seine Auseinandersetzungen mit Aufschnaiter und das Leben auf der Flucht läutern ihn. Lebensändernd wird für ihn die Begegnung mit dem 14. Dalai Lama (Jamyang Jamtsho Wangchuk) in Lhasa und den Lehren des tibetischen Buddhismus. Eine dramatische Wende nimmt der Film als China Tibet unterdrückt. Jean-Jacques Annauds Film mag nicht ganz historisch akkurat oder vorlagengetreu sein, bildet aber die Läuterung Harrers gut ab, sensibilisiert für Respekt gegenüber anderen Kulturen und zeichnet ein fantastisches Bild Tibets und der Umgebung. Die Sehnsucht nach der facettenreichen Landschaft springt unweigerlich auf den Zuschauer über.

Sieben Jahre in Tibet, USA, 1997, Jean-Jacques Annaud, 129 min, (8/10)

Sternchen-8

Spriggan

Die Welt scheint Spriggan vergessen zu haben. Oder haben neue Informationen lediglich die alten verdrängt? Man findet doch wenig über den Film und die Literaturvorlage. Im Frühjahr 2021 erscheint auf Netflix eine Serie zur Mangareihe Spriggan um eine Elite-Einheit, die Artefakte alter Zivilisationen sammelt, bevor sie missbraucht werden. Bereits 1998 erschien ein 90-minütiger Animefilm des Studio 4°C unter Aufsicht von Katsuhiro Otomo (Metropolis, Akira), der sich eben dieser Elite-Einheit sogenannter Spriggans widmet. Auf dem Berg Ararat in der Türkei wurde nichts geringeres als die Arche Noah gefunden und noch bevor Spriggan Yu Ominae dort ankommt, haben Terroristen die Ausgrabungsstätte angegriffen. Yu läuft in heiß umkämpftes Gebiet.

Spriggan ist dynamisch animiert, actionreich und hat eine faszinierende Idee. Die Arche offenbart sich als pure Science-Fiction und impliziert, dass es bereits vor unserer jetzigen Zivilisation hoch-entwickelte Kulturen gab, die sich aber ebenso durch Kriege selbst ins Aus befördert haben und daher eine Warnung an die Menschheit hinterließen. Und tatsächlich hat diese Arche Noah es in sich! Das ganze ist unfassbar gut animiert, die Handlung eigentlich sehr gepresst. Da wird Yus Kindheit thematisiert, sein Einsatz am Berg Ararat, die Arche, die feindliche Organisation und insbesondere dessen megalomanische Geheimwaffe – es ist viel! Aber für die Masse ist das Pacing überraschend gut. Spriggan krankt trotzdem bei denselben Punkten wie auch andere Actionfilme und nicht alle Entscheidungen oder alles gezeigte ist plausibel. Beispiel: in einem Kampf wird Yuu ein Arm gebrochen, später hängt er aber mit diesem Arm an einem Helikopter und hält sich fest. Wie das aber eben so ist mit solchen Details … das darauf folgende Actionfeuerwerk sieht meist so cool aus, dass man die Schwächen fast vergisst. Insgesamt ist Spriggan eine großartige Mischung aus Actionfilm, Science-Fiction und Abenteuerstreifen, sodass man sich auf die Netflix-Serie (Teaser verlinkt) freuen darf, wenn die auch nur annähernd so gut wird.

Spriggan (OT: スプリガン), Japan, 1998, Hirotsugu Kawasaki, 90 min, (8/10)

Sternchen-8


„SPRIGGAN Trailer“, via STUDIO4C (Youtube)

Tomb Raider

Das enorm große Tom Raider-Franchise und Fandom bebte, als bekannt wurde, dass es ein Reboot der Spiele und der Filme geben würde. Wobei Reboot etwas irreführend ist. Ja, einerseits wurde es neu erdacht, aber andererseits wurde auch noch nie die „Origin-Story“ der ikonischen Figure Lara Croft erzählt. Im Film wurde sie 2018 von Alicia Vikander verkörpert. Zur Neuinterpretation der Figur gehörte ein frischer Look, mehr Natürlichkeit, der Verzicht auf Riesen-Oberweite und eine Ursprungsgeschichte in der Lara Croft sich erst noch an das „Tom Raider“-Dasein anpassen muss. Und das lernt sie durch viel Schmerz.


„TOMB RAIDER Trailer German Deutsch (2018)“, via KinoCheck (Youtube)

Lara verneint noch viele Jahre nach dem Verschwinden ihres Vaters Richard (Dominic West) das Erbe der Familiengeschäfte und des Anwesens. Mehr durch einen Zufall erfährt sie von den letzten Nachforschungen die ihr Vater angestrebt hat und geht auf dieselbe Reise, von der er einst nicht zurückkehrte. Bei der Suche nach dem Grab der ersten Kaiserin Japans hilft ihr der Seefahrer Lu Ren (Daniel Wu). Allerdings gehen beide einem Komplott ins Netz und befinden sich bald in aussichtsloser Lage, irgendwo gestrandet im Meer ohne Chance auf Rettung. Zuweilen mutet Tomb Raider aus dem Jahr 2018 wie ein Survival-Abenteuerfilm an. Vielen Fans könnte es gegen den Strich gehen, dass Lara Croft hier ein Stück weit verletzlicher wirkt als noch vielleicht einst die Angelina-Jolie-Variante der 2000er Jahre. Den Aspekt finde ich eigentlich ganz erfrischend und eine Kämpfernatur kann man Alicia Vikanders Lara nicht abstreitig machen. Auch atmosphärisch kann der Film punkten. Allerdings hat man Lara ein Stück weit zuviel Naivität und der Handlung reichlich Plot Holes auf den Leib geschrieben, was am stärksten beim nicht so tollen Twist am Ende stört. Richard Croft hätte man schon zugetraut, dass er sein Personal besser aussucht. Und auch dass Lara lesen kann, was sie unterschreibt … .

Tomb Raider, USA/UK, 2018, Roar Uthaug, 118 min, (6/10)

Sternchen-6

Hat Indiana Jones ein ganzes Genre geprägt? Irgendwie schon. Den Abenteuerfilm gab es aber schon vorher. Da aber eher in Form von Seeräuberfilmen, Western oder Säbelrasslern. In den 80er Jahren wechselte der Abenteuerfilm vom Lehrstück oder Historienepos zum Actionfilm. In der Darstellung rasanter Kämpfe und Verfolgungsjagden und der Verwendung exotische Schauplätze übertrafen sich die Filme ein um’s andere Mal. Und … ist Indiana Jones nicht der Grund, warum wir alle irgendwann in unserem Leben mal Archäolog*in werden wollten? 🙂 Daher habe ich auch die drei ersten Indy-Filme in die Werkschau mit reingenommen, obwohl ich anfangs zugunsten „Fitzcarraldo“ und „Der Schatz der Sierra Madre“ nur einen hier aufführen wollte … aber nun ja.

Übrigens könnte man alleine über die Produktionsgeschichte der Indiana-Jones-Filme einen eigenen Film drehen. Wie George Lucas niemand geringeres als Steven Spielberg an Bord holte, damit er sich auf sein Star Wars konzentrieren könne und ihm weis machte, dass er noch ein Drehbuch für weitere Sequels in der Hand hätte. Was nicht stimmte. 🙂 Wer weiß – vielleicht passiert das auch irgendwann und irgendwer darf sich daran versuchen all die heutigen Filmgrößeren zu portraitieren? Aber das ist noch eine andere Geschichte … . Welchen Abenteuerfilm muss man eurer Meinung nach noch unbedingt gesehen haben? Welcher sticht heraus und warum? Habt ihr die hier besprochenen Filme gesehen? Und … wolltet ihr auch Archäolog*in werden? XD

„7ème art“ (Sprich: septième art) heißt „siebte Kunst“. Gemäß der Klassifikation der Künste handelt es sich hierbei um das Kino. In dieser Kategorie meines Blogs widme ich mich also Filmen – evtl. dehne ich den Begriff dabei etwas. Regulär stelle ich zwischen dem 1. und 5. jeden Monats jeweils 7 Filme in kurzen Reviews vor.