Rückblick auf das Filmjahr 2021

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Nachdem klar war, dass Lockdowns keine Lösung für die Ewigkeit sind, kam das öffentliche Leben 2021 langsam wieder in Gang. Wenn auch nicht in alter Form und mit der Betonung auf langsam. Immerhin: endlich wieder Kino! Der Bedarf an Eskapismus war auch sicherlich groß genug. Ich bin 2021 soviel in filmischen Welten gewandert wie wohl noch nie. Wie war das Filmjahr 2021? Und … gibt es wieder eine ernstzunehmende Top 10 der besten Filme 2021? 🙂

Das Filmjahr 2021

Okay, so richtig wohl gefühlt habe ich mich anfangs nicht im Kinosaal. Zwischen 2G, 2G+, 3G war mir die Möglichkeit die Maske aufzulassen doch ein Trost. Es fühlt sich noch nicht so ganz richtig an. Andererseits genieße ich auch, dass mal ein paar Plätze zu den anderen Kinobesucher*innen Platz ist und mir niemand Fremdes auf die Pelle rückt. Was aber auch fest steht: jeder Kinobesuch in 2021 war für mich etwas besonders und ich hatte seit langem mal wieder dieses „Heute Kino!“-Gefühl. Für mich war der Kino-Öffner Nomadland. Und das war ein Guter.

2021 kehrte die Branche also nur mühsam zu Normalität zurück. Die Kino-Verwertungsspannen waren kurz, schnell landeten die Film auf den Streaming-Plattformen oder verschwanden erstmal in der Versenkung. Die großen Streamer blieben auf der Erfolgswelle. Und haben nun mal auch für einige der größeren Überraschungen gesorgt wie der große Konzern mit A, der einfach mal unerwartet früh den letzten Evangelion Rebuild-Film Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time wenige Monate nach dem japanischen Kinorelease auf heimische Mattscheiben brachte. Normalerweise bräuchte das mind. 1 Jahr. Ich kann nicht anders als mich zu freuen. Die Oscar-Verleihung erschien mir als die (materialistisch) bescheidenste und inhaltlich modernste, wird von den meisten aber gescholten als seltsam. Viele Filmfestivals suchten den Weg in digitale Welten und einige Filme wurden nun doch endlich mal auf der großen Leinwand gezeigt. Von Dune über Nomadland bis hin zu Matrix Resurrections. (Ob wir das gebraucht haben oder nicht.) Kann ich nun also im Gegensatz zum letzten Jahr wieder eine Top Ten meiner besten in dem Jahr gesehenen Filme machen? Letztes Jahr hat es gerade mal für eine Top Fünf gereicht bei mir. Und: Ja kann ich.


„DUNE Trailer German Deutsch (2021)“, via KinoCheck (Youtube)

Meine Top 10 aus 2021

  1. Dune visuell und inhaltlich stark, hat das Buch verstanden
  2. Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time was für ein Abschluss! Meta, bombastisch, rührend.
  3. Shiver ist es ein Musikfilm? Jedenfalls eine Naturgewalt
  4. The Green Knight visuell unglaublich toll, inhaltlich bereichernd
  5. My Blood & Bones in a Flowing Galaxy Tränenzieher über Mobbing und häusliche Gewalt
  6. The Witches of the Orient Doku an der Schnittstelle Sport, Geschichte, Anime.
  7. Pig Nic Cage darf wieder Oneliner raushauen, berührendes Ende
  8. Ich bin dein Mensch kann man Liebe und Anziehung berechnen?
  9. Don’t Look Up Satire, die wohl in einem anderen Jahr weniger getroffen hätte
  10. Old spannende Psychostudie basierend auf einem Comic

„EVANGELION: 3.0+1.01 THRICE UPON A TIME – Official Trailer | Prime Video“, via Amazon Prime Video (Youtube)

Ja ok … die letzten beiden Plätze sind schon etwas dünn. Aber ich freue mich ja schon im Jahr 2021 soviele Filme aus 2021 gesehen zu haben, dass ich überhaupt darin über eine Top Ten nachdenken kann. Faszinierend fand ich wie unterschiedlich Dune wahrgenommen wurde. Ich habe mit sehr vielen Menschen gesprochen, die unverblümt sagten den Film nicht verstanden zu haben oder weniger unverblümt meinten er hätte nur schöne Bilder. Hier wurde mir klar, dass Filmschauen zur Unterhaltung wie auch zur Filmkritik eben nie komplette Objektivität erreichen kann. Ob man die braucht, stelle ich eh in Frage. Nur in diesem Fall ist es doppelt schwierig. Warum? Nehmen wir mal meinen Fall. Ich kann nicht nachvollziehen, was an dem Film schwer nachvollziehbar ist. Aber ich habe auch das Buch gelesen. Ich kann das Buch nicht ungelesen machen, um nachzuvollziehen, ob der Film evtl ein Problem hat, wenn man mit weniger Vorwissen rangeht. Spannender Fall, oder? Das ist eine Diskussion in der man zumindest meist auf einen grünen Zweig kommt und in dem es einen Bias gibt, der aber immerhin nicht weh tut.

Anderer Fall, anderer Bias: Prekär ist für mich mit wievielen Menschen ich gesprochen habe, die meinten diverses Casting wäre etwas schlechtes, weil es nur zu Marketingzwecken erfolgen würde und nicht der Handlung dient. Die sich empören, wenn ein Charakter im Buch weiß ist, im Film oder der Serie schwarz. (Um nur ein Beispiel zu nennen.) Bitte, was? Immer noch nicht gemerkt, dass die Menschheit nicht nur weiß, cisgender, heterosexuell und männlich ist? Dankbarerweise habe ich auch viel mit Menschen gesprochen, die ähnlich gehyped sind auf Filme, auf Filmfestival (online), auf Kinoöffnung. In solchen Momenten merkt man, dass wir alle eine Leidenschaft teilen. Hier gibt es noch ein paar Kategorien anhand derer man mein Filmjahr 2021 auch einordnen kann. 🙂

Leider verpasst in 2021, wird schleunigst nachgeholt Ah, soviele. House of Gucci, Titane, Lamb, The French Dispatch :'( , Daniel Brühls Nebenan, Malignant … ich habe aufgehört zu zählen. Alles andere Popcornkino-mäßige habe ich nicht vermisst. Von den üblichen Superhelden-Spektakeln war ich am ehesten noch auf Eternals gespannt. Allerdings einzig wegen der Diversität und weil er von Chloé Zhao ist.

Schlechtester Film 2021 Matrix Resurrections und A Castle for Christmas. Sorry. Die beiden wären wohl ansonsten nie in einem Satz genannt worden.

Größte Enttäuschung 2021 Matrix Resurrections. Aber richtig tief konnte es nicht enttäuschen, die Erwartungen bei solchen späten Nachrückern in ein Franchise sind doch leider so oft Quark und meine Erwartungshaltung entsprechend gering. Vor Allem ging ich aus Nostalgiegründen und Neugier.

Nicht viel erwartet, aber viel bekommen 2021 Man mag es kaum glauben ^^, aber ich bin kein so großer Fan von Nic Cages jüngerer Filmografie. Entsprechend dachte ich, dass Pig ein Trash-Fest wird. Aber eigentlich war der ganz gut. Sehr menschlich und unerwartet still. Nic-Oneliner gab es natürlich genug. Aber keine wie „YOU RIPPED MY SHIRT!!elf!!1!!“.

Heißer Oscar-Anwärter für 2021 Dune natürlich.

Guilty Pleasure Komfort-Film des Jahres 2021 Hmmm. Vielleicht Ich bin dein Mensch, weil es mal eine RomCom war, deren Creepyness gewollt war und Humor angefeuert hat. Und eben auch sehr menschlich ist. Irgendwas daran, dass Dan Stevens darin deutsch spricht, rührt mich auch sehr, ich weiß auch nicht. ^^ Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time in einem Satz mit „Komfort“ zu nennen ist bei der Filmreihe wohl zuviel gesagt. Aber gegen Ende hat es was davon. 🙂 Und damit meine ich nicht nur das wohlige Gefühl eine Filmreihe abgeschlossen zu haben.


„ICH BIN DEIN MENSCH Trailer German Deutsch (2021)“, via KinoCheck Indie (Youtube)

Der dämlichste Titel im deutschen Verleih Nicht im deutschen, aber im internationalen: Ich bin dein Mensch wird dort zu I’m Your Man und klingt für mich falsch. Das Thema Menschlichkeit und was menschlich bedeutet, geht darin verloren. Warum nicht I’m Your Person?

War den Hype 2021 wert Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time! Und Dune natürlich. Ihr merkt schon, die Platte hat einen Sprung.

Der dagegen war den Hype 2021 nicht wert James Bond 007: Keine Zeit zu sterben war für mich einfach so out of character, zu bemüht, zu vollgepropft, wenig weitsichtig. Hätte sich lieber auf einige wenige Bestandteile konzentrieren und die dafür gut machen sollen. Mut zur Lücke.

Mein Filmjahr 2021

Im Jahr 2021 habe ich 208 Filme geschaut. Da einige Rewatches dabei waren, lohnt es sich wohl zu sagen, dass es 200 waren. Und ja, das ist so oder so sehr viel für mich und 21 mehr als letztes Jahr. Unter den 200 Filmen waren 24 Animationsfilme (u.a. die Evangelion-Rebuild-Anime-Movies, die Violet Evergarden-Filme, Wolfwalkers, Miss Hokusai, Soul, etc.), 7 Dokumentarfilme (u.a. The Witches Of The Orient, Alles ist Eins. Außer der 0, etc.) und 18 Kurzfilme (u.a. The Long Goodbye, Bescheidene Helden, Puparia, die Blade Runner Kurfilme, etc.) Es freut mich sehr, dass dieses Jahr wieder mehr Animationsfilme dabei waren. Im Zuge meiner Werkschauen und selbst auferlegten Watchlisten stand das Jahr 2021 u.a. im Zeichen Kathryn Bigelows, Denis Villeneuves, Natalie Portmans, Riz Ahmeds, von LGBTQ+ Filmen und auch von Kunst im Film und dem Abenteuerfilm. Außerdem habe ich natürlich 🙂 am Japanuary teilgenommen und am Horrorctober. Den Noirvember musste ich leider skippen, weil kaum einer meiner Filme auftreibbar war. Den Seoultember habe ich auch 2021 verpennt. ^^ Vielleicht dieses Jahr.

Auf Twitter wurde neulich gefragt wie man es überhaupt schafft mehr als 100 Filme im Jahr zu schauen und das mit Job, Familie, Leben, Haushalt zu vereinen. Hätte ich Kinder, würde die Antwort sicherlich anders ausfallen. Aber in meinem Fall tut es (wie auch auf die Frage nach „Wann liest man denn soviel?“ oder „Wann schaut man denn soviele Serien?“) Da gibt es denke ich keine Standardantwort. In meinem Fall hilft es, dass die Zeit nach 20 Uhr heilig ist, zum Batterien aufladen und eben Filme schauen und lesen. Das heißt die „Social Media“- oder allgemeine Screen-Time ist begrenzt. Für viele mag das ganz furchtbar klingen, aber es kann tatsächlich passieren, dass ich schon mal zu einem Telefonat und Treffen nach 20 Uhr nein sage, wenn ich einen stressigen Arbeitstag hatte. Das ist nicht meine Form von Erholung nach anstrengenden Tagen. Wie ist das bei euch?

Dass ich dieses Jahr mehr Filme als in anderen gesehen habe liegt aber v.A. den Filmfestivals online und damit einhergend indirekt an der Pandemie – immer noch. Ich habe für die Nippon Connection direkt Mal Urlaub genommen und alleine dort 27 Filme (inkl. Kurzfilme) innerhalb einer Woche geschaut. Für mich klingt das immer noch verrückt, ich knausere sonst mit Urlaub und fahre gern weg, statt den auf der Couch zu verbringen. Aber erstens ist die Nippon Connection einfach beste, zweitens, ähm, Pandemie. Ich durfte auf die Weise an drei Filmfestivals (Nippon Connection, JFF Plus, LICHTER) von Zuhause aus teilnehmen und ich fand es toll, auch wenn ich mir bei Weitem nicht bei allen soviel Zeit genommen habe wie für die Nippon Connection. Klar, wäre lieber vor Ort und hätte v.A. mit anderen das Gesehene in guten Gesprächen ausgewertet und abgenerded. Aber dann hätte ich auch niemals allen dreien bewohnen können. Was soll man sich wünschen!?

Für mehr Statistik verweise ich auf meine Letterboxd-Movie-Year-In-Review. Nachfolgend nun also meine TOP TEN des Filmjahres, die aber eben auch Filme aus vorherigen jahren abdeckt. Und ein paar Kategorien, um noch mehr Highs und Lows abzudecken. 🙂 Das TLDR; es war ein prächtiges Jahr mit vielen Highs, wenigen Lows, was Filme betrifft.

Die besten Filme, die ich 2021 gesehen habe

  1. Dune visuell und inhaltlich stark, hat das Buch verstanden
  2. Porträt einer jungen Frau in Flammen einfühlsam, nostalgisch, die Chemie!
  3. Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time was für ein Abschluss! Meta, bombastisch, rührend.
  4. Shiver Naturgewalt und Musikfilm
  5. Under the Open Sky kann ein Ex-Gefängnisinsasse die Statistik besiegen?
  6. Puparia enigmatisch, faszinierend animiert
  7. Die Frau die singt – Incendies definitiv kein happy film, aber meisterlich konstruiert
  8. Maelström schwarzhumorig, geniale Bildsprache und Ironie
  9. Kontora über ungelebte Leben, faszinierend gemacht
  10. Violet Evergarden: The Movie ein überraschend runder Abschluss in sehr schönen Bildern

„VIOLET EVERGARDEN: Der Film Trailer German Deutsch (2021)“, via KinoCheck Indie (Youtube)

Der schlechteste Film Ach. Da gibt es Auswahl. The Knight of Shadows … ich weiß gar nicht, warum es den Film gibt. Vielleicht weil Jackie Chan Lust drauf hatte. Ganz sicher sogar. Hexen hexen (2020) ist ja mal sowas von weniger aussagekräftig als der alte und diskriminierend, wow. A Castle for Christmas hat irgendwie den Schuss nicht gehört. Terra Formars hat Potential verschenkt. Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben fängt ja mal so überhaupt nichts vom Feeling der Filmreihe – ein Trauerspiel. Your Highness ist nicht mal lustig. Genauso wenig Inspector Clouseau (1968), der erste ohne Peter Sellers als Clouseau. David Lynchs Dune erkläre ich an anderer Stelle, aber nenne es auch leider hier. Mulan (Live Action, 2020) ist inszenatorisch ja nicht schlecht, aber das Remake hat einfach niemand gebraucht. Vielleicht noch zum Empowerment asiatischer Darsteller*innen in westlichen Produktionen. Er hat ansonsten einfach keine Botschaft.

Der erste Film im Jahr 2020 war … Sieben Jahre in Tibet und der war gut.

Und der letzte Film in diesem Jahr war The Green Knight und der war auch gut.

Der älteste Film Nosferatu – eine Symphonie des Grauens von 1922

Der am meisten überbewertete Film Dune von David Lynch hat eben viele Fans, aber eigentlich hat er das Buch nicht verstanden. Lynch persönlich unterstelle ich das nicht. Tatsächlich finde ich den Film noch schlechter als seinen Ruf, obwohl das Production Design natürlich was hat. Aber ich verstehe schon, dass man den mag, wenn man den damals gesehen hat wg. der Visionen oder eben auch wenn man die Bücher nicht gelesen hat. Er erklärt mehr, wobei die ganzen Voice Overs mir einfach einen massiven Cringe geben.

Größte Enttäuschung/Warum der Hype? Eigentlich fand ich Der Rausch nicht konsequent genug, leider. Garden State hat mir nicht soviel gegeben, obwohl er viele Fans hat. Ich erkläre hier nicht in Länge warum, die verlinkten Besprechungen verraten das. The Happiness of the Katakuris ist schon genial einerseits, aber die trashigen Effekte haben mich immer wieder rausgebracht.

Größte Überraschung Uzala der Kirgise ist ein echt guter Abenteuerfilm, der für den Einklang mit der Natur argumentiert. Leider kriegt man den nur in ganz trauriger Qualität, weswegen er vielleicht auch so unbekannt ist. Der chinesische Fantasy-Martial-Arts-Film The Yin-Yang Master: Dream of Eternity macht einfach Spaß. Coole Mythologie (leider in jeder Synchro und Untertitel-Fassung je einen Tick anders ^^‘) und so tolle Ausstattung. Das Videogame-Feeling gegen Ende ist Geschmackssache. Der Kurzfilm Puparia ist so unfassbar schön animiert.

Größter Geheimtipp Der Animations-Kurzfilm Puparia, für Fans von Animationskunst. Für Blockbuster-Freund*innen und wer asiatische Kulissen mag The Yin-Yang Master: Dream of Eternity. Wer Literaturadaptionen mag und farbenblindes Casting David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück mit Dev Patel in der Hauptrolle. Für Fans des Anime (oder Manga) Mila Superstar die Doku The Witches Of The Orient, die sich den real life Vorbildern widmet und den historischen Kontext verständlich macht. Wer immer noch nicht versteht, warum man nicht fragt „Ja und wo kommst du eigentlich her?“ den Film Mogul Mowgli mit Riz Ahmed. Und wer Taiko noch nicht kennt und Rhythmusinstrumente mag Shiver. Oder wer einfach mal von der Couch oder dem Kinosessel gefegt werden will.


„Shiver // Trailer“, via NipponConnectionTV (Youtube)

Der witzigste Film Ein Schuß im Dunkeln

Die Filme, bei denen ich geweint habe Ein Schuß im Dunkel (vor Lachen), Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time, Porträt einer jungen Frau in Flammen, Violet Evergarden: The Movie ^^‘; Gon, the little fox. Was ein Tränenzieher … :'(

Diese Klassiker, die gefühlt alle kennen, habe ich jetzt auch endlich gesehen Gefährliche Brandung, Halloween – Die Nacht des Grauens, Eraserhead, Blue Velvet, Nosferatu – eine Symphonie des Grauens, Dune (David Lynch).

Ich möchte ein Sequel bitte Das sage ich ja eher selten, aber tatsächlich wünsche ich mir ein Sequel zu The Yin-Yang Master: Dream of Eternity. Der Film ist auch der klassischer Beginn einer Filmreihe um eine Bromance, ähm, um zwei Buddys, die zusammen Fälle lösen. Hier eben mystische Fälle in einem historisch-asiatischen Kontext mit einigermaßen Martial Arts. Tatsächlich gibt es schon ein Sequel, was wohl The Yin-Yang Master: Retaliation heißen könnte, das ist aber mehr Hörensagen ohne wirklich zuverlässige Quelle. Sucht man lange genug, findet man sogar einen Trailer. Dass man so wenig aus der Filmreihe hört, liegt aber sicherlich daran, dass es Plagiarismus-Vorwürfe gab. Es hieß Regisseur Guo Jingming hätte u.a. bei Doctor Strange abgeschaut. Die Ähnlichkeiten bei den magischen Techniken lassen sich nicht leugnen. Aber es wirkt auch falsch einem chinesischen vorzuwerfen er hätte einen amerikanischen plagiiert, der sich wiederum reichlichst bei allerlei anderen Manga und chinesischer Mythologie bedient. Die Handzeichen beispielsweise kann man dem Film nicht zu lasten legen. Strich drunter: ich hätte gern das Sequel bitte.


„The Yin-Yang Master: Dream of Eternity | Official Trailer“, via Netflix Asia (Youtube)

Guilty Pleasure Komfortfilm So einen richtigen Komfortfilm, der mich an schlechten Tagen aufgepeppelt hat, gab es eigentlich nicht. Am ehesten wohl noch The Yin-Yang Master: Dream of Eternity , den habe ich wirklich einige Male rewatched.

Deprimierendster Film Jaaa, da gab es einige anspruchsvolle. Die Frau die singt – Incendies, die singt; Evangelion: 3.33 – You Can (Not) Redo, The Fool aka Durak, Happiness (anders als der Titel); Quo vadis, Aida; Promising Young Woman (deprimierend, entlarvend und lustig, das geht), The Long Goodbye. Die Botschaft der meisten von denen trifft halt enorm. Was wiederum gut ist. Filme bewegen. Manche davon sind eben auch welcher mit starker Botschaft – gerade die letzten drei.

Der Film, auf den ich am längsten warten musste Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time!. Nur neun Jahre. Fast nix. o_o

Beendete Filmreihe Stirb-Langsam-Reihe, Pink Panther Reihe, Evangelion Rebuild-Movies

Begonnene Filmreihe The Yin-Yang Master: Dream of Eternity (zumindest hoffe ich, dass es eine wird, hehehe), Pink Panther

Bestes On-Screen-Paar/ Beste On-Screen-Chemie Einerseits ist Queerbaiting großer Scheiß, andererseits hatte ich viel Spaß mit Qingming/Boya in The Yin-Yang Master: Dream of Eternity. Wenn man das möchte, kann man die eben genausogut auch als Buddys lesen. Shinji und Kaworu … immer wieder. Auch wenn mir Matrix Resurrections nicht viel gegeben hat – wie kann man sich nicht freuen Neo und Trinity wiederzusehen. 🙂 Einfach die beste Chemie haben wohl aber Noémie Merlan und Adèle Haenelin Portrait of a Lady on Fire.

Bester Animationsfilm Neben Puparia auch Violet Evergarden: The Movie und Invisible (aus Studio Ponocs Bescheidene Helden). Auch Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time!, wenn es mir auch einen Tick zuviel generische digitale Animation war.

Bester gehörter Film-Soundtrack, beste Songs oder beste Titel-Themes Shiver (Koshiro Hino und KODO), House of Flying Daggers (Shigeru Umebayashi), Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time! (Shirō Sagisu), Blade Runner 2049 (Hans Zimmer, Benjamin Wallfisch)

Verstörendster Film Die Frau die singt – Incendies und Eraserhead. Gibt es irgendjemanden, den die beiden nicht fertig machen? Auch I’m thinking of ending things.

Diese Filmszene war einfach gold! Aus den richtigen Gründen. Die plötzliche Gesangseinlage in Tremble All You Want. Die Tanzszene von Mads Mikkelsen am Ende von Der Rausch ist eigentlich das beste am Film. Das Ende von Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time! und die Meta-Szenen. Wenn Paul Atreides das erste Mal Fuß auf Arrakis setzt in Villeneuves Dune. Das Trommeln vor dem Wasserfall in Shiver. Die Szene mit dem Curry-Fetischisten in Herr Fuku-chan von nebenan. Die Verhörszene im Schloss in Inspektor Clouseau, der „beste“ Mann bei Interpol. Es gibt erhebliche Kollateralschäden.


„ANOTHER ROUND Dance WHAT A LIFE | Druk – Mads Mikkelsen Dance Scene Song“, via In The Mood For Movies (Youtube)

Der nachfolgende CLip enthält massive Spoiler für den Film


„Tremble All You Want | […]“, via abdola (Youtube)


„Clouseau interrogates the staff“, via PinkPantherClips (Youtube)

Beabsichtigt unangenehmste Sexszene The Square, wow so unangenehm XD.

Film, bei dem meine Meinung am weitesten von der aller anderen abdriftet Kann ich schwer beantworten und vermute, dass ich das am ehesten in den Kommentaren erfahre, falls euch eine meiner Wertunge empört. 😉 Tatsächlich fand ich aber Underwater mit Kristen Stewart sehr spannend. Obwohl ich It’s a Summer Film auch sehr mochte, fand ich die letzte Hälfte etwas zäh. Alle anderen waren gefühlt durchweg hellauf begeistert.

Film, bei dem ich mich nach Wochen/Monaten der Sichtung immer noch nicht weiß, ob ich ihn mochte The Square und Red Post on Escher Street

Bestes Erlebnis für das Cineasten-Herz Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time!!!! Ich sage nur neun Jahre!!! NEUN.

Ja, erwartungsgemäß habe ich hier einige Filme gar nicht genannt, die ich aber 2021 gesehen habe. Wen die auch interessieren, der findet die in Letterboxd in meiner Liste My Movies 2021 oder meinem Diary. Rewatches kann man leider nicht in Listen eintragen, deswegen kennt nur das Diary die ganze Wahrheit. 😉 Jetzt ihr: was waren eure Top-Filme? Bei welchen Filmen habt ihr geweint, euch (k)eine Fortsetzung gewünscht und welchen habt ihr entgegen gefiebert und gehyped? Wo gehen unsere Meinungen auseinander? Bei welchen seht ihr das genauso? Und seid ihr gern wieder ins Kino gegangen oder mit mulmigen Gefühl?