7ème art: Halloween im Film

Posted by in 1944, 1978, 1993, 2014, 2018, 2019, 2020, 7ème art, Actionfilm, Fantasy, Film, Horror und Mystery, Komödie, Literaturverfilmung, Review, Schwarze Komödie, Schwarzweißfilm, Spielfilm, USA

Im Oktober ist es Tradition, dass sich die Werkschau einem Horrormotiv oder Gruselfilmen beliebiger Schattierungen widmet. Letztes Jahr waren das beispielsweise Alien-Filme, davor welche die sich mit Hexen, Vampiren, der Apokalypse und Body Horror befassen oder ganz allgemein dem Asiatischen Horrorfilm. Aber irgendwas schien zu fehlen. Was kann als nächstes kommen? Warum der Oktober!? Ganz klar: wegen Halloween und der Omnipräsenz von Grusel und Schabernack. Da drängte es sich doch auf stattdessen mal über Filme zu schreiben (und welche zu schauen), die ganz im Zeichen des Festes stehen. Heute serviert die 7ème art also ein Gericht, das am besten blutig serviert wird: sieben Filme, die an Halloween spielen.

Arsen und Spitzenhäubchen

Tödliches Arsen und gute, feine Spitze wie aus dem Stübchen älterer Damen passen doch nicht zusammen. Das dachte auch Mortimer Brewster (Cary Grant) bis er erfuhr, dass seine beiden lieben, alten Tanten Abby und Martha Brewster (Josephine Hull, Jean Adair) regelmäßig mit Arsen alleinstehende, ältere Herren umbringen, die bei ihnen wegen eines freien Zimmers anklopfen. Sie halten das für einen Gnadensakt, um die einsamen Menschen ihrer Qualen zu erlösen. Mortimer denkt er hört nicht recht. Er würde es nicht glauben, hätter nicht gerade die Leiche einer dieser ‚Gentlemen‘ gefunden. Passenderweise bei einem Besuch zu Halloween.


„Arsenic and Old Lace (1944) Official Trailer – Cary Grant, Peter Lorre Movie HD“, via Movieclips Trailer Vault (Youtube)

Dass die Tanten dabei Mortimers psychisch kranken Bruder Teddy (John Alexander), der sich für Theodore Roosevelt hält, zum Gräber schaufeln ausnutzen, ist nur das Sahnehäubchen auf dem Gipfel des Chaos. Bis dahin hatte er nur im Kopf mit seiner Elaine (Priscilla Lane) am nächsten Tag in die Flitterwochen zu fahren, jetzt will er dringlich Teddy in eine Nervenheilanstalt einweisen lassen und sich ebenso um die Tanten kümmern. Als aber ständig die überengagierte Polizei vor der Tür steht und ein verbrecherischer Verwandter einbricht, wird das Haus der Brewsters zu dem Schauplatz einer charmanten, schwarzen Komödie, in der sich eine Gaunerei mit der nächsten ablöst. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Julius J. Epstein und ist ein wahnwitziges Feuerwerk von Pointen und augenzwinkernd makaber. Leider kommt Mortimers frisch angetraute Elaine dabei etwas zu kurz. Ansonsten hat der Film alles. Darsteller, die ihre Rolle auf den Punkt abliefern, einen fast zu schnell sprechenden Cary Grant und charmanten Wahnwitz, der so rasant und spitz ist, dass einem schwer fällt zu glauben, dass der Film mehr als fünfzig Jahre auf dem Buckel hat.

Arsen und Spitzenhäubchen (OT: Arsenic and Old Lace), USA, 1944, Frank Capra, 113 min, (10/10)

Sternchen-10

Halloween – Die Nacht des Grauens

Hätten sie mal lieber gleich auf Dr. Sam Loomis (Donald Pleasence) gehört. Als sein Patient Michael Myers (Nick Castle) nach fünfzehnjährigem Aufenthalt aus der Psychiatrie ausbricht, ist dem Arzt klar, dass Myers an den Schauplatz seiner Tat zurückkehrt. Als sechsjähriger hat er mit einem Küchenmesser seine Schwester getötet und seitdem nie wieder ein Wort gesprochen. Loomis warnt die Autoritäten vor Ort, aber niemand glaubt an eine Katastrophe. Währenddessen stellt Myers bereits einer Gruppe Teenagerinnen um die verantwortungsbewusste und ernste Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) und ihre eher flippigen Freundinnen Annie (Nancy Loomis) und Lynda (P. J. Soles) nach, die am Abend von Halloween babysitten.


„Halloween 1978 Original Movie Trailer (HD)“, via Bamban (Youtube)

Obwohl der Film an Halloween spielt, fehlt ihm die Halloween-eigenen Atmosphäre. Es ist relativ offensichtlich, dass im Frühjahr oder Sommer gedreht wurde und nur in einigen Schlüsselsequenzen mit wenigen Kürbissen und Fake-Laub die Herbstatmosphäre erzeugt wird. 🙂 Außerdem enthält Halloween – Die Nacht des Grauens Foreshadowing auf Carpenters Remake zu Das Ding aus einer anderen Welt. Von den Randbemerkungen abgesehen ist es bemerkenswert wie Carpenters mit wenige Budget und vielen Einschränkungen gedrehter Film den Grundstein für ein ganzes Franchise und Subgenre (Slasher-Filme) legte. Und als erster vollumfänglicher Vertreter des Genres vereint er auch gleich die Stärken und Schwächen.

Einerseits die Bedrohung durch das Bekannte (Menschen), die Unergründlichkeit menschlicher Psyche und von Ursachen der Gewalt. Andererseits die Naivität ihrer Charaktere und ihre Tropen wie das Sterben der „Frivolen“ und Überleben des jungfräulichen „Final Girl“. Was nicht alle Slasherfilme geerbt haben und auch hier sehr erzwungen wirkt ist die Häufigkeit von nackten Frauen. Beim dritten Mal freuen sich die einen und seufzen die anderen. Atmosphärisch ist der Film trotz seiner einfachen Mittel und wenigen Schauplätze, v.A. auch dank des Scores. Auch wenn dem Film noch inszenatorische Rafinesse fehlt, gibt es die eine oder andere Szene, die lange in Erinnerung bleibt. Wenn die Maske des bisher nur kurz zu sehenden Michael Myers neben seinem nächsten Opfer langsam aus dem Schatten auftaucht. Und auch der Moment als Myers phlegmatisch sein letztes Opfer betrachtet, so als ob er versuche zu verstehen, was das ist, was er da gemacht hat oder sein „Werk“ bewundert. Etwas hin- und hergerissen bin ich bei der Handhabe mit Myers Motivation. Es gibt nämlich keine. Sein Psychiater Dr. Loomis stempelt ihn als abgrundtief böse ab und niemand versucht zu verstehen, warum Myers tat was er tut. Einerseits fördert es ein wirklich grausiges Bild: dass wir nie vollends verstehen was Gewalt sät und was die menschliche Psyche kontaminiert. Zum Anderen wirkt es irgendwie zu einfach.

Halloween – Die Nacht des Grauens, USA, 1978, John Carpenter, 91 min, (6/10)

Sternchen-6

Halloween Twins, jetzt hexen sie doppelt

Hui. Der erste „Mary-Kate und Ashley Olsen“-Film hier im Blog. Das habt ihr nicht erwartet, oder!? Nun ja, ich bin kein Fan der beiden, aber man kann schon sagen, dass ich mit ihnen aufgewachsen bin. Uns trennen nur zwei Jahre und sie waren im Fernsehen nicht nur durch Full House omnipräsent. Halloween Twins, jetzt hexen sie doppelt war tatsächlich der erste Film durch den ich Halloween kennen gelernt habe und auch ein Film, den ich als Kind sehr mochte. Das lag allerdings nicht an Mary-Kate und Ashley, sondern an dem unterschwelligen Grusel.

Der Film handelt von (wie könnte es anders sein) den Zwillingen Kelly (Mary-Kate Olsen) & Lynn Farmer (Ashley Olsen), die davon genervt sind, dass sie immer alles teilen müssen, nur weil sie Schwestern sind. Als ihr Vater bei ihrer betuchten Großtante Agatha (Cloris Leachman) anklopft und um einen Finanzspritze bitten muss, lehnt diese schroff ab. Agatha ist nicht gerade für ihre liebenswürdige Art bekannt. Im Zusammenhang mit dem Besuch erfahren Kelly und Lynn allerdings, dass Agatha auch eine Zwillingsschwester hatte, die das komplette Gegenteil und sehr freundlich ist: Sofia (Cloris Leachman). Sie gilt allerdings als vermisst. Als die beiden dahinterkommen, dass Agatha eine böse Hexe ist, die Sofia in einen Spiegel eingesperrt hat, wollen sie alles tun, um sie zu befreien.

Und liebe Kinder, natürlich gibt es eine Moral: nämlich, dass es gar nicht so schlimm ist mal etwas zu teilen und eigentlich ganz einfach über den Schatten des eigenen Egos zu spring. Geben und Nehmen und familiärer Zusammenhalt ist eins der großen Motive des Films, das durch die Parallele zwischen Kelly/Lynn und Agatha/Sofia sehr gut funktioniert und kindgerecht aufgearbeitet ist. Auch die Horrormotive sind verhältnismäßig zart. Gut genug, dass sie Kids unterschwellig gruseln und Erwachsenen naja, ein Lächeln abringen. 😉 Tatsächlich finde ich, dass der Film trotzdem noch etwas zu seicht geraten ist, aber so funktioniert er besser für mehrere Altersgruppen. Das etwas hölzernes Schauspiel bemerkt man, kann man aber ab.

Halloween Twins, jetzt hexen sie doppelt (OT: Double, Double, Toil and Trouble), USA, 1993, Stuart Margolin, 96 min, (6/10)

Sternchen-6

The Guest

Familie Peterson trauert um ihren Sohn Caleb, der im Afghanistankrieg diente und dort umgekommen ist. Eines Tages klopft ein Mann (Dan Stevens) an die Tür, der sich als David Collins und Freund Calebs vorstellt. Er wäre gerade erst aus Afghanistan zurück und hätte Caleb geschworen, dass er seine Familie besucht und ihnen ausrichtet, dass er sie liebt. Gerührt von der Geste laden sie ihn ein ein paar Tage zu bleiben. Hier kommt der weniger ominöse Werbeslogan des Films in Spiel: Be careful who you let in. Denn David hat auch geschworen Calebs Familie zu beschützen und nimmt das Versprechen sehr ernst.

Wenn David die Mobber von Calebs jüngerem Bruder Luke (Brendan Meyer) eine saftige Abreibung verpasst, dann findet man das noch fair und auf eine schwarzhumorige Art ganz witzig. Die Zuschauenden sind spätestens dann eingeweht und ahnen die Katastrophe, wenn der Film uns den Wechsel von Davids Manierismen zeigt, sobald er sich unbeobachtet fühlt. Als er dann anfängt im Freundeskreis von Anna (Maika Monroe), Calebs Schwester, zu wildern, dann zeigt sich langsam das ganze Ausmaß von Davids „Programmierung“. Dankenswerterweise ahnt Anna das auch etwas früher als der Rest der Familie, aber immer noch zu spät. Adam Wingards The Guest nach einem Drehbuch von Simon Barrett spielt mit dem Bild des (Ex-)Soldaten als programmiertes Nicht-mehr-Individuum und Kampfmaschine, gegen die auch hier kein Kraut gewachsen zu sein scheint. David ist die Metapher auf die schiere Brutalität des Umstands, dass Menschen anderen Menschen die Aufgabe geben zu töten. Dan Stevens hat offensichtlich Spaß dabei nach seiner Beschäftigung in Downton Abbey den Actionhelden zu geben und er macht das gut. Ganz offensichtlich hat der Film auch v.A. anfangs einen gewissen Spaßfaktor, wenn Stevens vorrangig böse Typen vermöbelt und auf Partys den coolen Typen raushängen lassen darf, inklusive Fanservice. Als der Film dann zum Slasher wird, indem sich seine Prioritäten verklären und umkehren, verliert sich The Guest in bemühten Erklärungen und beginnt sich selber zu widersprechen, was recht schade ist. Aber schon allein wegen des launigen Anfangs kann man den Film mal wieder schauen.

The Guest, USA, 2014, Adam Wingard, 100 min, (6/10)

Sternchen-6


„The Guest – Trailer Deutsch HD – Joel David Moore“, via SplendidFilm (Youtube)

Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Lewis Barnavelt (Owen Vaccaro) hat jüngst seine Eltern verloren und zieht nun zu seinem Onkel Jonathan (Jack Black), der in vielerlei Hinsicht andere Vorstellungen von Erziehung und Zusammenleben hat. Es gibt keine Regeln, Jonathan spielt gern 3 Uhr nachts Saxophon und er mag offenbar Uhren, denn sein Haus ist voll davon. Seine Nachbarin Florence Zimmermann (Cate Blanchett) und er bepöbeln sich die ganze Zeit auf liebenswürdige Art und Weise gegenseitig. Lewis scheint gut in den Haushalt und seine neue Familie zu passen, denn auch er hat einige Schrullen. Er liebt Wörterbücher, Synonyme und Wortbedeutungen, die nur wenige kennen; ist ein großer Fan von Captain Midnight und redet, wenn es niemand mitbekommt mit seiner Magic 8 Ball, dem letzten Geschenk seiner Eltern. Nachts aber scheint sich Onkel Jonathan seltsam zu verhalten und man hört ein penetrantes Ticken im Haus. Was Lewis noch nicht weiß: er ist in einem Haus voller Magier gelandet. Und die haben eine schwerwiegende Mission.

Der Film lebt von seinen sympathischen Charakteren und der atmosphärischen Ausstattung. In dem Haus möchte man auch mal zu Gast sein. Zwar spielt der Film nur kurz an Halloween, aber Jack’o’Lanterns zieren das ganze Jahr über die Treppen am Eingang. Cate Blanchett ist wie immer eine Augenweide UND schauspielert großartig. Jack Black ist wie immer ein cooler Typ, mit dem ich auch gern mal 3 Uhr nachts Saxophon spielen würde … das klang irgendwie falsch. Es ist köstlich, wenn die beiden beschließen „Wir müssen verantwortungsbewusst sein und das Kind anlügen“. Kyle MacLachlans Potential ist verschenkt. (Ja, er spielt mit.)

Was hier hinkt ist eben die Handlung oder wie diese aufgezäunt wurde. Es erscheint mir nicht richtig, das immer nur auf das Drehbuch abzuwälzen, das übrigens aus der Feder von Supernatural-Schöpfer Eric Kripke stammt und den gleichnamigen Roman von John Bellairs und Edward Gorey adaptiert. Auch Schnitt, Kamera und so ziemlich alle anderen Disziplinen des Filmemachens tragen zur Verzerrung dessen wie es wohl mal gemeint war bei. Inhaltlich konzentriert sich der Film auf zuviele Motive. Am ehesten funktioniert noch das Zusammenwachsen Lewis und seiner neuen Familie als eine „Schar schwarzer Schwäne“ (nicht Schafe!) und die Erkenntnis, dass Freunde dich so akzeptieren wie du bist. Absolut unter geht die Trauerbewältigung und überhaupt der Handlungsfaden was genau die Bösen wollen. Zumindest wirkt ihr Unterfangen kreativ, aber nicht viel mehr. Das CGI funktioniert wunderbar bis es nicht mehr funktioniert. Ich erinnere mich gern an die „Galaxie im Garten“-Szene und die schön CGI-animierten Sessel und Formschnitt-Greif, die Jonathan als „Haustiere im Dauerclinch“ auf Trab halten. Dann aber erinnere ich mich mit Graus an Jack Blacks Kopf auf einem Babykörper gegen Ende. Das war gruseliger als der ganze Film. Mal abgesehen davon ist es ein schöner Familienfilm.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren (OT: The House with a Clock in Its Walls), USA, 2018, Eli Roth, 106 min, (6/10)

Sternchen-6

Scary Stories to Tell in the Dark

Denjenigen, die sich schon vor der Veröffentlichung von Scary Stories to Tell in the Dark enttäuscht darüber zeigten, dass ein Film statt einer Serie daraus geworden ist, muss ich leider Recht geben. Basierend auf einer Kinderbuchreihe von Alvin Schwartz versucht der Film sowohl eine übergreifende Handlung zu zeigen, als auch episodische Horrorgeschichten darin einzuweben. Der Film handelt von einer Gruppe von Freunden um Stella (Zoe Colletti), die ein mysteriöses Buch voller Horrorgeschichten finden. Zu ihrem Grauen müssen sie feststellen, dass sie selber in den Geschichten auftreten und einer nach dem anderen verschwindet. Die Verbliebenen gehen der Ursache nach. Sowohl die übergreifende Geschichte als auch die einzelnen Horrorepisoden sind eigentlich spannend und sorgen wirklich für Gänsehaut. Aber gerade die Episoden und ihre creepy Geister und Monster kommen einfach viel zu kurz. Man kommt gerade mal dazu ein paar Sätze aus den Geschichten zu hören, das Monster zu sehen, dann ist es meistens schon vorbei. Als Serie hätte das sicherlich besser funktioniert. Sehr schade!

Scary Stories to Tell in the Dark, USA, 2019, André Øvredal, 107 min, (7/10)

Sternchen-7


„SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK – Official Trailer – HD“, via CBS Films (Youtube)

Hubie Halloween

Es ist beängstigend was für einen Output Happy Madison Productions hat und welchen gleichbleibenden Humors sich Adam Sandlers Filmschmiede bedient, obwohl Sandler selber ein facettenreicher Darsteller ist wie nicht zuletzt auch Uncut Gems beweist. In Hubie Halloween schlüpft er in die Rolle des titelgebenden Hubert „Hubie“ Dubois, der ein bisschen weltfremd und sehr schreckhaft ist, aber das Herz am rechten Fleck hat. Wegen dieses Gesamtpakets wird aber häufig von seinen Mitmenschen auf’s Korn genommen. Gerade zu Halloween suchen alle abstruseste Arten ihn zu erschrecken. Von der Polizei wird er schon lange nicht mehr ernst genommen, wenn er zu Halloween zig Anzeigen erstattet – alles im Namen der Gerechtigkeit und aus Sorge um seine Mitmenschen. Dieses Halloween aber sind in ihrer Stadt einige Sachen wirklich im Argen und Menschen verschwinden. Hätten sie mal lieber Hubie zugehört … .


„HUBIE HALLOWEEN Trailer Deutsch German (2020)“, via KinoStarDE (Youtube)

Um ehrlich zu sein, möchte ich auch manchmal weghören, wenn Hubie und auch alle anderen Menschen in der Stadt was sagen. ^^ Der Pipi-Kacka-Humor ist nicht ganz meins und manche Witze sind so flach, da möchte man die Füße heben, damit es keine Unfälle gibt … . Die einen oder anderen Oldschool-Gags zünden da schon mehr, weil sie so ausgelutscht sind, dass es schon wieder Spaß macht und manchmal doch noch einen neuen, witzigen Twist bekommt. Hubie hat beispielsweise eine Thermoskanne, die Schweizer Taschenmessern mächtig Konkurrenz macht. Und womit die Leute ihn bewerfen und ärgern ist schon manchmal legendär. Beachtlich ist auch mit was für einem Aufwand in der Stadt Halloween gefeiert wird. Man könnte meinen dort wurde ein Film gedreht, ähem … . Ansonsten ist Hubie Halloween eine ganz nette Klamotte mit klamaukigem Humor, wenn man mal den Kopf abschalten und mit leichter Kost berieselt werden will. Eine Frage, die ich mir bei Adam Sandlers Comedyrollen immer wieder stelle ist, ob er sich über seine Charaktere lustig macht? Da sie aber meistens am Ende Helden sind und Mobbing als etwas schlechtes dargestellt wird, ist das wohl der Twist.

Hubie Halloween, USA, 2020, Steven Brill, 102 min, (5/10)

Sternchen-5

Wie man „Arsen und Spitzenhäubchen“ ansieht, muss nicht jeder Film, der an Halloween spielt zwangsläufig ein Horrofilm sein. „Hubie Halloween“ ist an der Stelle wohl auch zu nennen. Es ist wahrscheinlich kein Wunder dass alle hier vorgestellten Filme amerikanische sind, denn schließlich hat „Halloween“ dort nicht seinen Utsprung, aber ist dort sicherlich am populärsten. Dinge, die ich durch die Filmschau gelernt habe: Mary-Kate und Ashley Olsen haben einen gemeinsamen Wikipedia-Artikel. Irgendwie unfair, oder? Es schmerzt mich übrigens sehr, dass ich nirgends die Animation „It’s the Great Pumpkin, Charlie Brown“ auftreiben konnte, die wohl auch ein großer Halloween-Klassiker sein soll. Schade. Welche Halloween-Filme muss ich dieses Jahr an Halloween unbedingt schauen? Welche der besprochenen kennt ihr? Und bevor ihr fragt: ich kannte bisher tatsächlich nur einen einzigen Film der Halloween-Filmreihe um Michael Myers. Undzwar „Halloween H20“. Umso interessanter war es nun mal den Anfang zu sehen und ich denke ich bleibe dran und hole die Filmreihe nach.

„7ème art“ (Sprich: septième art) heißt „siebte Kunst“. Gemäß der Klassifikation der Künste handelt es sich hierbei um das Kino. In dieser Kategorie meines Blogs widme ich mich also Filmen – evtl. dehne ich den Begriff dabei etwas. Regulär stelle ich zwischen dem 1. und 5. jeden Monats jeweils 7 Filme in kurzen Reviews vor.